Kißlegg

Wappen Deutschlandkarte
Kißlegg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kißlegg hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 47° 47′ N, 9° 53′ OKoordinaten: 47° 47′ N, 9° 53′ O
Bundesland:Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Ravensburg
Höhe: 664 m ü. NHN
Fläche: 92,45 km²
Einwohner: 9579 (31. Dez. 2025)
Bevölkerungsdichte: 104 Einwohner je km²
Postleitzahl: 88353
Vorwahl: 07563
Kfz-Kennzeichen: RV, SLG, ÜB, WG
Gemeindeschlüssel: 08 4 36 052
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schloßstraße 5
88353 Kißlegg
Website: www.kisslegg.de
Bürgermeister: Dieter Krattenmacher
Lage der Gemeinde Kißlegg im Landkreis Ravensburg
KarteBayernBodenseekreisLandkreis BiberachLandkreis SigmaringenAchbergAichstettenAitrachAltshausenAmtzellArgenbühlAulendorfBad WaldseeBad WurzachBaienfurtBaindtBerg (Schussental)BergatreuteBodneggBomsBomsEbenweilerEbersbach-MusbachEichstegenEichstegenFleischwangenFronreuteGrünkrautGuggenhausenGuggenhausenGuggenhausenGuggenhausenHorgenzellHoßkirchIsny im AllgäuKißleggKönigseggwaldKönigseggwaldLeutkirch im AllgäuRavensburgRiedhausenSchlier (Gemeinde)UnterwaldhausenVogt (Gemeinde)Waldburg (Württemberg)Wangen im AllgäuWeingarten (Württemberg)Wilhelmsdorf (Württemberg)WolfeggWolpertswendeBodensee
Karte
Topografische Karte der Gemeinde Kißlegg
Luftbild des historischen Zentrums von Kißlegg (Oktober 2020)

Die Gemeinde Kißlegg ist ein Luftkurort im Landkreis Ravensburg im Südosten von Baden-Württemberg im Westallgäu.

Geographie

Nachbargemeinden

An Kißlegg grenzen folgende Gemeinden an: im Norden die Stadt Bad Wurzach, im Osten die Stadt Leutkirch, im Süden die Gemeinde Argenbühl und die Stadt Wangen im Allgäu sowie im Westen die Gemeinden Vogt und Wolfegg.

Durch das Gebiet der Gemeinde verläuft die Europäische Hauptwasserscheide.

Gemeindegliederung

Kißlegg besteht aus den sechs Ortsteilen Kißlegg, Sommersried, Emmelhofen, Wiggenreute, Waltershofen und Immenried.

Zur Gemeinde Kißlegg gehören ferner nahezu 170 weitere Dörfer, Weiler und Einzelhöfe: Ach, Aich, Argensee, Argenseehaus, Arrisried, Au, Ausnangbühl, Bachhäusle, Bachmühle, Baierhof, Bärenweiler, Bayums, Becken, Berghof / Wiggenreute, Berghof / Zaisenhofen, Bertlings, Bietenweiler, Biggels, Bilger, Boscher, Breite, Bremberg, Brenters, Bronner, Brunnen, Büchelsbrunn, Burg, Dettishofen, Dürren, Eberharz, Eggen, Feld, Finken, Fischreute, Freibolz, Frickers, Frohnmühle, Fuchshof, Furtmühle, Furtmühleberg, Galgenbühl, Gemeindehäusle, Goppertshofen, Gronholz, Grünbühl, Hafners, Hagwies, Hahnensteig, Halden, Hasenfeld, Haslach, Häusern, Hechlenbach, Herrot, Hilperthofen, Hinterhub, Hinterköhr, Hintermoos, Hofgut Dürren, Höhmühle, Holdersreute, Höllenbach, Holzmühle, Hub, Hunau, Hohlers, Kaibach, Kaspers, Kebach, Knittelsbach, Kochs, Kopfhalden, Kramerhof, Krughof, Krumbach, Langenacker, Langquanz, Lautersee, Lenzers, Liebenried, Linders, Löhle, Luzenhof, Mangler, Menzlings, Mooshof / Immenried, Mooshof / Wiggenreute, Mündelshof, Mundstückle, Neukochs, Neurötsee, Neuschneller, Niederholz, Oberhaid, Oberhorgen, Oberreute, Oberriedgarten, Oberrot, Obersammisweiler, Obertiefental, Oberwies, Peterhof, Pfaffenweiler, Rahmhaus, Rain, Reipertshofen, Rempertshofen, Reute (bei Kißlegg), Reute (bei Leupolz), Ried, Riehlings, Riehlingshöhe, Rötsee, Rudishof, Samhof, Schachen, Schäferhaus, Schattenhof, Scheiben, Schindbühl, Schneller, Schöllhorn, Schönenberg, Schornreute, Schorren, Schurtannen, Schwenden, Siggen (bei Leupolz), Sigrazhofen, Sommershalden, Spamannshof, Stadels, Städlers, Stähleshof, Staibshof, Steig, Steighof, Steinwieshof, Stolzensee, Straß, Straßburg, Töbele, Übendorf, Unterhaid, Unterhorgen, Unterriedgarten, Unterrot, Untersammisweiler, Untertiefental, Unterwies, Vorderhub, Vorderköhr, Vordermoos, Waffenried, Wallmusried, Weilers, Weingarten, Weitershofen, Wengen, Windhag, Winkel, Wolfgelts, Wucherer, Wuchermoos, Wuhrmühle und Zaisenhofen.

