Kolab

Kolab
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Basisdaten
Hauptentwickler Kolab Systems AG
Erscheinungsjahr 17. Juli 2003
Aktuelle Version 16.1
(Januar 2016)
Betriebssystem Unix-Derivate
Programmier­sprache C++, Python
Kategorie Server
Lizenz GNU GPL und andere Freie-Software-Lizenzen
deutschsprachig ja
www.kolab.org

Kolab ist eine freie kollaborative Software. Sie besteht aus dem Kolab-Server und den dazugehörigen Schnittstellenimplementationen in einer ganzen Reihe verfügbarer Kolab-Clients.

Dabei baut Kolab auf der Software und den Konzepten auf, die durch den Kroupware Contract und das Kolab Format festgelegt wurden.

Kolab entstand durch einen Auftrag vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik als ein Konsortium aus den drei Unternehmen Erfrakon, Intevation und Klarälvdalens Datakonsult, eine auf Open Source beruhende und auch Linux mit KDE einbindende Groupware zu entwickeln. Im Februar 2010 übernahm die Kolab Systems AG die Koordination des Supports und der Entwicklung. Diese AG in der Schweiz wurde von der schwedischen Klarälvdalens Datakonsult AB mitgegründet.

Grundlegende Konzepte

Die besondere Kolab zugrundeliegende Idee ist, einen IMAP-Server nicht nur für E-Mail, sondern auch für Adressbucheinträge (Kontakte) und Kalendereinträge (Termine) zu verwenden. Diese Einträge werden in besonderen IMAP-Verzeichnissen gespeichert; der IMAP-Server verwaltet Zugriffsrechte (ACLs) sowie die Client-Synchronisation, auch von gemeinsam und gleichzeitig durch mehrere Clients und Benutzer verwendeten IMAP-Verzeichnissen. Die Konfiguration und Verwaltung eines Kolab-Servers erfolgt dabei weitgehend unter Verwendung von LDAP.

Kolab-Clients und -Server verwenden gut etablierte Standards: unter anderem vCard, iCal, XML, IMAP und LDAP. Dieser Satz von Standards für Protokolle und Formate, der im offenen Kolab-Format spezifiziert ist, erlaubt es (vollständig oder auch nur in Teilen implementiert) verschiedenen PIM-Anwendungen zum Austausch von Groupware-/PIM-Daten zu dienen.

Die Konzepte, auf denen Kolab beruht, sind für Kolab 2 in der Kolab Format Specification und dem Architecture Paper, sowie für Kolab 1 im Kroupware Contract, Architecture Paper und der Technical Description festgehalten.

Hauptversionen und Entwicklungsmodell

Im Januar 2013 erschien die Hauptversion Kolab 3.0, in der Horde ersetzt und Roundcube standardmäßig als Web-Interface eingesetzt wurde. Über diese Webschnittstelle können Nutzer ihre E-Mails, Termine, Aufgaben und Kontakte verwalten.

Im Dezember 2013 veränderte Kolabsys dann das Entwicklungsmodell und veröffentlichte die Groupware-Suite Kolab in der Version „Enterprise 13“. Die Version 13 basierte auf dem im November 2013 freigegebenen Kolab.org 3.1, so dass es keine Hauptversionen mit den Nummern 4 bis 12 gab. Die Entwicklung sollte ab 2013 als Open-Source-Projekt mit der Groupware-Suite Kolab.org als Community-Edition vorangetrieben werden. Auf der Community-Edition sollte dann das auf Unternehmenskunden ausgerichtete „Kolab Enterprise“ aufgebaut werden.

Die Version 16.1 von Kolab erschien im Januar 2016. Die Veröffentlichung der Version Kolab Enterprise 17 war für das erste Quartal 2017 geplant, wurde jedoch zugunsten einer „Winterfell“ genannten Vorabversion eingestellt. Das gleiche Schicksal traf auch die für das erste Quartal 2018 geplante Hauptversion mit der Versionsnummer 18. Im April 2020 war die Version 16.1 weiterhin die aktuelle Version.

Haupteigenschaften

Screenshot von Horde-Webmail und Kontact

Kolab-Clients

Einzelnachweise

  1. ↑ kolab.org.
  2. ↑ Bernd Behr: Open-Source-Groupware Kolab ist fertig. In: News. heise online, 26. Juli 2003, abgerufen am 21. April 2026.
  3. ↑ Kolab: Effiziente Groupware für die Cloud-Zukunft. In: Kolab › News. Maja Cloud, 2026, abgerufen am 21. April 2026.
  4. ↑ Kolab. Kolab Systems AG.
  5. ↑ About KDAB, the Qt, OpenGL and C++ Experts. Klarälvdalens Datakonsult AB, 2026, abgerufen am 21. April 2026 (englisch).
  6. ↑ Thorsten Leemhuis: Groupware Kolab 3 mit neuem Webinterface. In: News. heise online, 15. Januar 2013, abgerufen am 21. April 2026.
  7. ↑ Thorsten Leemhuis: Kolab-Groupware: Neue Version und neues Entwicklungsmodell. In: News › IT. 17. Dezember 2013, abgerufen am 21. April 2026.
  8. ↑ Kolab 16 at FOSDEM'16. In: Kolab News. 31. Januar 2016 (kolab.org [abgerufen am 15. Februar 2017]).
  9. ↑ Installation Guide. In: Kolab Groupware documentation. Kolab Systems AG, 31. Januar 2017, archiviert vom Original am 16. Februar 2017; abgerufen am 21. April 2026 (englisch).
  10. ↑ Kolab 17 Gone? Replaced by Winterfell and Kolab 18 on the way? In: Kolab Community Hub. 16. Juni 2017 (kolab.org [abgerufen am 28. Juni 2017]).
  11. ↑ Kanarip: Instead, There Will Be No Kolab 18. In: Archives. Wordpress.com, abgerufen am 21. April 2026 (englisch).
  12. ↑ Installation Guide – Kolab Groupware documentation. Kolab Systems AG, 2017, abgerufen am 15. April 2020.
  13. ↑ Installation on Windows – Kolab Groupware documentation. Abgerufen am 15. Februar 2017.
  14. ↑ kolab-outlook. In: Archive › Project. Auf Code.Google.com, abgerufen am 21. April 2026 (englisch).
  15. ↑ (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Januar 2026. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)
  16. ↑ Sync Kolab (Memento vom 25. Januar 2020 im Internet Archive) In: Sync Kolab Project, 25. Januar 2020. Auf mozdev.org, abgerufen am 21. April 2026 (englisch).
  17. ↑ https://www.gargan.org/en/Mozilla_Extensions/SyncKolab
  18. ↑ http://wiki.gnome.org/Apps/Evolution/Kolab
  19. ↑ https://projects.gnome.org/evolution/features.shtml
  20. ↑ https://ftp.gnome.org/pub/GNOME/sources/evolution-kolab/
  21. 1 2 Kolab Clients. In: kolab.org. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 10. November 2013; abgerufen am 18. September 2012 (englisch).
  22. ↑ https://wiki.horde.org/SyncML
  23. ↑ https://evolvis.org/projects/syncphony/
  24. ↑ https://evolvis.org/projects/kolab-ws/
  25. ↑ https://z-push.sourceforge.net/
  26. ↑ http://www.syncroton.org/
  27. ↑ http://code.google.com/p/kolab-android/
  28. ↑ kolab-android (Memento vom 3. April 2015 im Internet Archive)