In der Ringtheorie, einem Zweig der Algebra, bezeichnet das Jacobson-Radikal eines Rings ein Ideal von , das Elemente von enthält, die man als „nahe an Null“ betrachten kann. Das Jacobson-Radikal ist nach Nathan Jacobson benannt, der es als erster untersucht hat.
Im Folgenden sei ein Ring mit Eins und ein R-Linksmodul.
Der Durchschnitt aller maximalen -Untermoduln von wird als (Jacobson-)Radikal (oder kurz ) bezeichnet.
Ist endlich erzeugt, so gilt: . Dabei heißt ein Element von überflüssig, wenn für jeden Untermodul gilt: Aus folgt bereits .
Im Folgenden sei ein Ring mit Eins.
Das Jacobson-Radikal des Ringes wird als das Jacobson-Radikal des -Linksmoduls definiert. Es wird als notiert und durch folgende gleichwertige Bedingungen charakterisiert: