Iris Brahms ist eine deutsche Kunsthistorikerin.
Brahms studierte Kunstgeschichte und neuere deutsche Literatur an der Freien Universität Berlin. Dort wurde sie 2013 mit einer Arbeit über die Tradition der Farbgrundzeichnung bis Albrecht Dürer promoviert. Anschließend war sie bis 2018 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kunsthistorischen Institut der Freien Universität Berlin tätig. Danach wirkte sie als Postdoctoral Fellow am Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München. 2019 war sie Stipendiatin des Getty Foundation’s Paper Project und im gleichen Jahr Gastkuratorin am Wallraf-Richartz-Museum in Köln. Stipendien in DFG-Projekten sowie u. a. von der Fritz Thyssen Stiftung und einem Kress Travel Grant for International Scholars ermöglichten Forschungsaufenthalte in Boston, Budapest, Chicago, Florenz, London, New York, Oxford, Paris und Washington D.C. 2022/2023 vertrat Brahms an der Universität Hamburg die Professur für Kunstgeschichte der Frühen Neuzeit. Brahms war bis 2024 assoziiertes Mitglied am Sonderforschungsbereich 980 "Episteme in Bewegung – Wissenstransfer von der Alten Welt bis in die Frühe Neuzeit", Freie Universität Berlin. Seit 2023 ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Sonderforschungsbereich 1391 „Andere Ästhetik“ an der Eberhard Karls Universität Tübingen tätig, wo sie von 2023/2024 gewähltes Vorstandsmitglied war und mit Ulrich Barton, Cristina Murer und Anna Pawlak den Querschnittsbereich „Objekt und Performanz“ leitet. Im Sommersemester 2025 hat sie eine Vertretungsprofessur für die Kunstgeschichte der Moderne und Gegenwart an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz inne.
Brahms‘ Forschungsschwerpunkte in der europäischen Kunst der Frühen Neuzeit sind Zeichnungs- und Kolorittheorien, Intermedialität und Performativität, künstlerische Selbstinszenierung in Schrift und Bild sowie interkulturelle Ökologien und Gender-Forschung. Ihr aktuelles Forschungsprojekt widmet sie der Pastellmalerei des 18. Jahrhunderts in medientheoretischer, soziokultureller, wissens- wie wissenschaftsgeschichtlicher Perspektivierung. Zentral sind für Brahms künstlerische Positionen, die von der je zeitgenössischen Kunsttheorie sowie vom kunsthistorischen Wissenschaftsdiskurs marginalisiert wurden und einer neuen methodischen Aufmerksamkeit bedürfen. Brahms‘ Forschungsansätze entsprechen einer soziokulturell erweiterten und interdisziplinär informierten Bildwissenschaft.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Brahms, Iris |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Kunsthistorikerin |
| GEBURTSDATUM | 20. Jahrhundert |