Portal Geschichte | Portal Biografien | Aktuelle Ereignisse | Jahreskalender | Tagesartikel
◄ |
15. Jahrhundert |
16. Jahrhundert
| 17. Jahrhundert | ►
◄ |
1490er |
1500er |
1510er |
1520er
| 1530er | 1540er | 1550er | ►
◄◄ |
◄ |
1521 |
1522 |
1523 |
1524 |
1525
| 1526
| 1527
| 1528
| 1529
| ►
| ►►

1525 | |
|---|---|
gerät in habsburgische Gefangenschaft. | |
| 1525 in anderen Kalendern | |
| Armenischer Kalender | 973/974 (Jahreswechsel Juli) |
| Äthiopischer Kalender | 1517/18 |
| Aztekischer Kalender | 6. Feuerstein – Chicuace Tecpatl (bis Ende Januar/Anfang Februar: 5. Rohre – Macuilli Acatl) |
| Buddhistische Zeitrechnung | 2068/69 (südlicher Buddhismus); 2067/68 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana) |
| Chinesischer Kalender | 70. (71.) Zyklus
Jahr des Holz-Hahnes 乙酉 (am Beginn des Jahres Holz-Affe 甲申) |
| Chula Sakarat (Siam, Myanmar) / Dai-Kalender (Vietnam) | 887/888 (Jahreswechsel April) |
| Dangun-Ära (Korea) | 3858/59 (2./3. Oktober) |
| Iranischer Kalender | 903/904 |
| Islamischer Kalender | 931/932 (Jahreswechsel 17./18. Oktober) |
| Jüdischer Kalender | 5285/86 (17./18. September) |
| Koptischer Kalender | 1241/42 |
| Malayalam-Kalender | 700/701 |
| Seleukidische Ära | Babylon: 1835/36 (Jahreswechsel April)
Syrien: 1836/37 (Jahreswechsel Oktober) |
| Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) | 1581/82 (Jahreswechsel April) |
1525 ist das zentrale Jahr des Deutschen Bauernkrieges. Nachdem es bereits 1524 erste Aufstände gegeben hat, kommt es unter Anführern wie Matern Feuerbacher, Wendel Hippler und Florian Geyer zu organisierten Massenerhebungen. Anfänglich ist auch Martin Luther der Sache der Bauern gegenüber wohlwollend gestimmt, erst als es unter Jäcklein Rohrbach und seinem Haufen zu gewalttätigen Ausschreitungen kommt, wendet er sich mit der Schrift Wider die räuberischen und mörderischen Rotten der Bauern von den Bauernaufständen ab.
Auf Grund ihrer schlechteren Bewaffnung und militärischen Organisation bricht der Aufstand jedoch bald zusammen und wird vor allem durch Georg Truchsess von Waldburg-Zeil, genannt Bauernjörg, grausam niedergeschlagen. Nur der straff organisierte Schwarze Haufen Florian Geyers kann sich der völligen Vernichtung entziehen.
In der Schlacht bei Pavia während der Italienischen Kriege um die Vorherrschaft auf der Italienischen Halbinsel erleidet der französische König Franz I. eine vernichtende Niederlage gegen ein habsburgisches Heer und gerät in die Gefangenschaft Kaiser Karls V. Seine Mutter Luise von Savoyen übernimmt daraufhin die Regentschaft in Frankreich.
Dem französischen König Franz I. gelingt es während der Italienischen Kriege um die Vorherrschaft auf der Italienischen Halbinsel, ein Bündnis mit dem Kirchenstaat zustande zu bringen, der sich – ebenso wie Frankreich – durch die Perspektive, im Norden und Süden von Habsburg umklammert zu werden, bedroht fühlt. Um Papst Clemens VII. zu unterstützen, kommt er mit einer Armee von 26.000 Söldnern – unter ihnen Franzosen, Italiener und Schweizer – über die Alpen und zieht in Mailand ein. Wenig später legt Franz einen Belagerungsring um die strategisch bedeutende alte Lombardenresidenz Pavia, die von einer 6.000 Mann starken Besatzung gehalten wird. Um diese zu entsetzen, entsendet der deutsche Kaiser Karl V. ein 23.000 Mann starkes Heer unter dem Befehl von Fernando Francesco d’Avalos di Pescara, der bereits in der Nacht des 23. Februar den Angriff beginnt. Gleichzeitig kommt auch ein Heer unter Vizekönig Charles de Lannoy aus Neapel.
In der bis zum nächsten Tag dauernden Schlacht bei Pavia besiegen die habsburgischen Truppen die Franzosen entscheidend. Der französische König Franz I. aus dem Haus Valois-Angoulême gerät in die Gefangenschaft Karls V.; bei dem Versuch, den König zu retten, kommen auch noch zahlreiche hochrangige französische Heerführer ums Leben, unter ihnen Guillaume Gouffier de Bonnivet, Louis II. de La Trémoille und Thomas de Foix, der wenige Tage später seinen Wunden erliegt.
Franz’ Mutter Luise von Savoyen übernimmt während der Gefangenschaft ihres Sohnes die Regentschaft in Frankreich. Franz I. wird am 19. Juni von Fernando Francesco d’Avalos nach Barcelona gebracht, ab dem 20. Juli hält er sich in Madrid auf. Dort ist er bereit, auf Italien und die Lehenshoheit in Flandern und im Artois zu verzichten. Der Forderung Karls V., auch Burgund zurückzugeben, verweigert sich der König von Frankreich jedoch. Am 11. August stimmt Franz I. im Waffenstillstand von Toledo allerdings dem Großteil der habsburgischen Forderungen zu.
Am 30. August schließen der englische König Heinrich VIII. und die französische Regentin Luise von Savoyen den Frieden von Moore. Darin erklärt sich Heinrich bereit, auf einige territoriale Ansprüche gegenüber Frankreich zu verzichten und erhält im Gegenzug von den Franzosen eine jährliche Rente von 20.000 Pfund. Frankreich begleicht seine Schulden gegenüber Königinwitwe Mary Tudor, und England setzt sich für die Freilassung von König Franz I. von Frankreich ein.
| Der Deutsche Bauernkrieg | |
|---|---|
die 12 Artikel. |
schlägt den Bauernaufstand nieder. |




