Ingeborg Hedderich

Ingeborg Hedderich (2019)

Ingeborg Hedderich (* 1959 in Essen) ist eine deutsche Erziehungswissenschaftlerin und emeritierte Professorin an der Universität Zürich.

Werdegang

Ingeborg Hedderich studierte Erziehungswissenschaft und Sonderpädagogik an den Universitäten zu Köln und Frankfurt am Main. Anschließend war sie Wissenschaftliche Assistentin an der Universität zu Köln. Dort promovierte sie 1991 mit einer der ersten empirischen Studien im deutschsprachigen Raum zur schulischen Bildung von Kindern und Jugendlichen mit schwerster, komplexer Behinderung. 1996 bis 1997 folgte eine Gastprofessur an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. 1998 wurde sie Professorin für Didaktik und Methodik der Heil- und Sonderpädagogik an der Hochschule Magdeburg-Stendal. 2000 nahm sie eine Einladung zu einer Gastprofessur an der Universität Hamburg an. 2006 übernahm sie den Lehrstuhl für Körperbehindertenpädagogik an der Universität Leipzig. Von 2011 bis zu ihrer Emeritierung 2022 hatte sie den Lehrstuhl Sonderpädagogik mit den Schwerpunkten Gesellschaft, Partizipation und Behinderung an der Universität Zürich inne. Ihre Abschiedsvorlesung an der Universität Zürich trug den Titel: „Quo vadis Inklusion? Bedeutung und Herausforderung“ und war wissenschaftlich-kritische Analyse und Rückblick auf ihre lange akademische Vita zugleich. 2016 gründete sie die Prof. Dr. Ingeborg Hedderich-Stiftung, die sich der Förderung Sozialer Inklusion in Forschung und Gesellschaft verpflichtet hat.

Forschungsschwerpunkte

Im Zentrum ihres Forschungsinteresses steht die theoretische und empirische Analyse sozialer und gesellschaftlicher Prozesse der Teilhabe und Ausgrenzung im Kontext der „Kategorie Behinderung“. Aus der Perspektive des Leitbildes „Inklusion“ werden Lebenswelten über die gesamte Lebensspanne in den professionellen Blick genommen. Fachwissenschaftliche Beachtung finden darüber hinaus Profession und Institution im Spannungsfeld von Spezialisierung, Unterstützung und Aussonderung. Im Rahmen der Forschung erhalten Interdisziplinarität und Internationalität eine besondere Bedeutung. Um der Komplexität der Kategorie „Behinderung“ Rechnung zu tragen, werden Wissensbestände und Denkmodelle der Sozial- und Kulturwissenschaften in das primär Erziehungswissenschaftliche Selbstverständnis integriert. Ihre Forschungsschwerpunkte sind: Partizipative Forschung, Kindheitsforschung, Burnout und Gesundheit, Inklusive Pädagogik und Montessori-Pädagogik, zu denen sie zahlreiche drittmittelfinanzierte Forschungsprojekte in internationalen Kooperationen realisiert.

Schriften (Auswahl)

Commons: Ingeborg Hedderich – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. ↑ Uni Zürich: Ingeborg Hedderich. Abgerufen am 3. August 2022.
  2. ↑ Abschiedsvorlesung, auf ife.uzh.ch, abgerufen am 16. Januar 2024
  3. ↑ Prof. Dr. Ingeborg Hedderich Stiftung. Abgerufen am 3. August 2022.
Personendaten
NAME Hedderich, Ingeborg
KURZBESCHREIBUNG deutsche Erziehungswissenschaftlerin und Sonderpädagogin sowie Hochschullehrerin
GEBURTSDATUM 1959
GEBURTSORT Essen