| Film | |
| Titel | Il boom |
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| Produktionsland | Italien |
| Originalsprache | Italienisch |
| Erscheinungsjahr | 1963 |
| Länge | 88 Minuten |
| Stab | |
| Regie | Vittorio De Sica |
| Drehbuch | Cesare Zavattini |
| Produktion | Dino de Laurentiis |
| Musik | Piero Piccioni |
| Kamera | Armando Nannuzzi |
| Schnitt | Adriana Novelli |
| Besetzung | |
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Il Boom ist eine schwarze Filmkomödie von Vittorio De Sica aus dem Jahr 1963.
Rom in der Zeit des Wirtschaftswunders. Die Alberti führen ein flottes Leben. Sie haben ein Appartement in Top-Lage, Giovanni fährt ein schnelles Auto, seine Frau hat einen Fiat, und abends gibt es Partys mit Freunden und Geschäftspartnern in den angesagten Lokalen. Giovanni kommt aus der Arbeiterklasse. Seine Ehe mit Silvia, Tochter eines Generals der Carabinieri, hat ihm den Zugang ins römische Bürgertum geöffnet. Um aber den gewohnten Lebensstil seiner Frau zu halten, auf den sie auf keinen Fall verzichten will, den er ihr aber mit seinem Einkommen als Makler nicht finanzieren kann, verschuldet er sich, und um Schulden geht es in den Streitereien des Paars.
Giovanni steht kurz vor dem finanziellen Ruin. Der Versuch einer Geschäftspartnerschaft mit dem reichen Bauunternehmer Bausetti ist soeben fehlgeschlagen. Als Bausettis Frau ihn zum Tee einlädt, glaubt er zunächst, sie habe ein erotisches Interesse an dem viel jüngeren Mann. Was sie ihm vorschlägt, ist jedoch ein „Handel à la Shakespeare“: 50 Millionen Lire für die Hornhaut eines Auges, damit ihr halbblinder Ehemann wieder sehen kann. Zuerst lehnt Alberti ihr Ansinnen ab. Als ihn aber seine Frau verlässt und seine Schulden stadtbekannt werden, überdenkt er das Angebot.

Die Rolle der Signora Bausetti besetzte De Sica mit Elena Nicolai, einem ehemaligen Opernstar der Mailänder Scala, für die es die erste Filmrolle war. Der Film wurde an verschiedenen Orten in Rom gedreht, u. a. auf dem Petersplatz, in der Villa Borghese, in der Basilika San Sebastiano und die Schlusssequenz im Quartiere EUR. Die Filmmusik komponierte Piero Piccioni, das Stück Wheels ist von Billy Vaughn.
Vorpremiere des Films war am 24. September 1963 in Vigevano, am nächsten Tag kam er in die italienischen Kinos, und ab 8. März 1964 lief er in der Sowjetunion. Französische Kinopremiere war am 2. November 2016. In Deutschland kam der Film nicht in die Kinos. Im Mai 2019 wurde er im Italienischen Kulturinstitut in Berlin gezeigt.
In den Vereinigten Staaten fand die Erstaufführung 2017, 55 Jahre nach Veröffentlichung des Films, im Film Forum in New York City statt.
2008 erschien bei Studiocanal eine DVD in französischer Sprache und 2012, ebenfalls bei Studiocanal, eine DVD in italienischer Sprache mit englischen Untertiteln. 2020 brachte das Label Whp eine Vinyl-LP der Filmmusik mit insgesamt 9 Titeln heraus.
Der Film war trotz Alberto Sordi, einem der populärsten Schauspieler und Komiker seiner Zeit in der Hauptrolle, kein Publikumserfolg in Italien. Bei den internationalen Vermarktern stieß er kaum auf Interesse. Zeitnah nach der Uraufführung in Italien wurde er nur in der Sowjetunion gezeigt.
Die Erstaufführung des Films in den Vereinigten Staaten 2017 fand dagegen ein breites Echo in Fachjournalen und den Feuilletons der nationalen Presse. Bei Rotten Tomatoes erreichte der Film eine Positiv-Quote von 100 % auf der Grundlage von 7 Filmkritiken. Die Filmkritikerin Sonya Redi bezeichnete den Film als „geistreichen Blick auf unsere moderne Gesellschaft.“ (“[…] a witty contemplation of our modern society”). Er erforsche scharf die moralischen Dilemmata, ebendo wie er eine kapitalistische Gesellschaft beschreibe, die außer Kontrolle gerate, und das mache den Film relevanter als je zuvor. Walter Veltroni nannte ihn “a Real Masterpiece! One of the Most Future-Directed Films in All Italian Cinema.” Der Filmkritiker John Seal schrieb auf berkleleyside.org: “Whatever the reason for its long-delayed release, this much is clear: Il Boom! is first rank De Sica; a wickedly funny (very funny) black comedy steeped in European atmosphere and early ‘60s chic.” (deutsch: „Was immer auch der Grund sein mag für die überfällige Veröffentlichung, eins ist klar: Il Boom ist ein erstrangiger De Sica: eine bös-lustige (sehr lustige) schwarze Komödie, gedreht in einer europäische Atmosphäre und dem frühen 60er Jahre Chic“)