| Kanalschleuse 32 | ||
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Schleusenkammer der Schleuse 32 | ||
| Lage | ||
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| Koordinaten | 49° 13′ 24″ N, 11° 27′ 13″ O | |
| Land: | Deutschland | |
| Ort: | Sengenthal | |
| Gewässer: | Ludwig-Donau-Main-Kanal | |
| Gewässerkilometer: | km 61.8 | |
| Daten | ||
| Zuständiges WSA: | Wasserwirtschaftsamt Nürnberg | |
| Betriebsbeginn: | 1846 | |
| Stilllegung: | 1950 | |
| Schleuse | ||
| Typ: | Kammerschleuse | |
| Wird gesteuert von: | Hand | |
| Nutzlänge: | 34 m | |
| Nutzbreite: | 4.7 m | |
| Höhe Oberwasser: | 419 m ü. NHN | |
| Durchschnittliche Fallhöhe: |
2.3 m | |
| Obertor: | Stemmtor | |
| Untertor: | Stemmtor | |
| Kammer füllen; leeren: | 10–15 min. | |
| Sonstiges | ||
Die Schleuse 32 ist eine historische Kammerschleuse und ein Ortsteil der Gemeinde Sengenthal im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern.
Die Schleuse liegt am Kanalkilometer 61,8 (Bezug, Donaumündung in Kelheim) des historischen Ludwig-Donau-Main-Kanals. Das ehemalige Schleusenwärterhaus ist unbewohnt und befindet sich ca. 80 m westlich der Bundesstraße B299 rund 100 m nördlich des Tors 3 des Firmengeländes Max Bögl.
Die Schleusenkammer besteht aus Naturstein und hat am Ober- und Unterhaupt hölzerne Stemmtore mit schmalen Stegen für die Wartung. Am Unterhaupt befindet sich ein Holzsteg. Zugehörig zur Schleuse ist ein Schleusenwärterhaus.
Die Schleuse 32 ist wie alle der 100 Schleusen des Ludwigskanals in den typischen Standardmaßen ausgeführt. Sie besteht aus Burgsandstein, ist 34,15 Meter lang, 4,67 Meter breit und hat eine Fallhöhe von 2,30 bis 3,20 Meter. Eine vollständige Kammerfüllung benötigt bis zu 500 Kubikmeter Wasser. Aus Spargründen konnte man einige Schleusen des Kanals mit einem Zwischentor auf 26,2 Meter verkürzen. Diese Länge reichte dann für die 24 Meter langen, normalen Treidelkähne aus. Nur für Langholztransporte wurde die ganze Länge der Schleusenkammer benötigt. Eine vollständige Schleusung dauerte 10 bis 15 Minuten. Die Schleuse ist mit zwei doppelflügeligen hölzernen Stemmtoren versehen. Zugehörig zur Schleuse ist ein Schleusenwärterhaus.
Zusammen mit der Schleuse 33 bei Burgthann begrenzt sie die 24 Kilometer lange Scheitelhaltung des Ludwigkanals, die die Europäische Hauptwasserscheide überwindet. Sie bildet auch den Anfang einer bis nach Kelheim vorhandenen Schleusenkette an der Südflanke der Kanalführung.
Die Schleusenkammer wurde vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege als Baudenkmal ausgewiesen. Sie ist auch Bestandteil des Bodendenkmals „Erdbauten des Ludwig-Donau-Main-Kanals“.
Am Unterhaupt befindet sich rechtsseitig eine Steintreppe. Am Oberhaupt befindet sich rechtsseitig eine weitere, kleinere Steintreppe. Die oberen Stufen dieser Treppe ragen aus dem Wasser und sind heute noch gut sichtbar. Beide Treppen dienten früher dem Personal und den Schiffern zum ein- und abspannen der Treidelpferde bei einer Schleusung.
Zugehörig zu dieser Schleuse war ein Schleusenwärterhaus. Ein Schleusenwärter hatte früher in der Regel mehrere Schleusen zu betreuen. Da die etwa 1,2 km südlich gelegene Schleuse 31 ursprünglich ebenfalls ein eigenes Schleusenwärterhaus besitzt, ist anzunehmen, dass der hiesige Schleusenwärter auch als Kanalwärter tätig war.
(Quelle: )
Erbaut wurde die Schleuse zusammen mit dem zugehörigen Schleusenwärterhaus im Zeitraum von 1836 bis 1845. Die Schleuse bzw. das Schleusenwärterhaus war zunächst ein Ortsteil der Gemeinde Forst und wurde im Zuge der Gemeindegebietsreform am 1. Januar 1972 der Gemeinde Sengenthal angegliedert.
Nach der Stilllegung des Kanals in den 1950ern ist das ehemalige Schleusenwärterhaus seit Mitte der 1960er Jahre nicht mehr bewohnt.