| Klein Stein | ||
|---|---|---|
| ? | ||
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Woiwodschaft: | Opole | |
| Powiat: | Krapkowice | |
| Gmina: | Gogolin | |
| Geographische Lage: | 50° 32′ N, 18° 4′ O | |
| Höhe: | 190 m n.p.m. | |
| Einwohner: | 575 (2021) | |
| Postleitzahl: | 47-325 | |
| Telefonvorwahl: | (+48) 77 | |
| Kfz-Kennzeichen: | OKR | |
| Wirtschaft und Verkehr | ||
| Nächster int. Flughafen: | Breslau | |
| Katowice | ||
Klein Stein, polnisch Kamionek, ist ein Ort in der Stadt- und Landgemeinde Gogolin im Powiat Krapkowicki der Woiwodschaft Opole in Polen.
Das Angerdorf Klein Stein liegt sechs Kilometer nordöstlich von Gogolin, zehn Kilometer nordöstlich von Krapkowice und 19 Kilometer südöstlich von Opole inmitten weitläufiger Waldgebiete. Der Flugplatz Opole-Kamień Śląski liegt nordöstlich von Klein Stein.
Nachbarorte von Klein Stein sind im Westen Goradze (Górażdże), im Norden Gross Stein (Kamień Śląski) und im Süden Gogolin.



Der Ort wurde 1428 erstmals als Camen erwähnt. 1531 erfolgte eine Erwähnung als Mini Kamyonek und 1571 als Kamenekh.
Nach dem Ersten Schlesischen Krieg fiel Klein Stein 1742 mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen.
Nach der Neugliederung der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Klein Stein ab 1816 zum Landkreis Groß Strehlitz im Regierungsbezirk Oppeln. 1845 bestanden in Ort ein Vorwerk, eine Brauerei und 48 Häuser. Die Einwohnerzahl lag damals bei 312, allesamt katholisch. 1861 wurden 422 Einwohner gezählt. 1865 waren es 13 Bauern-, 14 Gärtner- 16 Häuslerstellen und ein Kretschmer. Eingeschult und eingepfarrt waren die Bewohner nach Groß Stein. Zu Klein Stein gehörte der Weiler Lowetzko. 1874 wurde der Amtsbezirk Groß Stein gebildet, dem die Landgemeinden Groß Stein, Klein Stein, Posnowitz, Schedlitz und Sprzentschütz sowie die Gutsbezirke Kaminietz Vorwerk, Klein Stein, Lettoschin Vorwerk, Slawa Vorwerk und Sprzentschütz eingegliedert wurden.
Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 stimmten 64 Wahlberechtigte für einen Verbleib bei Deutschland und 306 für Polen. Klein Stein verblieb beim Deutschen Reich. 1933 lebten im Ort 734 Einwohner. 1938 wurde die Kapelle erbaut. 1939 wurden 795 Einwohner gezählt. Bis 1945 befand sich der Ort im Landkreis Groß Strehlitz.
In der Zeit des Zweiten Weltkrieges war hier ein Konzentrationslager für jüdische Mischlinge der Organisation Todt.
Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel Klein Stein 1945 an Polen, wurde in Kamionek umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. 1950 wurde es der Woiwodschaft Opole eingegliedert. Seit 1999 gehört es zum Powiat Krapkowicki.
2004–2005 wurde die Kapelle von 1938 umgebaut. Am 30. April 2010 erhielt der Ort zusätzlich den amtlichen deutschen Ortsnamen Klein Stein.