Vogelsgarten ist eine Wüstung im Statistischen Bezirk 10 der kreisfreien Stadt Nürnberg.
Der ehemalige Weiler lag auf freier Flur auf einer Höhe von 303 m ü. NHN am linken Ufer der Pegnitz, südlich der Wöhrder Wiese. 0,1 km westlich befand sich Flaschenhof, 0,1 km östlich Kressengarten, 0,1 km südlich Dürrenhof. Heute erinnert die Straßenbezeichnung Vogelsgarten an den Ort.
Der Ort wurde 1356 oder früher als „Schnödin Weÿerheüßlein“ erstmals schriftlich erwähnt, seit 1605 ist die Form „Vogels-Garten“ belegt; das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Familienname Vogel, denen das Anwesen zu dieser Zeit gehörte. Trotz Besitzerwechsel blieb der Ortsname Vogelsgarten erhalten.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Vogelsgarten aus 4 Anwesen. Das Hochgericht übte die Reichsstadt Nürnberg aus, was aber vom brandenburg-ansbachischen Vogtamt Schönberg bestritten wurde. Grundherr über die 4 Häuser war der Nürnberger Eigenherr von Praun.
Von 1797 bis 1808 unterstand Vogelsgarten dem Justiz- und Kammeramt Burgthann. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde der Ort dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Gleißhammer und der im selben Jahr gegründeten Ruralgemeinde Gleißhammer zugeordnet. 1825 wurde Vogelsgarten nach Nürnberg eingemeindet. Seit 1999 steht an der Stelle des ehemaligen Weilers die Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm.
| Jahr | 1818 | 1824 | 1836 | 1840 |
|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 63 | 40 | 37 | 37 |
| Häuser | 5 | 4 | 5 | 5 |
| Quelle |
Vogelsgarten war seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und ursprünglich nach St. Lorenz (Nürnberg) gepfarrt, seit dem 19. Jahrhundert war die Pfarrei St. Peter (Nürnberg) zuständig.
Koordinaten: 49° 26′ 57,5″ N, 11° 5′ 44,8″ O