Schutzgebiete

Direkt westlich der Kißlegger Ortsmitte liegt das rund 26 Hektar große Naturschutzgebiet Zeller See. Es dient als Lebensraum und Rückzugsgebiet einer artenreichen und gefährdeten Tier- und Pflanzenwelt. Im Umland liegen weitere Naturschutzgebiete: das Arrisrieder Moos, das Gründlenried-Rötseemoos, die Moore und Weiher um Brunnen und das Sigrazhofer Ried.

Geschichte

Kißlegg

Rachilt reserviert für sich und ihre Mutter einen Wohnplatz in der „Cella Ratpoti“, 12. September 826 - 22. Januar 828, Urkunde Stiftsarchiv St. Gallen

Auf eine Besiedlung in der Römerzeit weist ein reicher Münzfund in Oberhorgen hin. Im 8. Jahrhundert gründete der Leutkircher Priester Ratpot am Ufer des Zellersees eine Zelle (Wohnung und Kirche), die erstmals 824 als Ratpotiscella urkundlich erwähnt wurde und sich bis Anfang des 9. Jahrhunderts zu einer Ortschaft entwickelte. Um 850 kam der Ort in den Besitz des Klosters St. Gallen, das zwischen Zellersee und Obersee einen Meierhof (auch Kellhof) errichtete, zu dem über 100 Bauerngüter der Umgebung gehörten.

Eine adlige Familie war bereits seit dem 9. Jahrhundert in der Umgebung ansässig und verwaltete neben eigenen Besitzungen auch als Meier (auch Keller genannt) die Güter des St. Galler Meierhofs. Ein Mitglied der Familie soll den Namen Kisololt, Kisilhar oder Kisalfrid getragen haben. Die Familie errichtete im 11. oder 12. Jahrhundert die Burg Kisilegge, nach der sie sich ab 1227 Herren von Kiselegge nannte. Der Name der Burg verdrängte mit der Zeit die ursprünglichen Namen Zell und Kißleggzell, so dass der Ort seit dem 15. Jahrhundert nur noch als Kißlegg bekannt ist.

Der letzte Erbe der Herren von Kißlegg verheiratete um 1300 seine Tochter an Marquard von Schellenberg aus der Familie der Schellenberg, die damit neue Besitzer Kißleggs wurden.

Neues Schloss der Grafen von Waldburg-Zeil-Wurzach

1381 wurde die Herrschaft innerhalb der Familie Schellenberg geteilt in einen schellenbergischen Teil, der 1708 durch Heirat an die Waldburger Linie Waldburg-Wolfegg und Waldsee kam, und einen paumgartischen Teil, der nach mehreren Besitzerwechseln 1625 zunächst an Friedrich von Waldburg-Scheer-Trauchburg und schließlich 1793 an das Haus Waldburg-Zeil-Wurzach ging.

Am 28. Februar 1394 verlieh König Wenzel in Prag beiden Herrschaften das Marktrecht und die niedere und hohe Gerichtsbarkeit. Während des Deutschen Bauernkriegs lag Kißlegg in einem der Zentren des Aufstandes. 1548 wurde Kißlegg mit Ausnahme des Schellenbergischen Schlosses völlig zerstört, 1704 zerstörte ein Feuer erneut fast den gesamten Marktflecken.

1806 kam Kißlegg zum Königreich Württemberg, wo es dem Oberamt Wangen zugeordnet wurde. 1820 entstanden die selbständigen Gemeinden Kißlegg, Sommersried, Samisweiler (um 1823 zu Sommersried), Emmelhofen und Wiggenreute. Am 15. September 1870 eröffneten die Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahnen den Streckenabschnitt Waldsee–Kißlegg der Bahnstrecke Herbertingen–Isny. Bei der Verwaltungsreform während der NS-Zeit in Württemberg gelangte Kißlegg 1938 zum Landkreis Wangen. Nach dem Zweiten Weltkrieg fiel der Ort 1945 in die Französische Besatzungszone und gehörte somit zum neu gegründeten Land Württemberg-Hohenzollern, welches 1952 im Land Baden-Württemberg aufging. Mit Auflösung des Landkreises Wangen kam die Gemeinde 1973 zum Landkreis Ravensburg.

Eingemeindungen

Ortschaften

Waltershofen

Waltershofen
Waltershofen

Waltershofen wird erstmals um 1200 in einem Güterrodel des Klosters Isny erwähnt, das hier einen Hof besaß. Bereits 1275 bestand im Ort eine Pfarrei, die nachweislich seit 1353 unter dem Patronat des Klosters Petershausen stand. Das Dorf Waltershofen samt dem Vogtrecht der Pfarrkirche sowie die Höfe und Weiher zu Sigrazhofen waren Lehen des Klosters St. Gallen, die 1431 von den Herren von Heimenhofen zu Hohentann an die Herren von Schellenberg zu Kißlegg veräußert wurden. Im gleichen Jahr verlieh König Sigismund den Herren von Schellenberg die Gerichtsbarkeit zu Waltershofen. Waltershofen bildete mit Sigrazhofen fortan eine eigene Herrschaft mit Nieder- und Hochgericht, war aber stets mit der Schellenbergischen Hälfte der Herrschaft Kißlegg verbunden. Die Herren und Freiherren von Schellenberg führten vom 16. bis zum 18. Jahrhundert Waltershofen in ihrem Titel. Nach dem Tod des letzten Freiherrn von Schellenberg 1708 ging Waltershofen an dessen Tochter und deren Gemahl, den Grafen von Waldburg-Wolfegg, über. 1798 folgten die Grafen von Waldburg-Wolfegg-Waldsee als Besitzer. Nach dem Frieden von Pressburg kamen die Herrschaft Waltershofen sowie die an der Straße Memmingen-Lindau gelegenen Kißlegger Ortsmarkungen Dettishofen, Wengen, Hilpertshofen und Dürren 1806 zunächst an das Königreich Bayern. Nach der Grenzbereinigung von 1810 nahm Württemberg diese Orte in Besitz, bildete daraus die Schultheißerei Waltershofen und gliederte diese dem Oberamt Leutkirch an. Durch die Kreisreformen kam Waltershofen 1938 zum Landkreis Wangen und 1973 zum Landkreis Ravensburg.

