| Film | |
| Titel | Verliebte Unschuld |
|---|---|
| Originaltitel | Teresa Venerdì |
| Produktionsland | Italien |
| Originalsprache | Italienisch |
| Erscheinungsjahr | 1941 |
| Länge | 88 Minuten |
| Stab | |
| Regie | Vittorio De Sica |
| Drehbuch | Gherardo Gherardi, Margherita Maglione, Vittorio De Sica |
| Produktion | C. O. Barbieri |
| Musik | Renzo Rossellini |
| Kamera | Vincenzo Seratrice |
| Schnitt | Mario Bonotti |
| Besetzung | |
| |
Verliebte Unschuld (Originaltitel: Teresa Venerdì) ist eine Filmkomödie von Vittorio De Sica aus dem Jahr 1941. Es ist der dritte Film De Sicas als Regisseur, bei dem er sowohl am Drehbuch mitgearbeitet als auch eine Rolle übernommen hat.
Der junge Arzt Pietro Vignali hat die Arbeit nicht erfunden, er ist bequem und er hat Schulden. Er hat gleichzeitig eine Affäre mit einer temperamentvollen Varietésängerin und ist verlobt mit einer jungen Frau aus einer bürgerlichen Familie. Um seine Schulden abzubezahlen, hat er eine Stelle als Arzt in einem Mädchenpensionat aufgenommen, in dem auch seit kurzem die junge Teresa Venerdì lebt. Teresa ist verliebt in den Doktor und macht sich daran, dessen amouröse Verwicklungen zu lösen und ihn in ihrem Sinne zu manipulieren, ohne dass er es merkt.
Der Film ist ein Remake des ungarischen Films Rézi Friday von Ladislao Vajda aus dem Jahr 1938. Er wurde in Cinecittà in Rom gedreht.
Teresa Venerdì ist die dritte einer Reihe von Komödien, die De Sica noch unter der Herrschaft der Faschisten in Italien gedreht hat, bevor er sich in seinen Filmen sozialkritischen Themen zuwandte.
Die Grundlage des Drehbuchs ist der Roman Teresa Venerdì des ungarischen Autors Rudolf Török. Mitarbeiter am Drehbuch waren neben De Sica selbst Adolfo Franci, Gherardo Gherardi, Franco Riganti, Aldo De Benedetti sowie Cesare Zavattini, der im Vorspann des Films nicht genannt wird.
Premiere des Films in Italien war am 24. November 1941, 1943 kam er in Deutschland in die Kinos. 1949 wurde der Film im italienischen Fernsehen unter dem Titel Il gallo della checca (deutsch = der Hahn im Korb) ausgestrahlt. Am 13. Januar 1983 lief der Film im Fernsehen der DDR. Im September 1987 wurde er im Rahmen der Reihe Omaggio a Cinecittà während der Biennale von Venedig gezeigt.
2021 veröffentlichte Ripley’s Home Video eine DVD in italienischer Sprache. Als Bonus enthält die DVD einen Ausschnitt aus dem Kurzfilm Anna Magnani (1953) von Lucchino Visconti.
Wietske Uneken vom niederländischen Filmportal Cinemagazine hält den Film zwar nicht für den interessantesten Film der Filmgeschichte und meint, wenn ihn nicht Vittorio De Sica gedreht hätte, dann wäre er längst vergessen, und fährt dann fort „und doch ist Film sicher der Mühe wert. Es ist faszinierend zu sehen, wie der große Vittorio De Sica sieben Jahre vor seinem Meisterwerk [Fahrraddiebe] aus einem lustigen Arztromänchen einen faszinierenden Film machen konnte.“