Kalefeld

Wappen Deutschlandkarte
Kalefeld
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kalefeld hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 51° 48′ N, 10° 2′ OKoordinaten: 51° 48′ N, 10° 2′ O
Bundesland:Niedersachsen
Landkreis: Northeim
Höhe: 125 m ü. NHN
Fläche: 84,2 km²
Einwohner: 5664 (31. Dez. 2025)
Bevölkerungsdichte: 67 Einwohner je km²
Postleitzahl: 37589
Vorwahl: 05553
Kfz-Kennzeichen: NOM, EIN, GAN
Gemeindeschlüssel: 03 1 55 006
Gemeindegliederung: 11 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kleiner Hagen 4
37589 Kalefeld
Website: www.kalefeld.de
Bürgermeister: Jens Meyer (SPD)
Lage der Gemeinde Kalefeld im Landkreis Northeim
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Karte

Kalefeld ist eine Gemeinde im Landkreis Northeim in Niedersachsen.

Geographie

Lage

Die Gemeinde Kalefeld liegt zwischen Harz und Solling nahe der Aue (Leine) im südlichen Niedersachsen.

Die Gesamtfläche der Gemeinde Kalefeld beträgt 84,10 km², davon werden 39 Prozent forstwirtschaftlich genutzt.

Gemeindegliederung

Sie besteht aus folgenden Ortsteilen:

Nachbargemeinden

Geschichte

In römischer Zeit fand in der Nähe eine Schlacht zwischen Römern und Germanen statt (siehe unten).

Erstmals erwähnt wurde Kalefeld 889 in einer Urkunde des Kaisers Arnulf von Kärnten.

Eine weitere Schlacht fand im Jahre 1545 im Vorfeld des Schmalkaldischen Krieges zwischen Truppen unter Moritz von Sachsen und Truppen unter Heinrich II. von Braunschweig-Wolfenbüttel statt.

Im Dreißigjährigen Krieg und im Siebenjährigen Krieg kam es zu Zerstörungen.

Ortsname

Alte Bezeichnungen des Ortes sind um 889 Halafeld, 1254 Caleuelde, 1256 Caluelde, 1283 Calevelde, 1297 Calvelde und 1297 Calvelde. Da mit dem Grundwort „-feld“ gebildete Ortsnamen oft einen Gewässernamen im Bestimmungswort enthalten, stellt sich die Frage, ob auch in Kalefeld ein solcher zu vermuten ist. Die Lage des Ortes an der Aue lässt die Annahme eines alten Teilabschnittsnamens dieses Flusses zu. In dem Fall dürfte die germanische Form dieses Flussnamens „Kal-a-“ lauten, wobei die Bedeutung dieses Begriffs nicht bekannt ist. Möglicherweise bedeutet „kala“ („kalt sein, frieren“), „calan“ („kühl“), „kul“ („kühle Brise“) oder „kal“ („kalter Wind“). Namengebend wäre in diesem Fall die Temperatur des Wassers.

Eingemeindungen

Die Gemeinde Kalefeld wurde am 1. März 1974 durch die Gemeindereform durch die Eingliederung der vormals selbstständigen Gemeinden Dögerode, Düderode, Eboldshausen, Echte, Oldenrode, Oldershausen, Sebexen, Westerhof, Wiershausen und Willershausen, die dem Alten Amt Westerhof angehörten, vergrößert. Das Alte Amt Westerhof war zeitweise dem Amt Osterode zugeordnet.

Politik

Gemeinderat

Gemeinderatswahl 2021
Wahlbeteiligung: 68,8 %
 %
50
40
30
20
10
0
42,44 %
22,39 %
10,69 %
24,48 %
FWG d
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
d 
Freie Wgem. Kalefelde
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/TITEL zu lang

Der Gemeinderat der Gemeinde Kalefeld besteht aus 18 Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für eine Gemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 6.001 und 7.000 Einwohnern. Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Neben den 18 in der Gemeinderatswahl gewählten Mitgliedern ist außerdem der Bürgermeister im Rat stimmberechtigt.

