| MED-EL GmbH | |
|---|---|
| Rechtsform | Gesellschaft mit beschränkter Haftung |
| Gründung | 1990 |
| Sitz | Innsbruck, Österreich |
| Leitung | Ingeborg Hochmair, Geschäftsführerin |
| Mitarbeiterzahl | mehr als 3.300 Mitarbeiter weltweit |
| Umsatz | 406 Mio. EUR (2024) |
| Branche | Medizintechnik |
| Website | www.medel.com |
| Stand: Juli 2026 | |
MED-EL ist ein 1990 gegründetes, international tätiges Medizintechnikunternehmen mit Sitz in Innsbruck, Österreich, das implantierbare Hörsysteme (Cochleaimplantate, Mittelohr-Implantat, Knochenleitungs-Implantate und Hörsysteme mit elektro-akustischer Stimulation) produziert. MED-EL befindet sich in Privatbesitz und wird von der geschäftsführenden Gesellschafterin Ingeborg Hochmair geleitet.
Die österreichischen Wissenschaftler Ingeborg Hochmair-Desoyer und Erwin Hochmair begannen 1975 an der Technischen Universität Wien mit der Entwicklung von Cochlea-Implantaten. Sie entwickelten das weltweit erste mikroelektronische Mehrkanal-Cochlea-Implantat, das Ende 1977 in Wien implantiert wurde. Die Implantation gilt als Meilenstein in der Behandlung von Taubheit.
Nachdem Erwin Hochmair 1985 eine Professur an der Universität Innsbruck erhalten hatte, gründete das Ehepaar dort das Unternehmen MED-EL für die Vermarktung der Technologie; die ersten Mitarbeiter wurden 1990 eingestellt. In den Folgejahren entwickelte MED-EL mehrere Neuerungen, darunter 1991 einen der ersten Hinter-dem-Ohr-Audioprozessoren. Seit 2003 ist der US-amerikanische Physiologe und Erfinder Geoffrey R. Ball technischer Leiter (CTO) des mit MED-EL verbundenen Unternehmens VIBRANT MED-EL. 2013 eröffnete MED-EL in Innsbruck das eigene Hörmuseum Audioversum.
MED-EL befindet sich in Privatbesitz und wird von der geschäftsführenden Gesellschafterin Ingeborg Hochmair geleitet.
2004 erhielt das Ehepaar Hochmair für die Entwicklung des ersten mehrkanaligen Cochlea-Implantats mit Hybridtechnik die Ehrendoktorwürde der TU München als „Pioniere der Gehörlosen-Technik“. 2013 wurde Ingeborg Hochmair in New York mit dem Lasker-De Bakey Clinical Medical Research Award ausgezeichnet. 2015 erhielten Ingeborg und Erwin Hochmair den Fritz J. and Dolores H. Russ Prize und 2016 den Technologiepreis der Eduard-Rhein-Stiftung. 2023 wurden beide mit der IEEE Alexander Graham Bell Medal ausgezeichnet. 2026 folgte der Richard N. Merkin Prize in Biomedical Technology.
MED-EL betreibt Forschung und Entwicklung. Im August 2013 wurde ein neues Gebäude speziell für diesen Bereich in Innsbruck errichtet.
MED-EL operiert in 140 Ländern weltweit, u. a. in Europa, Amerika, dem Mittleren Osten und in Asien. Die Zentrale befindet sich in Innsbruck, Österreich.


MED-EL entwickelt, produziert und vertreibt verschiedene Hörimplantat-Lösungen zur Behandlung der unterschiedlichen Arten von Hörverlust.
Koordinaten: 47° 15′ 44,9″ N, 11° 22′ 26,4″ O