In Schwarzburg wird der erste Bettlertaler geprägt.
Die Heiligland-Karte in der Zürcher Bibel von 1525 gilt als die erste in Zürich gedruckte Landkarte.

Barthel Beham, der am 26. Januar gemeinsam mit seinem Bruder Hans Sebald Beham und Georg Pencz wegen „Ketzerei“ aus seiner Heimatstadt Nürnberg vertrieben worden ist, schafft den Kupferstich Der Welt Lauf / Schlafende Gerechtigkeit. Das Werk gilt als ein frühes Beispiel moralkritischer Druckgrafik im Umfeld der Reformationszeit.
Der italienische Maler Giovanni Antonio Bazzi, genannt Sodoma, beginnt mit den Fresken aus dem Leben der Heiligen Katharina in der Kapelle der Heiligen in der Kirche San Domenico in Siena, einem seiner Hauptwerke.



Felix Manz verfasst Ende 1524/Anfang 1525 die Protestation und Schutzschrift, ein Verteidigungsschreiben an den Stadtrat von Zürich im Konflikt mit Huldrych Zwingli über die Säuglingstaufe. Am 17. Januar lädt der Zürcher Rat Vertreter beider Seiten zu einer öffentlichen Disputation ins Rathaus von Zürich, damit beide Gruppen ihre Tauflehre anhand der Schrift begründen können. Der Ausgang zu Gunsten Zwinglis ist allerdings schon von vornherein festgelegt. Am 18. Januar erlässt der Rat ein vernichtendes Mandat gegen die Täufer. Alle Kindertaufverweigerer werden aufgefordert, ihre neugeborenen Kinder unverzüglich taufen zu lassen. Wer dieser Aufforderung nicht innerhalb von acht Tage nachkäme, werde des Landes verwiesen. Der in Zollikon aus der Kirche entfernte Taufstein solle unmittelbar wieder aufgestellt werden. In einem zweiten Mandat vom 21. Januar wird das Verdikt noch verschärft. Konrad Grebel und Manz wird jede weitere Agitation gegen die Kindertaufe untersagt und das Unterrichten in ihren Bibelschulen wird verboten, was einem faktischen Versammlungsverbot der Kindertaufgegner gleichkommt. Grebel und Manz ignorieren das Verbot.
Im Konflikt um den Zürcher Reformationsprozess kommt es am 21. Januar unter dem Namen Schweizer Brüder durch eine Gläubigentaufe zur Gründung einer Täufergemeinde; Initiatoren dieser Gründung ist neben Grebel und Mantz auch Jörg Blaurock. Alle Anwesenden müssen in der Folge aus Zürich fliehen und gehen nach Zollikon. Hier werden in kurzer Zeit eine große Zahl an Anhängern gesammelt und getauft.

Am 30. Januar entsendet der Zürcher Rat Stadtknechte nach Zollikon und nimmt Getaufte und Täufer vorübergehend fest. Während Felix Manz bis zum Herbst im Gefängnis verbleiben muss, kommen die Zolliker Bauern sowie Grebel, Blaurock, Brötli und Wilhelm Reublin rasch wieder frei. Reublin geht nach Waldshut, wo er den bereits zur lutherischen Reformation konvertierten Stadtpfarrer Balthasar Hubmaier und seine Gemeinde für das Täufertum gewinnen kann. Brötli emigriert nach Hallau im Kanton Schaffhausen und gründet dort noch im selben Jahr eine Täufergemeinde. Blaurock und Grebel wenden sich dem Zürcher Oberland zu und gewinnen dort durch ihre Predigt eine große Anhängerschaft. Der Erfolg der Missionsarbeit verstärkt sich, als Felix Manz nach seiner Freilassung zu ihnen stößt.



