Recaro Holding

MP Beteiligungs-GmbH
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Rechtsform GmbH
Gründung 1906
Sitz Stuttgart, Deutschland
Leitung
  • Martin Putsch
  • Anke Görgel
  • Florian Schabel
Mitarbeiterzahl 3.400 (2025)
Umsatz 723 Mio. Euro (2025)
Branche Holdinggesellschaft
Website recaro.com
Stand: 31. Dezember 2025
Hauptsitz in Stuttgart

Die Recaro Holding GmbH ist die Zwischenholding der Recaro-Group. Hier sind die operativen Gesellschaften Recaro Aircraft Seating (Flugzeugsitze) mit Sitz in Schwäbisch Hall, Recaro Gaming (Gamingstühle) mit Sitz in Stuttgart und seit 2022 die Recaro Rail (Bahnsitze und Stoßdämpfer) mit Sitz in Grodzisk Wielkopolski zusammengefasst. Die Recaro Holding ist auch Inhaber der Marke Recaro.

Konzernobergesellschaft ist die MP Beteiligungs-GmbH, in der die Recaro Holding GmbH und weitere Aktivitäten, insbesondere im Immobilienbereich, zusammengefasst sind.

Die Bereiche Recaro Automotive Seating und Recaro Kids sind eigenständige Unternehmen und verwenden die Marke Recaro als Lizenznehmer der Recaro Holding.

Geschichte

Gründung bis 1930

1931–1950

1951–1980

Recaro-Sportsitz, 1969

1981–2000

2000 bis heute

Recaro Group

Die Recaro Group umfasst die Sparten Recaro Aircraft Seating, Recaro Gaming sowie die Recaro Holding selbst.

Recaro Holding

Die Recaro Holding tritt als Dachgesellschaft der Recaro Group auf und umfasst die Bereiche Strategie, Finanzen, Personal und Recht sowie Design, Marke, Kommunikation und Innovationsmanagement. Der Firmensitz der Recaro Holding befindet sich seit Mai 2013 in Stuttgart.

Recaro Aircraft Seating

Kurz-/Mittelstrecken-Economy Class-Sitze von Recaro, 2018

Recaro Aircraft Seating ist ein Entwickler und Hersteller für Flugzeugsitze.

Die Flugzeugsitzproduktion beginnt 1971 in Lizenz unter dem Namen Recaro Aircomfort zunächst in Stuttgart. Ab 1983 erfolgt dann die Gesamtfertigung in Schwäbisch Hall. Die Recaro Aircraft Seating GmbH & Co. KG hat neben dem Stammsitz in Schwäbisch Hall auch Produktionswerke in Polen, Südafrika, den USA und China.

2004 übernahm Recaro Aircraft Seating die Mehrheit an AAT Composites in Südafrika ‒ ein Unternehmen, das aus Faserverbundwerkstoffen Produkte für die Luftfahrtindustrie herstellt.

Recaro Gaming

Anfang 2018 gründete Recaro die Recaro eGaming GmbH & Co. KG mit Sitz in Stuttgart. Recaro positioniert sich mit der Unternehmensneugründung als Ausrüster für Premium-Gamingsitze im stark wachsenden eSport- und Gamingmarkt. Das Unternehmen präsentiert den ersten Gaming-Seat-Protoypen auf der Gamescom 2018 in Köln. 2020 firmierte das Unternehmen um in Recaro Gaming GmbH & Co KG.

Recaro als Lizenzgeber

Recaro Automotive

Der Bereich Recaro Automotive als Hersteller von Autositzen wurde im Jahr 2011 an den US-amerikanischen Automobilzulieferer Johnson Controls verkauft. Von 2016 bis 2020 gehörte Recaro Automotive Seating nach dessen Abspaltung von Johnson Controls zum Automobilzulieferer Adient. Im Januar 2020 verkaufte Adient die Sparte an Raven Acquisition LLC. Die Recaro Group tritt aber nach wie vor als Lizenzgeber auf. Auf der Essen Motor Show 2021 stellte Recaro Automotive eine neue Produktsparte mit Bürostühlen im klassischen Recaro-Design vor. Die Entwicklung und Präsentation wurde von den Automobil-Influencern Philipp Kaess und Jean Pierre Kraemer begleitet. Im Juli 2024 hat die Recaro Automotive GmbH (Kirchheim unter Teck) Insolvenz angemeldet. Das Amtsgericht Esslingen ordnete vorläufige Eigenverwaltung an und ernannte den Stuttgarter Rechtsanwalt Holger Blümle zum vorläufigen Sachwalter. Er sollte die wirtschaftliche Lage der Recaro Automotive GmbH prüfen und die Geschäftsführung überwachen. Die Herstellung von Autositzen wurde zum Ende des Jahres 2024 eingestellt.

Das Insolvenzverfahren betraf ausschließlich die Recaro Automotive GmbH (Deutschland) und keine anderen Automobil- oder Nutzfahrzeugeinheiten wie Recaro Automotive North America, Recaro Automotive Japan und Joint Ventures in China. Im Dezember 2024 übernahm die italienische Proma Group diesen Teil. Die Produktion soll nun in Italien erfolgen.

Recaro Kids

Die Recaro Child Safety GmbH & Co. KG mit Hauptsitz in Marktleugast, die im Jahr 2004 mit dem Traditionsunternehmen Storchenmühle fusionierte, beendete zum 31. Juli 2018 ihren Geschäftsbetrieb. Ende Oktober 2018 unterzeichneten die Recaro Holding und Artsana Group einen globalen Lizenzvertrag. Die Vereinbarung umfasst die Entwicklung, die Produktion und den Vertrieb von Premium-Kindersitzen und -Kinderwagen unter dem Markennamen Recaro Kids.

Literatur

Film

Commons: Recaro – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 RECARO GROUP GIBT UMSATZ FÜR 2025 UND AUSBLICK FÜR 2026 BEKANNT. RECARO Group, 19. März 2026, abgerufen am 4. April 2026.
  2. ↑ Uta und Helmut Jung: Stuttgarter Karosseriewerk Reutter gegr. 1906. Von der Reform-Karosserie zum Porsche 356. Delius Klasing, Bielefeld 2006, ISBN 978-3-7688-1829-2, S. 130.
  3. ↑ Uta und Helmut Jung: Stuttgarter Karosseriewerk Reutter gegr. 1906. Von der Reform-Karosserie zum Porsche 356. Delius Klasing, Bielefeld 2006, ISBN 978-3-7688-1829-2, S. 131.
  4. ↑ Porsche / Reutter. In: Forschungsgruppe Untertage e. V. 10. April 2021, abgerufen am 27. März 2025 (deutsch).
  5. ↑ Pressemitteilung: Johnson Controls Receives Approval From Anti-Trust Authorities to Acquire Keiper and Recaro Automotive. (Memento vom 3. März 2014 im Internet Archive). In: Johnson Controls, 20. Juni 2011, (englisch).
  6. ↑ Neuausrichtung und Neupositionierung in Stuttgart. Recaro, 29. April 2013, archiviert vom Original am 11. September 2016; abgerufen am 24. Juli 2013 (Pressemitteilung).
  7. 1 2 RECARO Automotive Seating. In: RECARO Automotive Seating. Ehemals im Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 17. Februar 2019. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)
  8. 1 2 Recaro Child Safety stellt Geschäftsbetrieb Ende Juli 2018 ein – RECARO Child Safety. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 4. Juli 2018; abgerufen am 4. Juli 2018.
  9. 1 2 Recaro und Artsana schließen Lizenzvereinbarung über Premium-Kindersitze und -Kinderwagen. In: recaro.de. Abgerufen am 17. Februar 2019.
  10. ↑ Recaro eGaming: Neuer Gaming-Chair-Hersteller zeigt Prototypen auf der Gamescom 2018. 23. August 2018, abgerufen am 20. August 2019.
  11. ↑ Recaro: Ein Gaming-Sitz für höchste Ansprüche – RECARO Exo. In: PC Games Hardware. 9. August 2019, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 29. September 2023; abgerufen am 20. August 2019.
  12. ↑ Klaus-Dieter Flörecke: US-Finanzinvestor kauft Recaro Automotive Seating. In: automobilwoche.de. 31. Januar 2020, abgerufen am 31. Mai 2025.
  13. ↑ Recaro ist insolvent. In: automobil-industrie.vogel.de. 29. Juli 2024, abgerufen am 31. Mai 2025.
  14. ↑ dpa-AFX: Autozulieferer Recaro kurz vor der Schließung. In: FAZ.net. 2. Oktober 2024, abgerufen am 31. Mai 2025.
  15. ↑ Autositzhersteller Recaro an Investor verkauft. Süddeutsche Zeitung, 5. Dezember 2024.
  16. 1 2 Theresa Breitsching: Bitterer Neustart für Deutschland: Produktion von Recaro wandert nach Übernahme ins Ausland ab. In: fr.de. 5. Dezember 2024, abgerufen am 31. Mai 2025.
  17. ↑ Michael Heller: Recaro kehrt in die Heimat Stuttgart zurück. In: Stuttgarter Zeitung. 29. April 2013, abgerufen am 19. November 2014.
  18. ↑ Pressemitteilung: AAT Composits. In: LinkedIn. Abgerufen am 19. November 2014.
  19. ↑ Recaro Group gründet neue Sparte: Recaro eGaming. In: Recaro. Abgerufen am 17. Februar 2019.
  20. ↑ Recaro eGaming: Neuer Gaming-Chair-Hersteller zeigt Prototypen auf der Gamescom 2018. 23. August 2018, abgerufen am 20. Februar 2019.
  21. ↑ RECARO Gaming GmbH & Co. KG, Stuttgart. North Data, abgerufen am 17. Juni 2025.
  22. ↑ Adient verkauft Recaro – Auto-Medienportal.Net. Abgerufen am 20. Juli 2020.
  23. ↑ RECARO - Pressemitteilungen. Recaro Automotive, 26. November 2021, abgerufen am 6. Oktober 2025.
  24. ↑ Recaro meldet Insolvenz an. FAZ, 29. Juli 2024.
  25. ↑ Recaro stellt Produktion endgültig ein: Der baden-württembergische Autositzhersteller kämpft mit Verlusten, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 4. Oktober 2024.
  26. ↑ Inhaltsangabe Film
  27. ↑ Online-Video (Memento des Originals vom 16. September 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. verfügbar bis 26. Juli 2017.