| Landerneau Landerne | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Bretagne | |
| Département (Nr.) | Finistère (29) | |
| Arrondissement | Brest | |
| Kanton | Landerneau | |
| Gemeindeverband | Pays de Landerneau-Daoulas | |
| Koordinaten | 48° 27′ N, 4° 15′ W | |
| Höhe | 1–175 m | |
| Fläche | 13,19 km² | |
| Einwohner | 16.363 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 1.241 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 29800 | |
| INSEE-Code | 29103 | |
| Website | www.landerneau.bzh | |
Rathaus (Hôtel de ville) | ||
Landerneau (bretonisch Landerne) ist eine französische Gemeinde im Département Finistère in der Region Bretagne mit 16.363 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023). Sie gehört zum Arrondissement Brest und ist Verwaltungssitz des Gemeindeverbands Communauté d’agglomération du pays de Landerneau-Daoulas. Das Bureau centralisateur des gleichnamigen Kantons befindet sich in der Stadt. Die Bewohner werden Landernéens und Landernéennes genannt.
Die Gemeinde erhielt 2023 die Auszeichnung „Drei Blumen“, die vom Conseil national des villes et villages fleuris (CNVVF) im Rahmen des jährlichen Wettbewerbs der blumengeschmückten Städte und Dörfer verliehen wird.
Im Februar 2016 war Landerneau eine von 13 Gemeinden, die der Stufe 3 der Charta Ya d’ar brezhoneg zur Förderung der bretonischen Sprache angehörten.


Landerneau befindet sich in der historischen Provinz Pays de Léon, etwa 18 Kilometer nordöstlich von Brest. Die Gemeinde liegt am Küstenfluss Élorn, der bis Landerneau schiffbar ist und dessen Ästuar hier beginnt und in die Rade de Brest mündet.
Das Gebiet von Landerneau ist Teil des Natura 2000-Schutzgebiets „Rivière Elorn“ (FR5300024) und von zwei ZNIEFF-Naturzonen. Die Gemeinde zeichnet sich durch einen hohen Anteil urbanisierter Zonen aus (etwa 43 % in 2018), heterogene landwirtschaftliche Gebiete betragen fast ein Viertel der Fläche der Gemeinde, etwa 14 % sind bewaldet.
Umgeben wird Landerneau von den sieben Nachbargemeinden:
| Ploudaniel | Plouédern | |
| Saint-Thonan Saint-Divy |
Pencran | |
| La Forest-Landerneau Élorn |
Dirinon |
Landerneau (Lan-Ternoc) kommt vom bretonischen „lann“ (Einsiedelei) und vom Saint Terneau oder Saint Ternoc oder Saint Ernoc, der dort um 650 eine Einsiedelei gründete, die zu „Lann-Ternoc“ wurde.
Dort wird eine Burg errichtet, die später zum Landsitz als Apanage der Seigneurs von Léon wird. In einer Schenkungsurkunde von Hervé de Léon an die Abtei Saint-Mathieu aus dem Jahr 1206 ist vom „Chastel de Landergneau“ die Rede. Landerneau wird auch im Jahr 1280 in einem Lettres patentes erwähnt, in dem es um die Beschlagnahme von Besitztümern von Guillaume du Rusquec, Stallmeister von Roche-Maurice, geht.
Als sich Frankreich im Zweiten Weltkrieg unter deutscher Besatzung befand, begann in Landerneau am 21. August 1944 die US-amerikanische Militäroperation zur Befreiung von Brest.
| Jahr | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2006 | 2013 | 2020 |
| Einwohner | 11.834 | 12.781 | 14.541 | 14.882 | 14.269 | 14.281 | 14.927 | 15.443 | 16.025 |
| Quellen: EHESS und INSEE | |||||||||
Die Departementsstraße 770, die ehemalige Route nationale 170, von Brignogan-Plages nach Quimper durchquert das Gemeindegebiet von Nord nach Süd und verbindet es im Norden mit Ploudaniel, im Süden mit Dirinon. Außerdem bindet sie die Stadt an die außerhalb des Gemeindegebiets verlaufende autobahnähnlichen Route nationale 12 von Paris nach Brest an. Die Departementsstraße 712, die Trasse der ehemaligen Route nationale 12, durchquert das Gemeindegebiet von Ost nach West und verbindet es mit Brest im Westen und mit Landivisiau im Osten. Die Departementsstraße 764, die ehemalige Route nationale 164, von Landerneau nach Carhaix-Plouguer verlässt das Gemeindegebiet in südöstlicher Richtung und verbindet es mit Sizun über La Roche-Maurice.

Busse zweier Linien der regionalen Transportgesellschaft BreizhGo starten im zentralen Busbahnhof von Landerneau und verbinden die Gemeinde mit Lesneven bzw. mit Daoulas.
Das lokale Busnetz „Trans Elorn Tourisme“ (TET) betreibt sechs Linien, die von Montag bis Samstag Personen innerhalb von Landerneau und von und nach Plouédern befördern.
Die Gemeinde besitzt einen Bahnhof an der Bahnstrecke von Paris-Montparnasse nach Brest und an der Bahnstrecke von Landerneau nach Quimper. Züge des TER Bretagne verbinden die Gemeinde mit Brest, mit Rennes über Morlaix und mit Quimper. TGV-Züge der Marke „TGV inOui“ der SNCF zwischen Paris-Montparnasse und Brest halten ausnahmsweise und saisonal auch in Landerneau. Die Fahrzeit beträgt etwa vier Stunden von und nach Paris.
Landerneau ist durch Städtepartnerschaften verbunden mit:
2011 erhielt die Stadt zusammen mit ihrer deutschen Partnerstadt Hünfeld den Europapreis des Europarates für ihre herausragenden Bemühungen um die Europäische Integration.