Kudoba

Kudoba
Chudoba
?
KudobaChudoba (Polen)
Kudoba
Chudoba (Polen)
Kudoba
Chudoba
Basisdaten
Staat: Polen Polen
Woiwodschaft: Oppeln
Powiat: Kluczbork
Gmina: Groß Lassowitz
Geographische Lage: 50° 52′ N, 18° 17′ OKoordinaten: 50° 51′ 44″ N, 18° 17′ 7″ O
Einwohner: 770 (31. März 2011)
Postleitzahl: 46-275
Telefonvorwahl: (+48) 77
Kfz-Kennzeichen: OKL
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DW 494 Częstochowa–Bierdzan
Nächster int. Flughafen: Katowice-Pyrzowice

Kudoba, polnisch Chudoba, ist ein Ort am Budkowitzer Bach (Budkowiczanka) in der zweisprachigen Gemeinde Gross Lassowitz im Powiat Kluczborski der Woiwodschaft Opole in Polen.

Geographie

Kudoba liegt vier Kilometer östlich von Groß Lassowitz, sechzehn Kilometer südlich von Kluczbork (Kreuzburg) und 37 Kilometer nordöstlich von Opole. Südlich und nördlich des Dorfes erstrecken sich weitläufige Waldgebiete.

Nachbarorte von Kudoba sind im Norden Klein Lassowitz (Lasowice Małe), im Osten Wendrin (Wędrynia), im Süden Grunowitz (Gronowice), im Südwesten Sausenberg (Szumirad) und im Westen Groß Lassowitz (Lasowice Wielkie).

Geschichte

Herz-Jesu-Kirche
Gefallenendenkmal

Kudoba wurde im Jahre 1297 erstmals als Chudobici urkundlich erwähnt. 1381 ist es in der Schreibweise Chudoba belegt. Der Ortsname Kudoba leitet sich von der Beschaffenheit des Bodens in der Gegend ab und bedeutet in etwa armseliger Ort.

In den Beyträge zur Beschreibung von Schlesien 1783 als Chudowe erwähnt, gehörte einer Prinzessin von Hohenlohe, lag im Kreis Rosenberg O.S. und hatte 175 Einwohner, ein herrschaftliches Vorwerk, eine Schule, zehn Bauern, 13 Gärtner- und eine Häuslerstelle. Für das Jahr 1865 sind für Chudoba belegt: ein Müller, zwölf Bauern, zwölf Gärtner und 16 Häusler, sowie eine katholische Schule.

1845 bestanden in Chudoba eine katholische Schule und 42 weitere Häuser und die Einwohnerzahl lag bei 356, davon 22 Einwohner evangelisch. Ab 1874 war Chudoba dem Amtsbezirk Sausenberg eingegliedert, dem die Landgemeinden Chudoba, Groß Lassowitz, Grunowitz, Klein Lassowitz, Laskowitz, Marienau, Sausenberg, Skorkau und Trzebitschin sowie die Gutsbezirke Chudoba, Groß Lassowitz, Grunowitz, Klein Lassowitz, Laskowitz, Sausenberg, Skorkau und Trzebitschin eingegliedert wurden.

Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 stimmten in Chudoba 223 Wahlberechtigte für einen Verbleib Oberschlesiens bei Deutschland und 160 für eine Zugehörigkeit zu Polen. Kudoba verblieb nach der Teilung Oberschlesiens beim Deutschen Reich. 1925 lebten 662 Einwohner in Kudoba, 1933 waren es 775 Einwohner. Am 27. April 1936 wurde der Ort im Zuge einer Welle von Ortsumbenennungen der NS-Zeit in Kirchwalde umbenannt. 1939 wurden die Gemeinde Lauschen im Amtsbezirk Albrechtsdorf und die Gemeinde Liebeiche im Amtsbezirk Liebeiche nach Kirchwalde eingemeindet. 1939 zählte Kirchwalde 2245 Einwohner. Bis 1945 befand sich der Ort im Landkreis Rosenberg O.S.

Als Folge des Zweiten Weltkriegs 1945 kam der Ort unter polnische Verwaltung und wurde anschließend der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. 1950 wurde es der Woiwodschaft Opole eingegliedert. Seit 1999 gehört es zum Powiat Kluczborski. 2008 lebten 815 Menschen in Kudoba. Am 16. August 2010 erhielt der Ort zusätzlich den amtlichen deutschen Ortsnamen Kudoba.

Sehenswürdigkeiten

Persönlichkeiten

Commons: Kudoba – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ GUS 2011: Ludność w miejscowościach statystycznych według ekonomicznych grup wieku (polnisch), 31. März 2011, abgerufen am 27. Januar 2019
  2. 1 2 Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 79.
  3. ↑ Heinrich Adamy: Die schlesischen Ortsnamen Ihre Entstehung und Bedeutung – Ein Bild aus der Vorzeit, Breslau, Priebatsch, 1889, S. 69
  4. ↑ Friedrich Albert Zimmermann: Beyträge zur Beschreibung von Schlesien, Band 2, Brieg 1783.
  5. ↑ Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien, Breslau 1865.
  6. 1 2 Territorial Amtsbezirk Sausenberg
  7. ↑ Ergebnisse der Volksabstimmung in Oberschlesien von 1921: Literatur, Tabelle in digitaler Form (Memento vom 15. Januar 2017 im Internet Archive)
  8. ↑ Michael Rademacher: Kreis Rosenberg (poln. Olesno). Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
  9. ↑ Kudoba, Chudoba im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 29. Oktober 2025.
  10. ↑ Geschichte Herz-Jesu-Kirche (polnisch)