Weil-Starrheit

In der Mathematik gibt der Weilsche Starrheitssatz eine berechenbare Bedingung für die lokale Starrheit (d. h. Nicht-Deformierbarkeit) von Darstellungen. Er ist von Bedeutung in verschiedenen Gebieten der Mathematik, meist im Zusammenhang mit Darstellungen diskreter Gruppen.

Tangentialraum der Darstellungsvarietät

Darstellungen einer Gruppe in eine Lie-Gruppe kann man als Punkte der Darstellungsvarietät auffassen. Deformationen einer Darstellung sind dann also Kurven in der Darstellungsvarietät und entsprechen somit Tangentialvektoren der Darstellungsvarietät.

Der Zariski-Tangentialraum der Darstellungsvarietät entspricht den 1-Kozykeln mit Werten in der adjungierten Darstellung:

.

Dabei entspricht ein Tangentialvektor einer Kurve (mit ) in und der zugehörige 1-Kozykel ist gegeben durch

.

Die durch Konjugation (mit ) gegebenen Deformationen entsprechen genau den 1-Korändern.

Insbesondere ist lokal starr, wenn

ist. Die Umkehrung gilt im Allgemeinen nicht, sie gilt aber für halbeinfache Darstellungen .

Weils Starrheitssatz

Sei eine zusammenhängende halbeinfache Lie-Gruppe ohne kompakten Faktor und ein irreduzibles kokompaktes Gitter. Wenn nicht lokal isomorph zu SL(2,R) ist, dann ist

.

Insbesondere ist die Inklusion lokal starr.

Siehe auch

Literatur