Der Name Magdalena entstand als Latinisierung aus dem altgriechischenΜαγδαληνήMagdalēnē, was im Neuen Testament den Beinamen der Maria von Magdala darstellt. Mit seiner Bedeutung „die Magdalenerin“ verweist er vermutlich auf den Ort Magdala. Dabei handelt es sich vermutlich um die gräzisierte Form von מִגְדָּלmigdāl „Turm“.
Verbreitung
International
Der Name Magdalena ist heute vor allem in Chile (Rang 36, Stand 2014) und Kroatien (Rang 32, Stand 2021) verbreitet. Auch in Tschechien gehört der Name seit fast 100 Jahren zu den 100 beliebtesten Mädchennamen, wird jedoch seit den 1980er Jahren häufiger in der Schreibweise Magdaléna vergeben.
Gehörte der Name in Polen zu Beginn des Jahrtausends noch zu den 20 beliebtesten Mädchennamen des Landes, wurde er in den vergangenen Jahren immer seltener vergeben. Mit Rang 49 gehört er jedoch nach wie vor zu den 50 beliebtesten Mädchennamen (Stand 2021). Auch in Spanien ließ die Popularität des Namens nach, jedoch weitaus stärker als in Polen. Im Jahr 1920 stand Magdalena auf Rang 53 der beliebtesten Mädchennamen in Spanien. Heute wird er nur noch äußerst selten vergeben.
In den Niederlanden wird der Name seit 1930 fast jedes Jahr bei der Namenswahl berücksichtigt. Von 1930 bis 1959 lag er durchgehend in den Top100. Der Name wird in Schweden seit 1998 alljährlich vergeben, er gilt als mäßig beliebt. In Norwegen war er besonders in den 1970er und 1980er Jahren ein beliebter Vorname. Dahingegen ist er in Dänemark eher selten anzutreffen.
Deutschland
In Deutschland ist Magdalena ein relativ zeitloser Name. Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts war er relativ beliebt. Im Laufe der Jahre wurde er seltener vergeben, war jedoch lediglich in den 1960er Jahren völlig außer Mode. Zu Beginn der 1970er Jahre erlebte er einen rapiden Aufstieg in den Vornamenscharts. Seitdem wird er – mit Ausnahme weniger Jahre zu Beginn des neuen Jahrtausends – regelmäßig vergeben. Im Jahr 2021 belegte der Name Rang 99 in den Vornamenscharts. Der Name ist insbesondere in Bayern beliebt.
Österreich und die Schweiz
In Österreich kommt der Name seit 1984 jedes Jahr in den Vornamenscharts vor. Zwischen 1994 und 2008 befand er sich in den Top20. Im Jahr 2023 belegte er Rang 22. Von 1984 bis 2023 wurde der Name rund 14.700 Mal vergeben. Der Name kommt in der Schweiz seit 1930 alljährlich in der Namensgebung vor. Zwischen 1930 und 1956 lag er stets in den Top100 der Hitlisten. In den letzten Jahren ist er eher mäßig beliebt. Von 1930 bis 2023 wurden circa 5.700 Mädchen so genannt. Die Vergabe ist auch in Liechtenstein nachgewiesen.
↑Magdalena.In:Behind the Name.Mike Campbell,abgerufen am 1.Juni 2022(englisch).
12Walter Bauer:Griechisch-deutsches Wörterbuch zu den Schriften des Neuen Testaments und der frühchristlichen Literatur. Hrsg.: Kurt Aland, Barbara Aland. 6. Auflage. Walter de Gruyter & Co., Berlin/New York 1988, ISBN 3-11-010647-7, S.983.
↑Wilhelm Gesenius:Hebräisches und aramäisches Handwörterbuch über das Alte Testament. 18. Auflage. Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg 2013, ISBN 978-3-642-25680-6, S.626.