Aid (Würm)

Aid
Oberlauf: Sau oder Irm
Älterer Name: Dachtel
Die Aid in Aidlingen (2014)
Die Aid in Aidlingen (2014)
Daten
Gewässerkennzahl DE: 2384482
Lage Obere Gäue

Baden-Württemberg

Flusssystem Rhein
Abfluss über Würm → Nagold → Enz → Neckar → Rhein → Nordsee
Ursprung des Quellasts Sau/Irm etwa 2,5 km südwestlich der Mitte von Gechingen am Rand des Brenntenwaldes
48° 40′ 51″ N, 8° 47′ 55″ O
Quellhöhe ca. 530 m ü. NHN 
Quelle der Irm

ca. 438 m ü. NHN 
Zusammenfluss Irm/Aischbach

ca. 465 m ü. NHN 
„Aischursprung“ im Aischbachtal
Mündung in Aidlingen neben der Flussbrücke zur Würmhalde von links und Westen in die WürmKoordinaten: 48° 40′ 54″ N, 8° 54′ 27″ O
48° 40′ 54″ N, 8° 54′ 27″ O
Mündungshöhe 411,5 m ü. NHN
Höhenunterschied ca. 118,5 m
Sohlgefälle ca. 11 ‰
Länge 10,8 km mit OL Irm

3,5 km ab Zsfl. v. Irm u. Aischbach
Einzugsgebiet 46,911 km²
Abfluss
AEo: 46,76 km²
an der Mündung
MQ
Mq
328 l/s
7 l/(s km²)
Verlauf Aid
(Daten aus Wikidata und OSM)

Die Aid ist ein auf ihrem Namenslauf nur 3,5 km, mit ihrem längsten Oberlauf Irm zusammen fast 11 km langer Bach im westlichen baden-württembergischen Landkreis Böblingen, der in Aidlingen von links und Westen in die Würm mündet.

Name

Der Name der Aid leitet sich von dem der Ortschaft Aidlingen ab. Ein früherer Name des Flusses war Dachtel.

Geographie

Verlauf

Die Aid entsteht im Aidlinger Dorf Deufringen aus dem Zusammenfluss des bedeutend längeren linken Oberlaufs Sau oder Irm, der von Nordwesten zufließt, mit dem von Westen kommenden Aischbach. Von hier fließt sie nach Osten, nimmt in der kleinen Siedlungslücke zwischen Deufringen und Aidlingen den Gärtringer Talbach aus dem Süden auf und mündet, nachdem sie Aidlingen in östlicher Richtung fast ganz durchflossen hat, nach zuletzt noch kurzem Nordostlauf neben der Flussbrücke zum Wohngebiet an der gegenüberliegenden Würmhalde von links in die Würm.

Im Tal des kürzeren, einzugsgebietsärmeren und tiefer entspringenden Aischbachs gibt es einen auf Karten ausgewiesenen sogenannten Aidursprung westsüdwestlich des Aidlinger Dorfes Dachtel am Zulauf des gewässerlosen linken Schnepfentals, etwas unterhalb der feuchten Quellmulde, in der der Aischbach selbst entsteht. Sein zuvor eher unscheinbarer Lauf wird abwärts dieser Quelle auffälliger.

In Aidlingen gibt es an drei Stellen kurze Nebenläufe, das Wasser eines der Kanäle treibt immer noch bei der Oberen Mühle eine kleine Turbine zur Stromproduktion an.

Einzugsgebiet

Die Aid entwässert vor den im Westen fast angrenzenden Schwarzwald-Randplatten 47,8 km² des hier von ihrem Tal und den tieferen Einschnitten der größeren Zuflüsse gegliederten Heckengäus nach Osten zur Würm. Zu diesem Einzugsgebiet tragen der linke Quellbach Sau/Irm 18,2 km², der rechte Quellbach Aischbach 13,9 km² und der einzige und rechte Zufluss Gärtringer Talbach 11,4 km² bei.

Der höchste Punkt liegt an der westlichen Wasserscheide auf dem Gipfel der bewaldeten Nülle südöstlich des Calwer Stadtteils Stammheim auf 595,1 m ü. NHN. Etliche andere Erhebungen ragen ebenfalls über 550 m ü. NHN auf. Die Mündung liegt auf 411,5 m ü. NHN.

Das Einzugsgebiet der Aid liegt zwischen den beiden ungefähr nördlich laufenden Flüssen Nagold im Westen und Würm im Osten. Die höchste Wasserscheide im Westen läuft so nahe an der Nagold, dass bis auf den Stammheimer Schlittenbach auf der anderen Seite dem Schwarzwaldfluss kein auch nur annähernd der Aid nahkommender Nebenbach zumündet. Der ebenfalls merklich kleinere Altbach jenseits der nördlichen Wasserscheide strebt wie die Aid ostwärts zur abwärtigen Würm bei Grafenau-Dätzingen, wie der Krebsbach zur aufwärtigen in Ehningen, der letzte kommt an Größe etwa der Aid gleich.

Etwas weniger als die Hälfte des Einzugsgebiets ist bewaldet. Einige Trockentäler bzw. trockene Obertäler deuten auf Verkarstung des Muschelkalks im Untergrund hin.

Zuflüsse

Hierarchische Liste der Zuflüsse, jeweils vom Ursprung zur Mündung. Länge, Einzugsgebiet, Höhe nach dem Online-Kartenserver der Daten- und Kartendienst der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) (Hinweise). Andere Quellen sind vermerkt.

Zusammenfluss der Aid aus Sau oder Irm und Aischbach auf etwa 438 m ü. NHN bei Deufringen am Knick der Irmstraße (⊙).

Mündung der Aid auf 411,5 m ü. NHN neben der Flussbrücke zum Wohngebiet an der gegenüberliegenden Würmhalde von links und zuallerletzt Südwesten in die obere Würm (⊙).

Einzelnachweise

LUBW

Amtliche Online-Gewässerkarte mit passendem Ausschnitt und den hier benutzten Layern: Lauf und Einzugsgebiet der Aid
Allgemeiner Einstieg ohne Voreinstellungen und Layer: Daten- und Kartendienst der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) (Hinweise)

  1. 1 2 3 4 Höhe nach dem Höhenlinienbild auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte.
  2. 1 2 3 Höhe nach blauer Beschriftung auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte.
  3. 1 2 3 Länge nach dem Layer Gewässernetz (AWGN).
  4. ↑ Einzugsgebiet aufsummiert aus den Teileinzugsgebieten nach dem Layer Basiseinzugsgebiet (AWGN).
  5. ↑ Einzugsgebiet nach dem Layer Basiseinzugsgebiet (AWGN).

Andere Belege

  1. 1 2 Albrecht Greule: Deutsches Gewässernamenbuch. Walter de Gruyter, Berlin / Boston 2014, ISBN 978-3-11-057891-1, S. 85, „Dachtel“ (Auszug in der Google-Buchsuche).
  2. ↑ Friedrich Huttenlocher, Hansjörg Dongus: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 170 Stuttgart. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1949, überarbeitet 1967. → Online-Karte (PDF; 4,0 MB)
  3. ↑ Abfluss-BW - Daten und Karten
  4. ↑ Albrecht Greule: Deutsches Gewässernamenbuch. Walter de Gruyter, Berlin / Boston 2014, ISBN 978-3-11-057891-1, S. 28, „Aid“ (Auszug in der Google-Buchsuche).

Literatur

Commons: Aid – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien