Jeversen

Jeversen
Gemeinde Wietze
Koordinaten: 52° 40′ N, 9° 46′ OKoordinaten: 52° 39′ 38″ N, 9° 46′ 18″ O
Fläche: 14,57 km²
Einwohner: 713
Bevölkerungsdichte: 49 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1973
Postleitzahl: 29323
Vorwahl: 05146
Jeversen (Niedersachsen)
Jeversen (Niedersachsen)
Lage von Jeversen in Niedersachsen

Jeversen ist eine Ortschaft und eine Gemarkung der Gemeinde Wietze im Landkreis Celle in Niedersachsen. Bis 1973 bildete Jeversen eine eigenständige Gemeinde.

Geographie

Das Dorf Jeversen liegt etwa drei Kilometer westlich von Wietze und einen Kilometer südlich der Aller, die die nördliche Grenze der Gemarkung Jeversen bildet. Im dicht bewaldeten Süden der Gemarkung liegt das Naturschutzgebiet Blankes Flath bei Jeversen.

Geschichte

Jeversen gehörte vor den Napoleonischen Kriegen zum Amt Winsen an der Aller des Kurfürstentums Hannover. Von 1811 bis 1813 gehörte der Ort zum französischen Satellitenstaat Königreich Westphalen und dort zum Kanton Winsen im Departement der Aller. 1814 fiel Jeversen an Hannover zurück und gehörte dort zunächst wieder zum Amt bzw. zur Amtsvogtei Winsen an der Aller und ab 1859 zum Amt Celle. 1867 fiel die Gemeinde Jeversen mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und gehörte dort seit 1885 zum Landkreis Celle. Mit dem Beginn der großflächigen Erdölförderung im Raum Wietze in den 1900er Jahren kam es in Jeversen zu einem deutlichen Bevölkerungszuwachs.

Im Rahmen der Gebietsreform in Niedersachsen wurde Jeversen am 1. Januar 1973 Teil der Gemeinde Wietze.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
181293
1845143
1871134
1885164
1895157
1910298
1925288
1939256
1950489
1961361
1970391

Bau- und Bodendenkmale

Das Wohnhaus Bruchweg 6, der Schafstall Allerstraße 4 und die Scheune Schwarmstedter Straße 23 stehen unter Denkmalschutz. Zwei große Grabhügelfelder sind geschützte Bodendenkmale.

Öffentliche Einrichtungen

Die Ortsfeuerwehr Jeversen hat ihr Gerätehaus an der Straße Im Reihern.

Vereine

Der Schützenverein Jeversen von 1907 betreibt Schießsport und widmet sich der Pflege des Schützenbrauchtums.

Verkehr

Jeversen liegt an der Bundesstraße 214, die von Wietze nach Nienburg/Weser führt. Im Südosten der Gemarkung Jeversen liegt die Erich-Reinecke-Teststrecke der ZF Friedrichshafen sowie ein Teil der Reifenteststrecke Contidrom. In Jeversen gab es früher einen Bahnhof der mittlerweile stillgelegten und abgebauten Bahnstrecke Celle–Wahnebergen.

Einzelnachweise

  1. 1 2 Daten und Karte der Gemarkung Jeversen
  2. ↑ Christoph Barthold Scharf: Der Politische Staat des Churfürstentum Braunschweig-Lüneburg. Johann Georg Berenberg, Lauenburg 1777 (google.de).
  3. 1 2 Georg Hassel: Statistisches Repertorium über das Königreich Westphalen. Vieweg, Braunschweig 1813 (uni-muenster.de).
  4. ↑ Verordnung, die Bezirke der unteren Verwaltungsbehörden betr., vom 27. März 1859, Nr. 86
  5. ↑ Statistisches Bundesamt: Gebietsänderungen 1973
  6. ↑ Friedrich W. Harseim, C. Schlüter (Hrsg.): Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover. Schlüter, Hannover 1848, S. 112 (google.de).
  7. ↑ Volkszählung 1871
  8. ↑ Volkszählung 1885
  9. ↑ Volkszählung 1895
  10. ↑ Der Landkreis Celle im Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 27. April 2023.
  11. 1 2 Michael Rademacher: Celle. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
  12. 1 2 3 Regionales Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys (mit historischen Bevölkerungszahlen)
  13. ↑ Webseite der Ortsfeuerwehr Jeversen
  14. ↑ Webauftritt des Schützenvereins Jeversen
  15. ↑ traktuell.at: Erich-Reinecke-Teststrecke