
Horst Tress (* 1950 in Köln) ist ein deutscher Künstler und Autor.
Horst Tress ist der Sohn des Hindernisjockeys Günter Tress und der Friseurin Marianne Tress, geb. Hinz. Er absolvierte von 1966 bis 1969 eine Ausbildung zum Schriftsetzer in der Kölner Kunstdruckerei Breker und von 1970 bis 1972 ein Werbegrafik-Studium. 1973 heiratete er Lydia Franken. Die ersten Schritte auf dem Kunstmarkt ermöglichten ihm der Kölner Avantgarde-Galerist Ingo Kümmel und der Kunstkritiker Gerd Winkler (Kunstwetterlage in der Zeitschrift pardon, Aspekte/ZDF und Buchautor/Belser Verlag). Neben seiner künstlerischen Arbeit war Tress in den Folgejahren als Museumsshop-Mitarbeiter, Druckformhersteller, Kalkulator, Mediengestalter, Kunstvermittler sowie Werbetexter tätig.
In den 1970er und 1980er Jahren war Tress einer der Ideenlieferanten für Harlekin Geschenke in Wiesbaden. Deutschlandweit wurden seine Ideen in Kaufhäusern und Geschenkboutiquen verkauft. Eine auf der Rückseite handsignierte Anstecknadel mit dem Aufdruck „Kunst ist ansteckend!“ edierte er selbst (vier unterschiedliche Motive in einer rückseitig signierten Gesamtauflage von 25.000 Exemplaren).
1981 organisierte Tress mit Unterstützung von Klaus Staeck eine Ausstellung von Joseph Beuys in einer Kölner Gastwirtschaft. 1989 bis 2011 war er Herausgeber der Print-Ausgabe von „Köllefornia“ mit Originalbeilagen, unter anderem von Klaus Staeck, HA Schult, Karlheinz Stockhausen und Ben Vautier. Alle Ausgaben befinden sich im Kölnischen Stadtmuseum sowie in der Kölner Kunst- und Museumsbibliothek. Seit mehreren Jahren erscheint „Köllefornia“ online.
Von 1970 bis 1982 erfolgten One-Man-Shows in Argentinien, Belgien, Deutschland, Italien, Frankreich, Polen, Schweden und Spanien. Er beteiligte sich seit 1970 weltweit an über 1400 Ausstellungen. Exemplarisch fing 1970 alles mit dem „Kölner Neumarkt der Künste“ an. Unter anderem stellte er gemeinsam mit Joseph Beuys, Robert Filliou, Jürgen O. Olbrich, Yoko Ono, Robert Rehfeldt, HA Schult, Klaus Staeck, Timm Ulrichs, Ben Vautier und Wolf Vostell aus.
Tress machte sich den Begriff „Fluxpostphoto“ zu eigen. Dabei handelt es sich um Original-Fotografien, die weltweit gezeigt werden. Seine Arbeiten befinden sich in internationalen Archiven und Sammlungen. Es wurden seit 1970 Beiträge von ihm und über ihn veröffentlicht.
| Personendaten | |
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| NAME | Tress, Horst |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Autor und Künstler |
| GEBURTSDATUM | 1950 |
| GEBURTSORT | Köln |