Karl Rassiga (* 5. Januar 1869 in Neustadt an der Haardt; † 20. Februar 1925 in Maikammer) war ein deutscher Winzer und Mitglied des Bayerischen Landtags.
Karl Rassiga war der Sohn eines Winzers, besuchte die Lateinschule Edenkoben und immatrikulierte sich 1887 im Fach Chemie an der Universität Straßburg. Nach dem Studium übernahm er die Bewirtschaftung des väterlichen Weinguts in Maikammer, auf dem um 1600 ein repräsentatives Renaissance-Haus errichtet worden war. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erweiterte Rassiga das Anwesen. 1984 erwarb die Gemeinde Maikammer das Haus, in dem sich das Bürgerhaus sowie eine „Weinkammer“ befinden, in der 21 Winzer der Region ihre Weine anbieten.

Er engagierte sich in der Politik und trat der Bayerischen Mittelpartei bei, die 1918 in Nürnberg gegründet worden war und sich im März 1920 der Deutschnationalen Volkspartei anschloss. Er wurde Mitglied des Gemeinderates Maikammer sowie des Bayerischen Landwirtsrates. Am 9. November 1922 erhielt er für den ausgeschiedenen Abgeordneten Johann Georg Helck ein Mandat für den Bayerischen Landtag. Karl Rassiga starb am 20. Februar 1925, sein Nachfolger im Amt wurde Karl Munzinger.
Rassiga gehörte der Sektion Neustadt/Weinstraße des Deutschen Alpenvereins an.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Rassiga, Karl |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Winzer und Politiker (DNVP) |
| GEBURTSDATUM | 5. Januar 1869 |
| GEBURTSORT | Neustadt an der Weinstraße |
| STERBEDATUM | 20. Februar 1925 |
| STERBEORT | Maikammer |