Kressengarten (nürnbergisch: Gressngadn) ist eine Wüstung im Statistischen Bezirk 10 der kreisfreien Stadt Nürnberg.
Die Einöde lag auf freier Flur auf einer Höhe von 301 m ü. NHN am linken Ufer der Pegnitz. 0,3 km östlich lag Tullnau, 0,2 km westlich Vogelsgarten, 0,2 km südwestlich Dürrenhof, 0,3 km südlich Neubleiche. An der Stelle von Kressengarten befindet sich heute die Kressengartenstraße.
Kressengarten war ursprünglich ein Flurgebiet, das den Nürnberger Patriziern von Kreß gehörte. Um 1548 wurde es erstmals schriftlich erwähnt.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Kressengarten aus einem Anwesen. Das Hochgericht übte die Reichsstadt Nürnberg aus, was aber von den brandenburg-ansbachischen Ämtern Schwabach und Schönberg bestritten wurde. Grundherr über den Garten mit Haus war der Nürnberger Eigenherr von Kreß.
Von 1797 bis 1808 unterstand Kressengarten dem Justiz- und Kammeramt Burgthann. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde der Ort dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Gleißhammer und der im selben Jahr gegründeten Ruralgemeinde Gleißhammer zugeordnet. 1825 wurde Kressengarten nach Nürnberg eingemeindet. Nach 1955 wurde das Anwesen abgebrochen.
| Jahr | 1818 | 1824 | 1836 | 1840 |
|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 6 | 24 | 10 | 10 |
| Häuser | 1 | 1 | 1 | 1 |
| Quelle |
Kressengarten war evangelisch-lutherisch geprägt und ursprünglich nach St. Lorenz (Nürnberg) gepfarrt, seit dem 19. Jahrhundert war die Pfarrei St. Peter (Nürnberg) zuständig.
Koordinaten: 49° 26′ 59,7″ N, 11° 5′ 57,3″ O