Johann Baptist Bohack (tschechisch Jan Křtitel Bohák; * 3. Juni 1755 in Nechanitz/Böhmen; † 14. November 1805 in Wien) war ein österreichischer Orgelbauer.
Bohák erlernte den Orgelbau bei Adalbert Schreier in Kukus sowie bei Joseph Streussel (1732–1776) in Grulich. Dort wurde er kurz vor dem frühen Tod seines Meisters freigesprochen und fertigte 1777 bis 1778 in Raab für die Kapelle des Raaber Bischofs Ferenc Zichy eine kleine Orgel. Anschließend übersiedelte Bohack nach Wien.
1789 erlangte er das Bürgerrecht in Wien und meldete ein neues Gewerbe an. Er baute ab 1793 vor allem besaitete Tasteninstrumente. Er war der Cousin von Johann Baptist Wanhal, von dem er Unterricht erhielt. Seine Instrumente wurden auch von Ludwig van Beethoven empfohlen. Er baute auch ein Clavichord für Joseph Haydn.
1805 starb er während der Arbeiten an einer zweimanualigen Orgel für die Toleranzkirche in Komorn an Bauchverhärtung, Bohacks Witwe führte den Betrieb zunächst bis 1808 weiter, die Orgel in Komorn vollendete 1806 sein Geselle Georg Reinhard. Sein Betrieb wurde an Nikolaus Steinhauser übergeben.
Erhalten sind die Orgel in Komorn sowie jeweils die Gehäuse der 18-registrigen Orgel von Hohenruppersdorf/Niederösterreich und der Orgel der Rochuskirche (Wien).
| Jahr | Ort | Gebäude | Bild | Manuale | Register | Bemerkungen |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1799 | Wien | St. Rochus | II/P | 14 | Gehäuse erhalten, seit 1991 Orgel von Gebrüder Mayer | |
| 1804 | Hohenruppersdorf | Pfarrkirche Hohenruppersdorf | II/P | 18 | Gehäuse erhalten, seit 1964 Orgel von Walcker-Mayer |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bohack, Johann |
| ALTERNATIVNAMEN | Bohack, Johann Baptist (vollständiger Name); Bohák, Jan Křtitel |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Orgelbauer |
| GEBURTSDATUM | 3. Juni 1755 |
| GEBURTSORT | Nechanitz/Böhmen |
| STERBEDATUM | 14. November 1805 |
| STERBEORT | Wien |