Karl Theodor Reck (* 19. März 1815 in Neuwied; † 31. Juli 1873 in Feldkirchen) war ein deutscher Pfarrer und Dichter des von Georg Schmitt in Musik gesetzten Moselliedes.
Karl Reck war das älteste von vier Kindern von Johann Stephan Reck, (* 3. Juli 1779 in Suhl; † 12. Mai 1854 in Wiesbaden) und Marie Christine, geb. Bendinger (* 6. Mai 1783; 20. April 1865 in Neuwied). Johann Stephan Reck, war von 1805 bis 1807 Lehrer an dem Erziehungsinstitute des Pastors Karl Adolph Gottlob Schellenberg (1764–1835) in Neuwied, war 1813 an dessen Stelle als Prediger berufen und wirkte von 1813 bis 1853 an der Neuwieder lutherischen Kirche.
Karl Theodor Reck widmete sich wie sein Vater dem Studium der Theologie. Als Kandidat trat er im Januar 1836 als Lehrer an der Städtischen höheren Bürgerschule ein. Von 1849 bis 1851 gehörte er dem Abgeordnetenhaus als Volksvertreter an. 1852 erhielt er vom Minister den Titel Oberlehrer.
Erwähnenswert ist ein Brief von Lt.-Colonel Wilhelm (William) Thorn (1780–1843) aus London an Pfarrer Reck im Jahre 1825. Thorn, gebürtiger Neuwieder, folgte einem englischen Offizier nach England. Später kämpfte er in der englischen Armee in Ostindien und war als militärischer Schriftsteller sehr geschätzt. Aus seinem Briefstil geht hervor, dass er ein „vollendeter Weltmann“ war.
Reck war mit den Prinzen Maximilian zu Wied-Neuwied (1782–1867) und Carl zu Wied-Neuwied (1785–1864) besonders gut befreundet. Der Überlieferung nach soll das Bild seines Vaters vom Prinzen Carl zu Wied-Neuwied gemalt worden sein.
Karl Theodor Reck erlangte eine besondere Berühmtheit durch sein Mosellied. Das Casino in Trarbach suchte 1845 mittels einer öffentliche Ausschreibung ein „Mosellied“. Als Preis wurde ein Fuder besten Moselweins für das beste Mosellied gestiftet. Unter den zahlreichen Einsendungen befand sich auch ein Gedicht von Karl Theodor Reck.
Recks Lied beginnt damit, dass der Dichter unter allen deutschen Strömen die Mosel für den ihm am liebsten erklärte. Dann preist er die zahlreichen Dörfer, Städte und Burgen, die an der Mosel liegen. Ein weiterer Lobpreis geht an die Frauen, Mägdlein, Männer und Knaben guter Art am Moselstrom. Und es werden die Reben auf sonniger Bergseite besungen, weithin die Blume des Weins, die den Trinker erquickt. Sodann wünscht der Sänger den Segen Gottes auf die rebenumsponnenen Moselberge sowie auf das Land und die Leute herab.

Aus den 171 Einsendungen wurde das Lied Des Deutschen Rheines Braut von Julius Otto jun. (Text) aus Dresden gewählt, die Melodie stammte von seinem Vater. Die 1.350 Flaschen gingen nach Sachsen. Das Lied fand keinen Anklang bei den Menschen an der Mosel und wurde nicht wirklich populär. Nach einem Jahr trat die Jury noch einmal zusammen und schaute nach dem 2. Preisträger: Die Melodie schrieb der Trierer Domorganist Georg Schmidt, gebürtig aus Moselkern. Das Lied Im weiten deutschen Lande wurde vom Männergesangverein „Liederkranz“ in Trier einstudiert und verbreitete sich schnell an der Mosel.
Reck dichtete das achtstrophige Mosellied 1840 im Pfarrhaus seines Vaters, dem heutigen Moselhaus. Zur Erinnerung wurde 1899 eine schwarze Tafel an dem jetzt „Moselhaus“ genannten Gebäude in der Neuwieder Pfarrstraße angebracht.
Im Herbst 1854 trat Theodor Reck aus dem Schuldienst aus, um die Pfarrstelle an der Gemeinde Feldkirchen bei Neuwied zu übernehmen, die er bis zu seinem Tode am 31. Juli 1837 verwaltete. Dort wird er auch mit dem Wildmeister Reinhard aus Wollendorf Freundschaft geschlossen haben, dem er eine Anzahl Erinnerungsstücke vermachte. Darunter befand sich auch das von dem Neuwieder Kreismuseum erworbene Bildnis.
Reck heiratete am 21. November 1854 in Neuwied Dorothea Henrietta Schneider. Die Ehe blieb kinderlos.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Reck, Karl Theodor |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Pfarrer und Dichter, Verfasser des „Moselliedes“ |
| GEBURTSDATUM | 19. März 1815 |
| GEBURTSORT | Neuwied |
| STERBEDATUM | 31. Juli 1873 |
| STERBEORT | Feldkirchen (Neuwied) |