Immenried von Süden
Bauernhaus mit Schindeln und Klebdächern in Matzenweiler

Immenried

Der Ortsname Immenried bedeutet „Rodung des Immo“. Urkundlich erscheint der Ort erstmals im 14. Jahrhundert als „Ymmenrieth“ in einem Codex der Stiftsbibliothek St. Gallen. Immenried war stets Bestandteil der Herrschaft Kißlegg und teilt damit seine Geschichte. Schon früh bestand im Ort eine eigene, der hl. Ursula geweihte Kirche, die nach der Überlieferung ursprünglich Pfarrkirche gewesen sein soll. Sie wird jedoch zwischen 1360 und 1810 immer als Filialkirche von Kißlegg erwähnt; den örtlichen Gottesdienst übernahm der Frühmesskaplan von Kißlegg. 1810 wurde die Frühmesskaplanei nach Immenried verlegt und zur Pfarrstelle erhoben. 1806 kam Immenried zum Königreich Württemberg und wurde 1820 selbständige Gemeinde mit den Ortsmarkungen Eintürnenberg (bis 1842), Oberreute, Eberharz, Rahmhaus, Pfenders, Stadels und Holzmühle. Die Gemeinde Immenried gehörte zunächst zum Oberamt, dann zum Landkreis Wangen und kam mit der Gesamtgemeinde Kißlegg 1973 zum Landkreis Ravensburg.

Wohnplätze

Matzenweiler

Matzenweiler liegt nordwestlich von Kißlegg. Es gehörte bis 1934 zur Gemeinde Wiggenreute und bildete früher zusammen mit Hub eine Parzellargemeinde, die sich noch in gemeinsamem Besitztum fortsetzt. Die Parzellargemeinde besteht aus den 10 alten Anwesen in Matzenweiler und Hub.

Religionen

Pfarrkirche St. Gallus und Ulrich

Kißlegg ist wie die umliegende Region römisch-katholisch geprägt. 71 % der Einwohner von Kißlegg sind katholisch. Sie gehören zu den Pfarreien St. Gallus und Ulrich (Kißlegg), St. Petrus und Magnus (Waltershofen) und St. Ursula (Immenried) sowie zur Pfarrei St. Laurentius im zur Stadt Wangen im Allgäu gehörenden Leupolz in der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Evangelische Kirche Kißlegg

1885 wurde auch eine evangelische Kirche erbaut. Ursprünglich gehörten die evangelischen Christen der Gemeinde zur Kirchengemeinde Wangen, bevor 1983 eine eigenständige Kirchengemeinde Kißlegg gegründet wurde. Die Gemeinde gehört zum Kirchenbezirk Ravensburg der Evangelischen Landeskirche in Württemberg; ihr gehören 12 % der Einwohner Kißleggs an.

Politik

Kommunalwahl 2024
Wahlbeteiligung: 66,0 %
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46,6 %
n. k.
13,3 %
9,5 %
30,6 %
Grüne d
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2019
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  −6
+2,0 %p
−1,2 %p
+1,0 %p
−5,6 %p
+3,9 %p
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
d 
2019 als GOL/ELK

Gemeinderat

Der Kißlegger Gemeinderat besteht laut Gemeindesatzung aus 23 gewählten Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem.

Wahlen vom9. Juni 202426. Mai 2019
Wahlbeteiligung66,0 %64,3 %
Partei /
Liste
Stimmen Sitze Stimmen Sitze
Anteil+/−+/−Anteil
CDU46,6 %+ 2,011+ 244,6 %9
SPD13,3 %+ 1,03± 012,3 %3
GRÜNE*9,5 %− 5,62− 115,1 %3
FWK30,6 %+ 3,97+ 226,7 %5
FDP − − 1,2 − ± 0 1,2 % −

* 2019 als GOL/ELK, GOL = Grün-Offene Liste, ELK = Entwicklung Lebensraum Kißlegg

Rathaus Kißlegg

Bürgermeister

Bürgermeister ist seit dem 3. Januar 2005 Dieter Krattenmacher. Er wurde im Oktober 2012 mit 97,1 % und im Oktober 2020 mit 86,3 % der Stimmen wiedergewählt.

Wappen

Wappen der Gemeinde Kißlegg
Wappen der Gemeinde Kißlegg
Blasonierung: „In von Silber (Weiß) und Grün schräglinks geteiltem Schild ein aufgerichteter, feuerspeiender, im silbernen (weißen) Feld schwarzer, im grünen Feld silberner (weißer) Panther.“
Wappenbegründung: Im Jahre 1930 äußerte die Gemeinde den Wunsch nach einem eigenen Wappen, das am Rathausneubau und in den damals neu zu beschaffenden Dienstsiegeln abgebildet werden sollte. Dieses Bildkennzeichen sollte nach den Vorstellungen der Gemeinde den Panther als das Wappentier der ehemaligen Ortsadelsfamilie und die in Kißlegg damals schon verwendeten Farben Silber (Weiß) und Grün enthalten. Dementsprechend gestaltete die Archivdirektion Stuttgart das Wappen in Anlehnung an das Siegel des Bertoldus de Kyselegge von 1276. Der Gemeinderat nahm das Wappen am 31. Oktober 1930 an und legte gleichzeitig die Flaggenfarben endgültig fest.

Partnerschaften

Seit 1978 ist Kißlegg mit der französischen Stadt Le Pouliguen im Département Loire-Atlantique partnerschaftlich verbunden. Eine weitere Partnerschaft ist die Gemeinde mit Fontanellato in der italienischen Emilia-Romagna eingegangen.

Sehenswürdigkeiten

Das Alte Schloss
Kißlegger Hudelmale
Kißlegger Hudelmale (dominierende Figur der Kißlegger Fastnacht) beim Landschaftstreffen Oberschwaben-Allgäu der Vereinigung schwäbisch-alemannischer Narrenzünfte 2017 in Kißlegg.
Das Neue Schloss
Pfarrkirche St. Gallus und Ulrich
Kapelle Rahmhaus
Naturdenkmal Heiliger Stein bei Waltershofen

Regelmäßige Veranstaltungen

Ballonglühen 2009

Wirtschaft und Infrastruktur

Neben der Getränkebranche mit der Edelweißbrauerei Oskar Farny und der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG (Krumbacher und Kißlegger Sprudel) spielt die Landwirtschaft mit 240 Betrieben sowie der Fremdenverkehr eine wichtige Rolle. Aus diesem Grund bezeichnet sich Kißlegg selbst auch als „Kißlegg im Westallgäu“.

In Kißlegg-Immenried ansässig ist der Fe-Medienverlag, der unter anderem die katholischen Monatszeitschriften PUR magazin und VATICAN magazin sowie zahlreiche Buchpublikationen herausgibt.

Tourismus

Kißlegg liegt an der Oberschwäbischen Barockstraße und ist eingebettet in eine Seenlandschaft, die durch Rad- und Wanderwege erschlossen ist. Unter anderem führt die ca. 475 Kilometer lange Radrunde Allgäu durch Kißlegg. Im Arrisrieder Moos gibt es einen Hochmoorlehrpfad, der den schützenswerten Lebensraum Hochmoor näherbringen will. Am Obersee gibt es ein Freibad und Stellplätze für Campingmobile. Parkplätze am Obersee sind kostenpflichtig, am Feuerwehrhaus kostenlos. Die Brauerei Farny bietet ebenso wie die Mineralbrunnen AG im Werk Krumbach Führungen an.

Haus Walser

Verkehr

Bahnhof Kißlegg

Im Bahnhof Kißlegg zweigt die Bahnstrecke Kißlegg–Hergatz von der Bahnstrecke Herbertingen–Isny ab. Es bestehen außerdem einige Busverbindungen, so mit Bad Wurzach und Wangen im Allgäu. Der Nahverkehr im Kreisgebiet Ravensburg ist in den Bodensee-Oberschwaben Verkehrsverbund (bodo) integriert. Kißlegg hat einen Anschluss an die Bundesautobahn 96.

Durch eine Alltagsroute aus dem Radnetz Baden-Württemberg ist der Ortsteil Waltershofen über Gebrazhofen und Tautenhofen mit Leutkirch und in der anderen Richtung über Bahnhof Ratzenried und Oflings mit Wangen im Allgäu verbunden. Durch Kißlegg führt der Donau-Bodensee-Radweg. Er führt von Ulm zum Bodensee nach Kressbronn und verläuft dabei von Bad Waldsee über Bergatreute und Wolfegg nach Kißlegg und weiter nach Wangen.

Auf dem Gemeindegebiet liegt das Segelfluggelände Kißlegg.

Am 25. Juni 1973 ereignete sich beim Teilort Reipertshofen ein schwerer Bus-Unfall. Ein Schulbus war an einem blinklichtgesicherten Bahnübergang mit einer einzeln fahrenden Lokomotive zusammengestoßen, nachdem der Busfahrer das Blinklicht missachtet hatte. Sieben Personen kamen dabei ums Leben, 13 wurden verletzt.

Freizeit

In Kißlegg gibt es das Strandbad am Obersee, in der Sommerzeit hat es täglich geöffnet.

Jugend

Der Jugend in Kißlegg steht unter anderem das im August 1999 eröffnete Jugendhaus zur Verfügung, einem ehemaligen Lokschuppen. Neben einem Jugendcafé findet der Besucher dort auch das selbst verwaltete Jugendzentrum Spatz. Das Juze Spatz wird von der am 7. Dezember 1980 gegründeten Initiativgruppe Jugendzentrum e. V. betrieben.

Weiter steht nahe der Realschule Kißlegg auch eine kleine Skateanlage für BMX-Fahrer, Inline-Skater und Skateboarder zur Verfügung.

Die katholische Kirche bietet Jugendlichen die Teilnahme in der Landjugend und der Kolpingsfamilie an.

Bildung

Neben einer Realschule und einer Hauptschule mit Werkrealschule verfügt Kißlegg über drei Grundschulen. Eine Förderschule rundet das Bildungsangebot ab. Für die jüngsten Einwohner gibt es die Kinderkrippe „Kindernest“ (0–3 Jahre, kommunal) den fünfgruppigen Kindergarten St. Hedwig (kommunal), den eingruppigen Waldorf-Kindergarten (privat), das fünfgruppige „Kinderhaus Regenbogen“ (kirchlich) mit zwei KBZO-Krippengruppen (privat), den zweigruppigen Zellersee-Kindergarten (kommunal, wird 2021 zum Bauernhofkindergarten), den Naturkindergarten (kommunal), sowie den Kindergarten Waltershofen (kommunal) und den Kindergarten Immenried (kommunal).

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Personen in Verbindung mit Kißlegg

Literatur

Commons: Kißlegg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Kißlegg – Reiseführer

Einzelnachweise

  1. ↑ Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Tabellengruppe 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes zum 31. Dezember 2025 (Hilfe dazu).
  2. ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 536 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
  3. ↑ Wappenbeschreibung auf leo bw – Landeskunde entdecken online; abgerufen am 24. September 2023.
  4. ↑ Kißlegg. In: Bodensee Ferienzeitung. Ausgabe 2/2009. Südkurier GmbH Medienhaus, Konstanz 2009, S. 17.
  5. ↑ Scheitenberger, Philipp: Geschichte des Haus Walser. Abhandlung mit fünf Exkursen zu Familie, Gebäude, Nutzung, Inventar, Garten und Überlegungen zur musealen Umnutzung. In: Landratsamt Ravensburg (Hrsg.): Im Oberland. Ausgabe 2020, Nr. 1, 2020, S. 44–55.
  6. ↑ Anne-Christin Schöne: Nicht vergessen! Die Kapelle in Immenried-Oberreute (Landkreis Ravensburg). In: Denkmalpflege in Baden-Württemberg, 36. Jg. 2007, Heft 3, S. 188 f. (denkmalpflege-bw.de (Memento vom 14. Juli 2014 im Internet Archive; PDF))
  7. ↑ Geotope im Regierungsbezirk Tübingen – Steckbriefe – Landkreis Ravensburg. Herausgeber: Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg
  8. ↑ Radroutenplaner Baden-Württemberg. Abgerufen am 28. Dezember 2025.
  9. ↑ Lok gegen Schulbus: Unglück bei Kißlegg fordert sieben Tote. In: Schwäbische Zeitung (Ausgabe Ravensburg), 26. Juni 1973, S. 1.
  10. ↑ juze-spatz.de – Deine Location in Kißlegg. Abgerufen am 28. Dezember 2025.