| Ispra | ||
|---|---|---|
| Staat | Italien | |
| Region | Lombardei | |
| Provinz | Varese (VA) | |
| Koordinaten | 45° 49′ N, 8° 37′ O | |
| Höhe | 225 m s.l.m. | |
| Fläche | 15 km² | |
| Einwohner | 5.358 (31. Dez. 2025) | |
| Fraktionen | Alto Paese, Barza, Borghetto, Cascine, Case Nuove, Quassa | |
| Postleitzahl | 21027 | |
| Vorwahl | 0332 | |
| ISTAT-Nummer | 012084 | |
| Bezeichnung der Bewohner | ispresi, butris | |
| Schutzpatron | Martin von Tours (11. November) | |
| Website | Ispra | |
Ispra und Lago Maggiore | ||

Ispra ist eine italienische Gemeinde (comune) in der Provinz Varese in der Region Lombardei am südöstlichen Ufer des Lago Maggiore.
Die Gemeinde bedeckte eine Fläche von 15 km². Zu Ispra gehören die Fraktionen Alto Paese, Barza, Borghetto, Cascine, Case Nuove und Quassa. Die Nachbargemeinden sind Angera, Belgirate (VB), Brebbia, Cadrezzate, Lesa (NO), Ranco und Travedona-Monate.
In Ispra befinden sich Einrichtungen der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS) der Europäischen Kommission.
Das älteste Dokument, das den Namen des Dorfes erwähnt, ist eine Urkunde aus dem Jahr 826 nach Christus, die im Staatsarchiv von Mailand liegt. Seitdem haben viele Dokumente über das Leben in einem Ort von beträchtlicher Größe berichtet. Im 13. Jahrhundert existierten in der Gemeinde sieben Kirchen und Kapellen, und die Adligen von Ispra gehören zu denjenigen, die am meisten zum Bau der nahe gelegenen Einsiedelei Santa Caterina del Sasso bei Leggiuno beitrugen.
Im Jahr 1276 kämpften die Torriani und Anhänger des Erzbischofs Ottone Visconti um die Herrschaft im Staat Mailand. Ein Zeugnis der zivilen und militärischen Ereignisse jener Zeit sind die Ruinen der Burg San Cristoforo auf dem Gipfel des Monte del Prete.
1400 gelangte Ispra als Lehen an die Markgrafen Moriggia von Pallanza und später an die Familie Cadorna, danach ging das Lehen an die Familie Visconti Borromeo über, die ihrerseits von der Familie Litta Visconti Arese abgelöst wurde. 1636 wurde der Ort nach der Schlacht bei Tornavento von den französischen Truppen geplündert. Ispra lag lange Zeit an der Grenze, die das Herzogtum Mailand vom Königreich Sardinien trennte, und war während der Zeit der österreichischen Herrschaft Sitz eines Zollstation.
Ende des 19. Jahrhunderts bestanden zehn Unternehmen, die den örtlichen Kalkstein verarbeiteten, und es bildete sich eine Klasse von qualifizierten Arbeitern. Am Ufer des Sees gebaut, bedienten die Öfen die Schiffe, die durch den Sesto Calende und den Naviglio Grande nach Mailand fuhren. Im 20. Jahrhundert ging diese Industrie zurück; der letzte Ofen befand sich in Caldè und wurde 1960 geschlossen.
In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts begannen die Arbeiten zum Bau der Euratom, der heutigen Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS).
| Bevölkerungsentwicklung | |||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | 1751 | 1805 | 1809 | 1853 | 1861 | 1881 | 1901 | 1921 | 1951 | 1971 | 1991 | 2001 | 2021 |
| Einwohner | 412 | 634 | *1070 | 1102 | 1345 | 1758 | 2090 | 2179 | 2256 | 3883 | 4712 | 4686 | 5301 |