
Laevinus Torrentius, eigentlich Lieven van der Beken oder Levin van der Beeken (* 8. März 1525 in Gent; † 26. April 1595 in Brüssel) war der zweite Bischof von Antwerpen und einer der führenden Humanisten seiner Zeit. Er war ein neulateinischer Dichter, der als Herausgeber von Sueton und Horaz Berühmtheit erlangte. In seiner Jugend verbrachte er viele Jahre in Rom und entwickelte ein großes Interesse an der antiken Numismatik. Er besaß eine große Bibliothek mit etwa 1700 Büchern.
Lieven van der Beken studierte Philosophie und Rechtswissenschaften an der Universität Löwen und anschließend an der Universität Bologna. Fünf Jahre lang lebte er in Rom. 1557 bis 1587 war er Archidiakon von Brabant und Kanoniker der Kathedrale von Lüttich und wurde dort Generalvikar.
Im Jahr 1576 wurde er von Philipp II. von Spanien zum Bischof von Antwerpen ernannt, konnte wegen des Achtzigjährigen Kriegs aber erst am 20. September 1587 – nach dem Fall der Stadt – in sein Amt eingeführt werden, in der er seit dem 27. Oktober 1586 als Diözesanbischof amtierte. Er starb am 26. April 1595, nachdem er von Philipp II. zum Bischof von Mechelen vorgeschlagen worden war, noch vor seiner Ernennung.
Mit seinem Testament gründete er das Jesuitenkolleg von Löwen und vermachte ihm seine Bibliothek im Wert von schätzungsweise 30.000 Gulden. Er wurde in der Kathedrale von Antwerpen beigesetzt.
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
|---|---|---|
| Vakanz (bis 1576: Frans van de Velde) | Bischof von Antwerpen 1586–1595 | Guillaume de Berghes |
| Personendaten | |
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| NAME | Torrentius, Laevinus |
| ALTERNATIVNAMEN | Lieven van der Beken; Beeken, Levin van der |
| KURZBESCHREIBUNG | niederländischer Humanist; Bischof von Antwerpen |
| GEBURTSDATUM | 8. März 1525 |
| GEBURTSORT | Gent |
| STERBEDATUM | 26. April 1595 |
| STERBEORT | Brüssel |