Maasdriel

Gemeinde Maasdriel
Flagge der Gemeinde Maasdriel
Flagge
Wappen der Gemeinde Maasdriel
Wappen
Staat Niederlande Niederlande
Provinz  Gelderland
Bürgermeister Antoine Walraven (VVD)
Sitz der Gemeinde Kerkdriel
Fläche
 – Land
 – Wasser
75,46 km²
65,88 km²
9,58 km²
CBS-Code 0263
Einwohner 26.225 (1. Jan. 2026)
Bevölkerungsdichte 348 Einwohner/km²
Koordinaten 51° 46′ N, 5° 20′ OKoordinaten: 51° 46′ N, 5° 20′ O
Bedeutender Verkehrsweg A2 E25 N322 N831 N832
Vorwahl 0418, 0487, 073
Postleitzahlen 5321, 5324–5325, 5327–5328, 5331, 5333–5335, 5855, 6624
Website maasdriel.nl
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Maasdriel (anhörenⓘ/?) ist eine Gemeinde der niederländischen Provinz Gelderland. Sie hat eine Gesamtfläche von 75,46 km² und zählte am 1. Januar 2026 nach Angaben des CBS 26.225 Einwohner.

Orte

Zwischen den Klammern die ungefähre Einwohnerzahl der Dörfer Anfang 2024.

so wie einige kleine „Gehuchte“ (Gehöfte), u. a. Wellseind, St. Andries, Wordragen u. a.

Lage und Wirtschaft

Die Gemeinde bildet die Südosthälfte der Landschaft Bommelerwaard. Sie wird im Norden von dem Rheinarm Waal und im Süden von der Maas begrenzt. Jenseits der Maas, gegenüber Hedel, liegt die Hauptstadt der Provinz Noord-Brabant, ’s-Hertogenbosch; viele Einwohner der Gemeinde Maasdriel sind Pendler, die dort arbeiten. Im Norden wird Maasdriel von Zaltbommel begrenzt.

In Nord-Süd-Richtung durch die Gemeinde verläuft der Rijksweg 2 (Utrecht-’s-Hertogenbosch). Die Ausfahrt 19 dieser Fernstraße befindet sich zwischen Hedel und Velddriel. Obwohl auch die Bahnstrecke Utrecht–Boxtel das Gemeindegebiet durchquert, sind Bahnreisende seit der Schließung des Haltes in Hedel 1950 auf die Bahnhöfe ’s-Hertogenbosch und Zaltbommel angewiesen. Von dort aus gibt es Busverbindungen, jedoch nicht zu allen Dörfern fahren regelmäßig Busse.

Wirtschaftlich von Bedeutung sind Land- und Gartenwirtschaft, u. a. die Zucht von Erdbeeren und Champignons. Namentlich Ammerzoden und Hedel auch einiges Kleingewerbe und Handel, u. a. in Ammerzoden eine Großhandlung mit Kartoffeln.

Geschichte

Die Bevölkerung dieser Gemeinde ist überwiegend katholisch; man ist stark auf Nordbrabant orientiert, was vom 16. bis zum 19. Jahrhundert manchmal zu Problemen mit der protestantischen Provinzverwaltung von Gelderland führte.

Die meisten Orte der Gemeinde bestehen schon seit langer Zeit. In der Nähe von Rossum soll ein römisches Kastell namens Grinnes gestanden haben; es wird auf der Peutinger Karte als Grinnibus angegeben. Manche Wissenschaftler bestreiten jedoch, dass dieses Kastell hier gestanden hat. Die ersten urkundlichen Belege der Dörfer (Jahreszahlen nach der niederländischen Wikipedia):

