Julia (lateinisch Iulia) ist ein weiblicher Vorname.
→ Hauptartikel: Julius
Julia ist die weibliche Variante des Namens Julius.
In der Antike wurde der Name Julia häufig vergeben. Auch in Röm 16,15 EU findet der Name in einer Grußliste Erwähnung. Mehrere Heilige und Märtyrer trugen diesen Namen. William Shakespeare verwendete ihn in seiner Komödie „Zwei Herren aus Verona“. Erst seit dem 18. Jahrhundert ist der Name im englischsprachigen Raum als Vorname verbreitet.
Vor 1970 wurde der Name in Deutschland nur sehr selten vergeben. Seit 1970 zählt er zu den beliebtesten Vornamen Deutschlands. Insbesondere in den 1980er Jahren erfreute er sich großer Beliebtheit und war der beliebteste Vorname dieses Jahrzehnts. Julia belegte bis Mitte der 1990er Jahre mehrfach den ersten Rang der Vornamenscharts. Der Name belegte durchschnittlich Rang 15 in den 1970er, Rang 1 in den 1980er, Rang 5 in den 1990er und Rang 9 in den 2000er Jahren. Im Jahr 2021 stand Julia auf Rang 59 der beliebtesten Mädchennamen in Deutschland.
In Österreich liegt der Name seit 1984 durchgehend in den Top-40. Zwischen 1988 und 2001 hatte er stets die Spitzenposition inne. Seitdem geht seine Beliebtheit leicht zurück. Von 1984 bis 2023 wurde er etwa 36.800 Mal vergeben. Der Name Julia kommt in der Schweiz seit 1930 jedes Jahr in der Namensgebung vor. Seit Anfang der 1980er Jahre liegt er stets in den Top-50. Zwischen 1994 und 2012 lag der Name fast durchgehend in den Top-10. Von 1930 bis 2023 wurde er circa 15.300 Mal gewählt.
Der Name befindet sich in Belgien seit der Jahrtausendwende in einem Aufwärtstrend. Im Jahr 2006 trat er in den Top-100 ein, seit 2016 befindet sich der Name stets in den Top-30. In Frankreich lag der Name von 1900 bis 1920 in den Top-100, danach ließ seine Popularität nach. Seit den 1970er Jahren wird er wieder vermehrt vergeben und zählt seit Ende der 1980er Jahre zu den Top-100. Zu den Top-30 gehört er seit 2012. Der Name wird in den Niederlanden seit 1930 jährlich vergeben. Seit Ende der 1990er Jahre liegt der Name durchgehend in den Top-10 der Hitlisten. Zeitweise belegte er die Spitzenposition. In Polen ist der Name seit der Jahrtausendwende in den Top-10. Viele Jahre lag er auf dem ersten Platz der Hitlisten.
In Spanien gehört der Name Julia seit 2015 durchgehend zu den Top-10 der Vornamenscharts. Die Schreibweise Júlia zählt seit einigen Jahren in Portugal zu den Top-50 der Hitlisten. Die Schreibweise Júlia befindet sich in Ungarn seit der Jahrtausendwende in den Top-100. In der Slowakei liegt die Schreibweise Júlia seit 2011 jedes Jahr in den Top-50. Im Jahr 2023 belegte er Rang 19. Der Name gehört in Schweden seit den 1990er Jahren zu den 50 beliebtesten Vornamen. In Dänemark und Norwegen wird er seit der Jahrtausendwende zwar jährlich vergeben, er ist aber nur mäßig populär. In Finnland lag der Name von 2004 bis 2008 in den Top-20, danach ließ seine Beliebtheit nach.
In England und Wales gehörte der Name von 2007 bis 2017 zu den 100 beliebtesten Mädchennamen. Der Name belegte in Irland seit 2005 jedes Jahr einen Platz in den Top-100. Der Name zählte in den USA von 1880 bis 1933 zu den Top-100. Danach ließ seine Beliebtheit leicht nach. Von 1996 bis 2009 war er besonders beliebt und lag in den Top-50.
Für männliche Varianten: siehe Julius
Im Martyrologium Romanum der katholischen Kirche aufgeführt:
Weitere katholische Gedenktage: