Illerrieden

Wappen Deutschlandkarte
Illerrieden
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Illerrieden hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 48° 16′ N, 10° 3′ OKoordinaten: 48° 16′ N, 10° 3′ O
Bundesland:Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Alb-Donau-Kreis
Höhe: 492 m ü. NHN
Fläche: 18,16 km²
Einwohner: 3412 (31. Dez. 2025)
Bevölkerungsdichte: 188 Einwohner je km²
Postleitzahl: 89186
Vorwahl: 07306
Kfz-Kennzeichen: UL
Gemeindeschlüssel: 08 4 25 066
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Wochenauer Straße 1
89186 Illerrieden
Website: www.illerrieden.de
Bürgermeister: Jens Kaiser
Lage der Gemeinde Illerrieden im Alb-Donau-Kreis
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Karte

Illerrieden ist eine Gemeinde im baden-württembergischen Alb-Donau-Kreis.

Geografie

Lage

Die Gemeinde Illerrieden liegt zirka 15 Kilometer südlich von Ulm und etwa 42 Kilometer nördlich von Memmingen an der Iller. Sie gehört unter regionalplanerischen Gesichtspunkten der Region Donau-Iller und naturräumlich Mittelschwaben an.

Nachbargemeinden

Illerrieden grenzt im Norden an Illerkirchberg(Oberkirchberg), im Osten an Vöhringen, im Süden an Regglisweiler (Stadt Dietenheim) und im Westen an Schnürpflingen und Staig.

Ortsteile

Zu Illerrieden gehören neben dem Zentrum die zwei Ortsteile Wangen und Dorndorf.

Schutzgebiete

Der östliche Teil der Gemeindefläche wurde als Landschaftsschutzgebiet Illerrieden ausgewiesen. Daneben hat die Gemeinde Anteil am FFH-Gebiet Donau zwischen Munderkingen und Ulm und nördliche Iller.

Bevölkerungsentwicklung

Es handelt sich um Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand bis 1970 und ohne die heute zugehörigen Ortsteile. Die Zahlen sind Volkszählungsergebnisse oder amtliche Fortschreibungen mit Archivierungen des LEO-BW Online-Informationssystems für Baden-Württemberg.

Bevölkerungsentwicklung
JahrEinwohner
1852399
1871377
1880402
1890417
1900441
1919480
1925529
JahrEinwohner
1933549
1939581
1950782
1956914
19611007
19701287
JahrEinwohner
20001459
20112280
20222360
20253379

Geschichte

Illerrieden bis 1945

Illerrieden um 1900

Illerrieden wurde erstmals im Jahr 1291 urkundlich erwähnt. Von 1568 bis 1806 unterstand es dem Deutschen Ritterorden und war hierbei eine Exklave der Deutschordenskommende Altshausen innerhalb der Deutschordensballei Schwaben-Elsass-Burgund. Durch die Rheinbundakte vom 12. Juli 1806 kam der Ort zum Königreich Württemberg und war seither dem Oberamt Wiblingen zugeordnet, aus dem 1842 das Oberamt Laupheim hervorging. Bei der Kreisreform während der NS-Zeit in Württemberg gelangte der Ort 1938 zum Landkreis Ulm.

Illerrieden seit 1945

1945 wurde das Gebiet Teil der Amerikanischen Besatzungszone und gehörte somit zum neu gegründeten Land Württemberg-Baden, das 1952 im jetzigen Bundesland Baden-Württemberg aufging.

Die heutige Gemeinde wurde am 1. März 1972 durch die Vereinigung der Gemeinden Illerrieden und Wangen neu gebildet. Bereits am 1. Januar 1971 wurde Dorndorf nach Illerrieden eingemeindet.

Seit der Kreisreform von 1973 ist die Gemeinde Teil des Alb-Donau-Kreises.

