Ludwig Traub

Ludwig Traub (* 27. Mai 1844 in Kempten; † 21. April 1898 in Göppingen) war ein württembergischer Maler, Zeichner und Illustrator.

Leben

Traub war ein Sohn des Fassmalers von Oggelsbeuren Wendelin Traub und dessen Ehefrau Theresia geb. Tauber. Er wurde in Kempten geboren, als sein Vater für kurze Zeit als Aufseher in der dortigen „Zündhölzlfabrik“ beschäftigt war, und katholisch getauft. Der Vater erhielt bereits am 3. Januar 1831 mit seiner Familie das Bürgerrecht in Schelklingen und wohnte prinzipiell in Schelklingen. Sein Vater war ein ausgebildeter Kunstmaler, hatte aber in Schelklingen nur wenige Aufträge und arbeitete überwiegend als Fassmaler, Schriftenmaler und Anstreicher. Eine der wenigen bekannten Zeichnungen von Wendelin Traub sind die Ganzkörperporträts des Jakob Friedrich Sprandel und dessen Ehefrau Anna Maria geb. Häberle. Traubs älterer Bruder war Wilhelm Traub (1828–1874), welcher an der Münchener Kunstakademie zum Maler ausgebildet wurde und sich dort niederließ.

Traub war um 1864 bis um 1870 Schüler der Stuttgarter Kunstakademie. Zeitlich und stilistisch muss er ein Schüler Bernhard von Nehers gewesen sein. Er ließ sich nach seiner Ausbildung in Göppingen nieder und arbeitete als Kirchenmaler für die Kirchen in Wilflingen, Gruol und lieferte Decken- und Wandgemälde für mehrere Donzdorfer Kapellen. Bekannter wurde er durch seine Illustrationen zu den Werken von Christoph von Schmid und anderen Jugendbuchautoren, vor allem aber auch durch seine Illustrationen für die Marienkalender Karl Mays.

Familie

Traub heiratete in erster Ehe in Berg bei Ravensburg am 31. März 1870 Francisca Rothenhäusler. In der Ehe wurden sechs Kinder geboren. Nach dem Tod seiner Frau in Saulgau am 29. Juli 1884 heiratete Traub ein zweites Mal am in Donzdorf am 28. April 1885 Pauline Beiter. In der zweiten Ehe kamen nochmals acht Kinder zur Welt.

Werke (Auswahl)

Gemälde

Buchillustrationen

Illustrationen für die Marien-Kalender von Karl May

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Matricula online, Bistum Augsburg, Pfarrei St. Lorenz Kempten, Signatur 14-T Taufen 1.1.1842-31.12.1853, Taufeintrag Nr. 70.
  2. ↑ Matricula online, Bistum Augsburg, Pfarrei St. Lorenz Kempten, Signatur 14-T Taufen 1.1.1842-31.12.1853, Taufeintrag Nr. 70.
  3. ↑ Stadtarchiv Schelklingen: Ratsprotokoll B 12. Band 9 § 57.
  4. ↑ Eberl et al. 2012 Nr. 325; Stadtarchiv Göppingen Familienregister C 10 Nr. 47.9 Nr. 286[45]
  5. ↑ Paul Keppler: Württemberg’s kirchliche Kunstalterthümer… W. Bader, Rottenburg a. N. 1888, S. 45 (Textarchiv – Internet Archive – Anhang Neuanschaffungen seit 1850).