Ein stärkerer Starrheitsbegriff ist die (globale) Mostow-Starrheit.
Definition
Sei eine Matrixgruppe, zum Beispiel oder , ein Gitter und die Inklusion.
Das Gitter heißt lokal starr, wenn es eine Umgebung von in der Darstellungsvarietät gibt, so dass alle Darstellungen in dieser Umgebung zu äquivalent (d.h. vermittels eines Elementes aus konjugiert) sind.
Eine hinreichende Bedingung für lokale Starrheit einer Darstellung ist das Verschwinden der Kohomologiegruppe, wobei die adjungierte Darstellung von bezeichnet.
Die Darstellungen können mit dem durch die Inklusion induzierten Homomorphismus verknüpft werden. Die so erhaltene Folge von Darstellungen konvergiert für gegen , ist aber nicht zu äquivalent. Die Darstellung ist also nicht lokal starr.
Literatur
Joan Porti: Local and infinitesimal rigidity of representations of hyperbolic three manifolds. RIMS Kôkyûroku, Kyoto University Vol 1836 (2013), 154–177, online (PDF; 293kB)
Einzelnachweise
↑Atle Selberg: On discontinuous groups in higher-dimensional symmetric spaces. 1960 Contributions to function theory (internat. Colloq. Function Theory, Bombay, 1960) pp. 147–164 Tata Institute of Fundamental Research, Bombay
↑Eugenio Calabi: On compact, Riemannian manifolds with constant curvature. I. 1961 Proc. Sympos. Pure Math., Vol. III pp. 155–180 American Mathematical Society, Providence, R.I.
↑André Weil: On discrete subgroups of Lie groups. II. Ann. of Math. (2) 75 1962 578–602.
↑H. Garland, M. S. Raghunathan: Fundamental domains for lattices in (R-)rank 1 semisimple Lie groups. Ann. of Math. (2) 92 1970 279–326.
↑G. A. Margulis: Arithmeticity of the irreducible lattices in the semisimple groups of rank greater than 1. Invent. Math. 76 (1984), no. 1, 93–120.