Ortsteile

Dorndorf

Ortsteil Wangen um 1935
Dorndorf
Dorndorf

Wangen

Wangen
Wangen

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus gewählten ehrenamtlichen Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Der Gemeinderat in Illerrieden hat 14 Mitglieder. Die Wahl zum Gemeinderat am 9. Juni 2024 führte zu folgendem Ergebnis:

Liste StimmenanteilSitze
Bürgergemeinschaft49,67 %7
Bürgervereinigung46,59 %6
Unabhängig für Vielfalt3,74 %1
Gesamt100 %14
Wahlbeteiligung: 66,65 %

Bürgermeister

Liste der Bürgermeister von Illerrieden seit 1849

AmtszeitName
1849–1850Lorenz Hueter
1850–1894Remigius Vogt
1894–1919Karl Nothelfer
1919–1920Joseph Nothelfer
1920–1945Nikolaus Stocker
1945–1966Johannes Mock
1966–2004Franz Geisinger
2004-heuteJens Kaiser

Gemeindepartnerschaften

Seit 1986 besteht eine Partnerschaft mit Guignicourt, seit dem 1. Januar 2019 in der Commune nouvelle Villeneuve-sur-Aisne, im französischen Département Aisne.

Wappen

Wappen von Illerrieden
Wappen von Illerrieden
Blasonierung: „In Silber (Weiß) ein durchgehendes schwarzes Kreuz, oben rechts und unten links von einer roten Lilie, oben links und unten rechts von einer blauen Lilie bewinkelt.“
Wappenbegründung: Nach der Eingliederung von Dorndorf in die frühere Gemeinde Illerrieden fand am 1. März 1972 die Vereinigung der letzteren mit Wangen zur neuen Gemeinde Illerrieden statt. In deren Wappen weist das schwarze Deutschordenskreuz auf silbernem Grund darauf hin, dass Illerrieden vom 16. bis ins 19. Jahrhundert hinein der Landkomturei Altshausen dieses Ordens unterstand, die hier eine Burgvogtei unterhielt. Die vier ebenfalls aus dem Wappen der gleichnamigen früheren Gemeinde übernommenen Lilien sind letztlich auf heraldische Traditionen der Grafen von Kirchberg beziehungsweise von Fugger-Kirchberg-Weißenhorn zurückzuführen und erinnern an die vielfältigen historischen Beziehungen der drei Teilorte zu diesen Geschlechtern. Das Wappen und die Flagge wurden am 11. November 1975 vom Innenministerium verliehen.

Sehenswürdigkeiten

Sport- und Kulturvereine

Bildung

Illerrieden verfügt über eine eigene Grund-, und Gemeinschaftsschule. Realschule und Gymnasium können in Vöhringen besucht werden. Außerdem gibt es einen Kindergarten vor Ort.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

  • Geistlicher Rat Pfarrer Hans König
  • Bürgermeister a. D. Franz Geisinger

Im Ort geboren

Literatur

Commons: Illerrieden – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. ↑ Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Tabellengruppe 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes zum 31. Dezember 2025 (Hilfe dazu).
  2. ↑ Daten- und Kartendienst der LUBW.
  3. ↑ Baden-Württemberg - Bevölkerungsentwicklung Illerrieden von 1852 bis 1970
  4. ↑ https://de.city-facts.com/illerrieden-illerrieden/population
  5. ↑ Zenus 9. Mai 2011 https://www.citypopulation.de/de/germany/settlements/badenwurttemberg/alb_donau_kreis/08425066x0__illerrieden/ citypopulation.de
  6. ↑ Zenus 15. Mai 2022 https://www.citypopulation.de/de/germany/settlements/badenwurttemberg/alb_donau_kreis/08425066x0__illerrieden/ citypopulation.de
  7. ↑ 1. Januar 2025 illerrieden.de: Illerrieden in Zahlen
  8. ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 457 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
  9. ↑ Gemeinderatswahl 2024, Ergebnis Gemeinde Illerrieden
  10. ↑ Uwe Schmidt Beate Sauerbrey: Im Wandel der Geschichte Dorndorf Illerrieden Wangen. Süddeutsche Verlagsgesellschaft, Ulm 2004, S. 134.
  11. ↑ https://www.leo-bw.de/fr/web/guest/detail-gis/-/Detail/details/ORT/labw_ortslexikon/16831/Illerrieden