

Hu(e)ber von Mau(e)r (alternative Schreibweisen von Hueber zu Maurn bzw. Hueber von und zu Maur) ist der Name eines österreichischen und bayerischen briefadligen Geschlechts. Ein Zweig erhielt am 1. April 1699 den erbländisch-österreichischen Freiherrenstand sowie 1810 die Eintragung in die Freiherrenklasse der Adelsmatrikel des Königreiches Bayern. Während die Freiherrenlinie in Bayern 1825 im Mannesstamm vollständig erloschen ist, blühte die einfache Adelslinie in Österreich noch Ende des 19. Jahrhunderts. Die Familie ist von zahlreichen anderen Adelsgeschlechtern mit Namen Hu(e)ber zu unterscheiden, zu denen weder eine Stamm- noch Wappenverwandtschaft bestand.
Der Familienname Huber leitet sich von dem Beruf Bauer ab, der eine Hube Ackerland besaß. 1548 erlangte der Bürger von Bruneck Caspar Hueber von Kaiser Karl V. einen Wappenbrief. Sein Sohn Christoph Hueber († 1576) war Wirt am Weißen Lamm in Bruneck. Am 9. Oktober 1584 erhob der Tiroler Landesfürst Erzherzog Ferdinand II. die Brüder Caspar und Bartholomäus Hueber mit dem Prädikat „von Mauer“ nach dem gleichnamigen vor Meran beim Spital gelegenen Ansitz, in den erbländisch-österreichischen Adelsstand, verlieh ihnen die Adelsfreiheit und eine Wappenbesserung. Der Edelsitz Maur gehörte 1510 den Niederthor, danach den Baumgartner zu Maur und seit 1580 den Hueber. Bartholomäus Hueber fungierte 1580 als Landschreiber zu Bozen sowie 1615 als Rat Kaiser Mathias und Kellermeister zu Meran. Kaiser Leopold I. erteilte am 1. April 1699 dem Enkel von Bartholomäus, dem Forstmeister Johann Franz von Hueber zu Mauer in den erbländisch-österreichischen Freiherrenstand. Des letzteren Sohn, war der Hofkammerrat zu Innsbruck Gottfried Freiherr von Huber. Dessen Sohn Franz Philipp Gottfried Hueber Freiherr von und zu Maur wirkte als kurpfälzischer Geheimrat, Kämmerer, Hofratspräsident und oberster Mundschenk im Herzogtum Pfalz-Neuburg. Wilhelm Adam Florian Johann Nepomuk von Huber zu Maurn (* 5. Mai 1730) erscheint mit seinen Gütern, den Hofmarken Pogenhofen und Stern, sowie dem Edelsitz Schweigertsreith im Innviertel in den Einlagebüchern der oberösterreichischen Landtafel.
Die Freiherrenlinie ist mit dem königlich-bayerischen Kämmerer und Major Alexander Freiherr von Hueber zu Mauer († 21. April 1825), Herr auf Mauer, Seiboldsdorf und Pogenhofen erloschen. Dieser erhielt am 25. Januar 1810 die Eintragung in die Freiherrenklasse der königlich-bayerischen Adelsmatrikel. Erben waren zu gleichen Teilen Sophie Larron de Val, geb. Freiin Huber von Maurn, Franziska Freiin Huber von Maurn und Philipp Ferdinand Freiherr von Riesenfels, dem Neffen des letzten Freiherren, während Schloss Mauer in Tirol die von Mamming an sich brachten.