Bei den Kommunalwahlen 2006, 2011, 2016 und 2021 ergaben sich folgende Sitzverteilungen:

JahrSPDCDUFWGGrüneFDPGesamt
2006118––120 Sitze
20117641–18 Sitze
20167551–18 Sitze
20218442-18 Sitze

Bürgermeister

Bürgermeister ist Jens Meyer (SPD), 2021 mit 54,93 % für eine zweite Amtszeit gewählt.

Ratsvorsitzende seit 2016 Katrin Fröchtenicht (SPD).

Wappen

Das Wappen enthält die Oldershäuser Rose.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Liebfrauenkirche

Römisches Schlachtfeld

Hinterlassenschaften einer Schlacht zwischen Germanen und Römern im 3. Jahrhundert wurden 2008 in der Gemeinde Kalefeld entdeckt. Die Entdeckung überraschte die archäologische Fachwelt, da Kalefeld vergleichsweise weit entfernt von den damals römischen Gebieten jenseits des Limes liegt. Der Ort der damaligen militärischen Auseinandersetzung wird einer relativ späten Phase des römischen Reiches zugeordnet. Eine Auswahl der Gegenstände wird seit 2013 im Landesmuseum Braunschweig ausgestellt. Auf dem Originalschauplatz, einem Bodendenkmal bei Oldenrode, finden Führungen statt, die vom Tourismusbüro in Bad Gandersheim organisiert werden.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Die Gemeinde liegt an der B 445 und der B 248 und wird von der A 7 geteilt. Auf dem Gemeindegebiet befindet sich die Bundesautobahnabfahrt Nr. 68 Echte. Der Bahnhof Kalefeld lag an der Bahnstrecke Osterode–Kreiensen. Diese ist stillgelegt.

Bildung

Die Gemeinde Kalefeld unterhält die Grundschule Altes Amt in der Ortschaft Echte.

Ehemalige Schulen

Außerdem unterhält die Gemeinde Kalefeld eine Gemeindebücherei in der Ortschaft Westerhof.

Persönlichkeiten

Commons: Kalefeld – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. ↑ Tabelle EVAS 12411, Fortschreibung des Bevölkerungsstandes auf Basis des Zensus 2022, Stand 31. Dezember 2025 (Hilfe dazu).
  2. ↑ Jürgen Udolph (Recherche): Der „Ortsnamenforscher“. In: Internetseite NDR 1 Niedersachsen. Archiviert vom Original am 2. Dezember 2016; abgerufen am 10. März 2019.
  3. ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 216 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
  4. ↑ Gemeinderatswahl Gemeinde Kalefeld, Amtliches Endergebnis. In: kalefeld.de. Abgerufen am 11. Juli 2022.
  5. ↑ Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten (Memento vom 10. Juni 2020 im Internet Archive), abgerufen am 12. November 2014
  6. ↑ Gemeine Kalefeld, Wahlvorstand: Vorläufiges amtliches Endergebnis Gemeinderatswahl. In: www.Kalefeld.de. 13. September 2021, abgerufen am 20. September 2021 (deutsch).
  7. ↑ Conrad Wilhelm Hase, Werk-Katalog, Kalefeld/Calefeld
  8. ↑ Gerhard Reinhold: Otto-Glocken. Firmen- und Familiengeschichte der Glockengießerdynastie Otto. Selbstverlag, Essen 2019, ISBN 978-3-00-063109-2, S. 588, hier insbes.S. 555.
  9. ↑ Gerhard Reinhold: Kirchenglocken – christliches Weltkulturerbe, dargestellt am Beispiel der Glockengießer Otto, Hemelingen/Bremen. Nijmegen/NL 2019, S. 556, hier insbes. S. 509, urn:nbn:nl:ui:22-2066/204770 (Dissertation an der Radboud Universiteit Nijmegen).