
Laura Bruce (* 28. September 1959 in East Orange, New Jersey) ist eine US-amerikanische Künstlerin. Sie lebt und arbeitet in Berlin.
Laura Bruce studierte Malerei an der State University of New York at New Paltz und Bildhauerei an der Slade School of Fine Art in London. Sie hatte Gastprofessuren am Exeter College of Art and Design, der Slade School of Fine Art in London, der Kunsthochschule Weissensee in Berlin und der Hochschule für Bildende Künste in Dresden. Bruce unterrichtete an den Sommerakademien in Leipzig, Bremen und Dresden und in Workshops an der Grafikstiftung Neo Rauch in Aschersleben. Zudem unterrichtet sie Kunst an der Otto Hahn Schule in Berlin.
Sie ist Sängerin der Band Dangerpony. Dangerpony spielte live 2012 in Oslo, Norwegen innerhalb des Eröffnungsprogramms der Ausstellung I Wish I Was A Song im Norwegischen Museum für zeitgenössische Kunst zusammen mit Jan Köchermann & Doppelgenscher, Diamanda Galas und Killl.
Bruce lebt seit 1990 in Berlin.

Ihre Arbeit umfasst Zeichnung, Malerei, Skulptur, Installation, Video und Performance. Großformatige Schwarz-Weiß Graphitzeichnungen sind dabei ein entscheidender Teil ihres Werks.
Ihre Arbeit zeichnet sich aus durch die Spannung von detaillierten Schraffuren und weichen, großen Flächen aus komplexen Grautönen. Die Zeichnungen von Bruce erinnern an die Europäische Neoromantik des 19. Jahrhunderts und die Hudson River School Malerei der USA.
„Eine genaue Analyse der Arbeiten zeigt, dass intuitive Zugänge und Abstraktion auf unterschiedlichen Ebenen zu finden sind: bezogen auf das verwendete Material, die Darstellung – subtile Schraffuren neben intensiven mit dem Graphitsift bearbeiteten Partien und, mehr noch, durch die Art der Verinnerlichung des Ortsbewusstseins jenseits blosser Beschreibung. Während sich daraus ein visuelles Paradox ergibt, beschleicht den Betrachter fast körperlich ein Gefühl der Vergänglichkeit und es stellt sich eine Sicht auf Landschaft ein, die sich in Richtung des phänomenologisch Unfassbaren erstreckt“
Sie bezieht sich oft auf historische Referenzen, denen sie sich aus einer zeitgenössischen Perspektive nähert, so zum Beispiel in ihrer Installation Perpetual (79 Zeichnungen), die auf Francisco de Goyas Los Capricios basiert, die sie zum ersten Mal 2018 im Haus am Waldsee in Berlin ausgestellt hat. So auch in ihrer Zeichnung / Klanginstallation Goodbye Is Half the Words You Know (2009–2013), in der Bruce 10 Porträts von klassischen Country-Sängern präsentiert und deren Songs mit ihrer Band Dangerpony neu interpretiert. Ein Teil dieser Arbeit wurde 2016 in der Ausstellung Passion. – Fan Behaviour and Art (kuratiert von Christoph Tannert) im Künstlerhaus Bethanien in Berlin und im Ludwig Museum Budapest ausgestellt. Die Installation wurde vollständig gezeigt in der Gruppenausstellung I Wish This Was A Song (kuratiert von Stina Högkvist u. Sabrina van der Ley) und im Nasjonal Museet – Museum of Contemporary Art in Oslo im Jahr 2013 zusammen mit Werken von Dan Graham, Rodney Graham, Bruce Nauman, Libia Castro & Ólafur Ólafsson, Susan Philipsz, Adrian Piper, Santiago Reyes, Michael Sailstorfer, Wilhelm Sasnal, Félix González-Torres und anderen.
Werke von Laura Bruce befinden sich unter anderem in den Sammlungen des Neuen Berliner Kunstvereins, im Kupferstichkabinett Berlin, in der Berlinischen Galerie, der Landessammlung Rheinland-Pfalz, Mainz und der Vattenfall Stiftung, Berlin.
Laura Bruces ortsbezogene (10 × 6 m) Wandzeichnung, De Septentrione ad Austrum (2015) befindet sich in Aschersleben im Kopfbau des Bestehornparks im Sommer 2015 realisiert worden und offiziell der Stadt Aschersleben übergeben.
| Jahr | Ausstellung | Ort |
|---|---|---|
| 2019 | Inspiration Meisterwerk | Museum Villa Rot |
| 2018 | Stadt-Land-Fluss | Museum Boppard, Kurfürstliche Burg |
| 2018 | 15 Works on Paper | BEERS Gallery, London |
| 2018 | Mind the Gap – Rohkunstbau XXIV | Schloss Lieberose |
| 2018 | Baustellenfest | Haus am Waldsee, Berlin |
| 2017 | Wir nennen es Arbeit | Galleria Opere Scelte, Turin |
| 2017 | surf | Galerie Hartwich, Rügen |
| 2017 | Striche, Kreise, Landschaft, Preise | Schau Fenster, Berlin |
| 2016 | Passion. Fan Behavior and Art. | Ludwig Museum Budapest |
| 2015 | Wir kommen auf den Hund | Kupferstichkabinett Berlin |
| 2015 | Passion. Fan Behavior and Art. | Künstlerhaus Bethanien Berlin |
| 2015 | Paperworlds | Museum der Phantasie, Buchheim |
| 2015 | Du sollst dir kein Bild machen | Berliner Dome, Berlin |
| 2014 | Criss-Cross | Kunstraum Kreuzberg, Berlin |
| 2013 | On Paper | Eigen & Art LAB, Berlin |
| 2013 | Die Kunst der Zeichnung | Kunstverein Essenheim / Altes Rathaus Ingelheim |
| 2012 | Kühllabor | regionale12, Steiermark |
| 2012 | I Wish this Was a Song | Nasjonal Museet – Museum of Contemporary Art, Oslo |
| 2012 | Drawing Biennale | Kunstverein Eislingen |
| 2012 | Dies ist die Nacht, die tausend Tagen Trotz kann sagen | Guardini-Stiftung, Berlin |
| 2011 | Outdoor Excursions | Burlington City Arts |
| 2010 | Reading Room #4 – FUKT MAGAZINE | Nomas Foundation, Rom |
| 2010 | km 500 2 | Kunsthalle Mainz |
| 2010 | Fokus Łódź Biennale | The International Artists’ Museum, Łódź |
| 2010 | Drawings II | Fahnemann Projects, Berlin |
| 2010 | Balmoral Blend | Arp Museum Bahnhof Rolandseck, Remagen |
| 2009 | Hortus Apertus | Schloss Balmoral, Bad Ems |
| 2008 | Menschen und Orte | Kunstverein Konstanz |
| 2008 | City Beats | Zendai Museum of Modern Art, Shanghai |
| 2007 | Drunk on Dreams | fruehsorge, Berlin |
| 2004 | The Medium is the Tedium | The Collective Gallery, Edinburgh |
| 2003 | Expand | Volkart Stiftung, Winterthur |
| 2002 | Wachsernde Identitäten | Georg Kolbe Museum |
| 2002 | Thin Skin | AXA Gallery, New York |
| 2002 | Private Affairs | Kunsthaus Dresden |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bruce, Laura |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanische Künstlerin |
| GEBURTSDATUM | 28. September 1959 |
| GEBURTSORT | East Orange, New Jersey |