Lindens Vater war Keramiker an der kurfürstlichen Porzellanmanufaktur in Poppelsdorf. Nach Studienaufenthalten in Karlsruhe und München ging Linden nach Köln, wo er im Atelier seines Lehrers Karl Menser arbeitete. Er gestaltete zusammen mit Menser den Figurenschmuck am Oberlandesgericht Köln (Reichenspergerplatz). Linden folgte seinem Lehrer nach Bonn (Menser war als Akademischer Zeichenlehrer an die Universität Bonn berufen worden). 1919 machte sich Linden in Poppelsdorf als Bildhauer selbständig. Er engagierte sich im Bonner Künstlerbund. Lindens Spezialität waren Mahnmale zum Gedenken an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs, sakrale Bildwerke und Porträtbüsten (z.B. Trude Hesterberg, Gert Fröbe, Gerhard Fieseler, Friedrich Schiller, Gerhart Hauptmann, Ludwig van Beethoven). Bonn beauftragte Linden kurz vor seinem Tod mit der Restaurierung des Brückenmännchens, einer im Zweiten Weltkrieg beschädigten Figur an der Beueler Rheinbrücke (Kennedybrücke). Linden liegt auf dem Poppelsdorfer Friedhof begraben. Wenn man Lindens Werk einer Stilrichtung zuordnen will, dann am ehesten einer zwischen Realismus und Expressionismus (etwa wie Barlach). Linden hing dem Figürlichen an, bis hin zum Kunsthandwerklichen. Er verstand sich nicht als Neuerer.
↑1912 von dem Maler Carl Nonn gegründet, 1933 durch die Nazis aufgelöst
↑1960 durch Vandalismus beschädigt und durch eine Kopie ersetzt
↑Gabriele Zabel-Zottmann: Skulpturen und Objekte im öffentlichen Raum der Bundeshauptstadt Bonn – Aufgestellt von 1970 bis 1991. Dissertation, Bonn 2012, Teil 2, S. 89.(online (PDF; 5,5MB))
↑laut einem Schreiben der Gemeinde an die Rheinische Beratungsstelle für Kriegerehrung vom 17. August 1931