Indolizidin

Strukturformel
Strukturformel von Indolizidin
Allgemeines
Name Indolizidin
Andere Namen

Octahydroindolizin

Summenformel C8H15N
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
  • 13618-93-4
  • 89772-92-9 (R-Form)
  • 18881-13-5 (S-Form)
EG-Nummer 237-103-7
ECHA-InfoCard 100.033.716
PubChem 26136
ChemSpider 24347
Wikidata Q33015
Eigenschaften
Molare Masse 125,2114 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

0,907 g·cm−3

Schmelzpunkt

75 °C

Löslichkeit

gut löslich in Ethanol und Diethylether

Brechungsindex

1,4748 (20 °C)

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C

Indolizidin ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der heterocyclischen Verbindungen, die den zentralen Kern der Indolizidin-Alkaloide wie Swainsonin und Castanospermin bildet. Sie ist das Perhydro-Derivat des Indolizin.

Synthese

Indolizidin kann ausgehend von Valerolactam und Gamma-Butyrolacton synthetisiert werden.

Synthese von Indolizidin ausgehend von Valerolactam und Gamma-Butyrolacton.

Dazu wird zunächst mit Natrium die Amidgruppe des Valerolactams deprotoniert, sodass der nucleophile Stickstoff im folgenden Schritt am Carbonylkohlenstoff des Lactons angreifen kann. Die als Zwischenprodukt erhaltene Carbonsäure wird mit einer Mischung von Calciumoxid und Natriumhydroxid erhitzt, wobei unter Cyclisierung eine Decarboxylierung und eine Wasserabspaltung eintritt. Im letzten Schritt wird die verbliebene Doppelbindung des erhaltenen Hexahydroindolizins mit Wasserstoff katalytisch an Pt hydriert.

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 David R. Lide: CRC Handbook of Chemistry and Physics A Ready-reference Book of Chemical and Physical Data. CRC Press, 1995, ISBN 978-0-8493-0595-5, S. 438 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. ↑ Dieser Stoff wurde in Bezug auf seine Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  3. ↑ J. P. Felix D'Mello: Handbook of Plant and Fungal Toxicants. CRC Press, 2020, ISBN 978-1-000-08339-2 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. ↑ Seiji Miyano, Shinichiro Fujii, Osamu Yamashita, Naoko Toraishi, Kunihiro Sumoto: Synthesis of Δ 1[9] ‐ and/or Δ 8[9] ‐dehydroindolizidines and related compounds. In: Journal of Heterocyclic Chemistry. Band 19, Nr. 6, November 1982, S. 1465–1468, doi:10.1002/jhet.5570190642.
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