Im Achtzigjährigen Krieg wurde, im Jahr 1599, unweit von Heerewaarden das bedeutende Fort Sint-Andries mit dem nahen Kanal von Sint Andries gebaut. Die wegen der Lage (vom Fort aus kann man schon mit altmodischen Kanonen oder mit Maschinengewehren sowohl die Schifffahrt auf dem Waal wie auf der Maas angreifen) strategisch wichtige Befestigung wurde 1812 erneuert. Im April 1945 wurde noch um dieses Fort gekämpft zwischen deutschen und alliierten Truppen. Die Überreste der Anlage sind frei zu besichtigen. Im 19. Jahrhundert war dieses Gebiet recht arm. Heerewaarde hatte einen Fischereihafen, aber anderswo fristete man als Kleinbauer oder Reetkorbflechter ein karges Dasein. Vor allem aus Velddriel zogen damals viele Männer weg, unter anderem um in den Kohlebergwerken des Ruhrgebietes zu arbeiten. Dorf und Schloss Ammerzoden erlitten im Zweiten Weltkrieg erheblichen Schaden. Die Fähre bei Alem war in dieser Epoche eine bei Widerstandskämpfern beliebte Stelle, wo sie nachts ungesehen die Maas überqueren konnten.

Politik

Sitzverteilung im Gemeinderat

Kommunalwahl am 18. März 2026
Wahlbeteiligung: 55,80 %
 %
40
30
20
10
0
32,07
28,00
10,95
9,35
8,13
6,11
5,40
HvM a
SSM b
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2022
 %p
 35
 30
 25
 20
 15
 10
   5
   0
  −5
−10
−15
−20
+32,07
−6,19
−4,31
−3,42
−18,74
−0,40
+0,99
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
a 
Hart voor Maasdriel
b 
Samen Sterk Maasdriel
d 
2022 als eigenständige Wahllisten
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/TITEL zu lang

Der Gemeinderat wird seit 1982 folgendermaßen gebildet:

ParteiSitze
198219861990199419982002200620102014201820222026
Hart voor Maasdriel–––––––––––7
Samen Sterk Maasdriel a344334246786
VVD222354552332
GroenLinks––––01221222
PvdA b–111223110
CDA554387779662
D66––––0––––111
SGP––––00000011
Gemeentebelangen Maasdriel–––––10–––––
Lijst Baars001100––––––
Gemeenschappelijk Belang Ammerzoden––––1–––––––
Dorpsbelang––––0–––––––
Lijst Van Boxtel1112––––––––
Konstruktief Maasdriel b2–––––––––––
Gesamt131313131919191919192121
Anmerkungen
a 
Im Jahr 1982 kandidierte Samen Sterk Maasdriel als Lijst Van den Biggelaar.
b 
Die örtliche PvdA-Fraktion ging zur Kommunalwahl 1986 aus Konstruktief Maasdriel hervor.

Bürgermeister

Seit dem 27. Juni 2024 ist Antoine Walraven (VVD) amtierender Bürgermeister der Gemeinde. Zu seinem Kollegium zählen die Beigeordneten Jan Hein de Vreede (Samen Sterk Maasdriel), Peter de Vries (CDA), Anita Sørensen (CDA), Erik van Hoften (Samen Sterk Maasdriel) sowie der Gemeindesekretär Ad de Jong.

Sehenswürdigkeiten/Ereignisse

Bedeutende Personen aus Maasdriel

Commons: Maasdriel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Nieuwe burgemeester in Maasdriel. In: Rijksoverheid.nl. Ministerie van Algemene Zaken, 7. Juni 2024, abgerufen am 29. Juni 2024 (niederländisch).
  2. ↑ Bevolkingsontwikkeling; regio per maand. In: StatLine. Centraal Bureau voor de Statistiek, 27. Februar 2026, abgerufen am 28. Februar 2026 (niederländisch).
  3. ↑ Kerncijfers wijken en buurten 2024. In: StatLine. CBS, 14. Oktober 2024, abgerufen am 19. Oktober 2024.
  4. ↑ Wichor Bramer: station Hedel. In: Internetseite stationsweb.nl. Abgerufen am 4. September 2023 (niederländisch).
  5. 1 2 Ergebnisse der Kommunalwahlen: 1982–2002 2006 2010 2014 2018 2022 2026, abgerufen am 15. Mai 2026 (niederländisch).
  6. ↑ College van burgemeester en wethouders Gemeente Maasdriel, abgerufen am 15. Juli 2018 (niederländisch)
  7. ↑ Dakpannenmuseum (Memento vom 21. Februar 2009 im Internet Archive)