Karl Sinn

Karl Friedrich Sinn (* 10. August 1890 in Huzenbach; † 6. Juni 1961 in Schorndorf) war ein deutscher Verwaltungsbeamter.

Leben

Der protestantische Lehrersohn studierte Rechtswissenschaften an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Seit dem Wintersemester 1908/09 war er Mitglied der einflussreichen Studentenverbindung Lichtenstein Tübingen. Er trat 1921 in die württembergische Innenverwaltung ein. Er war ab 1926 Polizeidirektor in Reutlingen und trat 1933/34 der NSDAP bei. Der Polizeidirektor wurde im Februar 1934, mit ausdrücklicher Zustimmung des Reichsstatthalters Wilhelm Murr, aufgrund von politischen Querelen in Reutlingen zum Oberamtmann des Oberamts Balingen berufen. 1938 bis 1939 war er Landrat in Balingen. 1939 bis 1945 war er Landrat in Waiblingen, 1942 bis 1943 war er auch Amtsverweser im Landratsamt Backnang. Nach dem Krieg war er bis 1955 Ministerialdirektor im baden-württembergischen Landwirtschaftsministerium.

Einzelnachweise

  1. ↑ Lichtenstein e. V. (Hrsg.): Der Tübinger Lichtenstein 1873–1933. 1933, S. 75.
  2. ↑ Helmut Herbst, Hans Schultheiss: Volksgemeinschaft in Waiblingen 1933-1945. Stadt Waiblingen, 2001, ISBN 978-3-00-007601-5 (google.com [abgerufen am 9. März 2022]).
  3. ↑ Michael Ruck: Korpsgeist und Staatsbewußtsein: Beamte im deutschen Südwesten 1928–1972. Walter de Gruyter GmbH & Co KG, 2014, ISBN 978-3-486-82996-9 (google.de [abgerufen am 9. März 2022]).

Literatur

Personendaten
NAME Sinn, Karl
ALTERNATIVNAMEN Sinn, Karl Friedrich (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG deutscher Verwaltungsbeamter
GEBURTSDATUM 10. August 1890
GEBURTSORT Huzenbach
STERBEDATUM 6. Juni 1961
STERBEORT Schorndorf