Louis Mathurin Moreau-Christophe

Louis Mathurin Moreau-Christophe (* 1799 in Loches; † 1883 in Paris) war ein französischer Wirtschaftswissenschaftler und Generalinspektor der französischen Gefängnisse von 1837 bis 1848.

Leben

Moreau-Christophe studierte Rechtswissenschaften und wurde 1825 als Rechtsanwalt zugelassen. 1830 wurde er zum Gefängnisinspektor im Département Seine ernannt, war von 1833 bis 1837 Unterpräfekt in Nogent-le-Rotrou, und wurde schließlich Ende 1837 zum Generalinspektor der französischen Gefängnisse ernannt. In dieser Position reorganisierte er das französische Strafvollzugssystem. Er war ein Mitglied der sogenannten science pénitentiaire und zudem einer der rigorosesten Vertreter der Schweige- und Isolationshaft, was schließlich auch im Mai 1848 zu seiner Entlassung aus dem Staatsdienst führte. Er zog sich danach ins Privatleben zurück.

Während seiner aktiven Zeit stand er mit zahlreichen anderen Strafvollzugsexperten wie William Parker Foulke und Carl Joseph Anton Mittermaier in Briefkontakt und studierte bei seinen häufigen Auslandsaufenthalten die Gefängnisse in verschiedenen europäischen Ländern und den Vereinigten Staaten. Dies führte zu zahlreichen Veröffentlichungen, in denen er seine Ansichten und Verbesserungsvorschläge präsentierte.

Werke (Auswahl)

Literatur

Fußnoten

  1. ↑ Lebenslauf in der Bibliothèque nationale de France, S. 2.