Liebenrode Gemeinde Hohenstein | ||
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| Koordinaten: | 51° 33′ N, 10° 38′ O | |
| Höhe: | 229 m ü. NN | |
| Fläche: | 7,98 km² | |
| Einwohner: | ca. 262 (2011) | |
| Bevölkerungsdichte: | 33 Einwohner/km² | |
| Eingemeindung: | 18. Oktober 1996 | |
| Postleitzahl: | 99755 | |
| Vorwahl: | 036336 | |
Lage von Liebenrode in Thüringen
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Blick auf den Ort | ||
Liebenrode ist ein Ortsteil von Hohenstein im nördlichen Teil des thüringischen Landkreises Nordhausen am Harz.
Der Ort befindet sich am oberen Lauf des Steinbachs, zentral zwischen dem nördlich gelegenen Wiedatal und dem südlich anschließenden Helmetal, in einer intensiv landwirtschaftlich genutzten Flur. Auf den Kuppen südöstlich des Dorfes liegen durch Karstprozesse entstandene Erdfälle, von denen einige dauerhaft wassergefüllt sind. Die erwähnenswertesten Erhebungen sind der Sachswerfer Berg (276 m ü. NN) im Norden, der Kummerberg (310 m ü. NN) im Osten, der Hegelsberg (239 m ü. NN) im Südosten sowie der Espenberg (284 m ü. NN) im Westen. Durch Liebenrode verläuft die L 2062, von der die K 8 in Richtung Osten zum Weiler Steinsee hin abzweigt. Unweit südlich verläuft die B 243.
Liebenrode hat die Form eines Haufendorfes. Erstmals urkundlich erwähnt als Lievenroth wurde der Ort im Jahre 1178. Das Dorf entwickelte sich aus vier Siedlungszentren. Ausgehend von der Besiedelung um die Kirche entstand zunächst der Bereich um das östliche Oberdorf und das Mitteldorf, es folgt der Plan und der Winkel mit der späteren Kolonie und zuletzt das Unterdorf. Ober- und Unterdorf zusammen waren im Mittelalter von einem schützenden Graben mit davorliegender Schwarzdornhecke umzogen. Die Kirche hatte den Charakter einer Kirchenburg. Der Ort ist der Ursprung der Familie Liebenrode, aus der bereits im 13. Jahrhundert die adlige Familie Tettenborn hervorgegangen ist.
Zu Liebenrode gehört der Ortsteil Steinsee, dieser befindet sich etwa zwei Kilometer südöstlich und wurde bereits am 1. Juli 1950 eingemeindet. In Liebenrode existierte ein Rittergut der Grafen von Klettenberg und später derer von Hohnstein.
Zur DDR-Zeit war Liebenrode Standort der 2. Grenzkompagnie der NVA, die entsprechende Kaserne existiert noch (2013).
Die einstmals eigenständige Gemeinde Liebenrode gehörte von 1991 bis 1996 der Verwaltungsgemeinschaft Grenzland an. Mit der Auflösung dieser am 17. Oktober 1996 wurden die Mitgliedsgemeinden zur Gemeinde Hohenstein zusammengeschlossen.
Das Wappen wurde am 5. Oktober 1937 durch den Oberpräsidenten der Provinz Sachsen verliehen.
Blasonierung: „In Gold auf grünem Boden eine grüne Linde.“ Die Linde steht zumindest seit 1797 in den alten Siegeln der Gemeinde. Das Wappen wurde von dem Magdeburger Staatsarchivrat Otto Korn gestaltet.
Liebenrode liegt am Karstwanderweg Südharz.