| Kristallstruktur | ||||||||||
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| _ Mg2+ _ Br− | ||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||
| Name | Magnesiumbromid | |||||||||
| Andere Namen |
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| Verhältnisformel | MgBr2 | |||||||||
| Kurzbeschreibung |
farbloser Feststoff | |||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||
| Molare Masse | 184,11 g·mol−1 | |||||||||
| Aggregatzustand |
fest | |||||||||
| Dichte |
3,72 g·cm−3 (25 °C) | |||||||||
| Schmelzpunkt |
711 °C | |||||||||
| Löslichkeit |
gut in Wasser (1015 g·l−1 bei 20 °C), moderat in Methanol und Ethanol | |||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||
Magnesiumbromid ist das Magnesiumsalz der Bromwasserstoffsäure (HBr). Es zählt zur Gruppe der Bromide und hat die Summenformel MgBr2. Es wird vor allem in der organischen Synthese eingesetzt.
Magnesiumbromid kommt gelöst im Meerwasser und natürlichen Solen vor. Zudem enthalten manche Salzseen wie das Tote Meer und der Große Salzsee hohe Konzentrationen an Magnesiumbromid. Fest kommt die Verbindung in Kalisalz-Lagerstätten, etwa in Staßfurt vor.
Magnesiumbromid-Hexahydrat entsteht durch die Reaktion von Magnesiumoxid oder Magnesiumhydroxid mit Bromwasserstoffsäure und anschließende Kristallisation des Hexahydrates.
Wasserfreies Magnesiumbromid kann entweder durch Erhitzen des Hexahydrates mit trockenem Bromwasserstoffgas oder aus den Elementen durch Reaktion von Magnesium mit Bromdampf gewonnen werden. Ein Erhitzen an der Luft führt dagegen nicht zum Anhydrid, da bei der Dehydratisierung des letzten Kristallwasser-Moleküls ein Magnesiumhydroxidbromid-Doppelsalz gebildet wird.
In der organischen Synthese wird häufig das Etherat, ein Komplex mit Diethylether eingesetzt. Er wird durch Reaktion von Magnesium mit 1,2-Dibromethan in Diethylether dargestellt.
Magnesiumbromid-Hexahydrat bildet farblose, hygroskopisches Kristalle, die in einer monoklinen Kristallstruktur in der Raumgruppe C2/m (Raumgruppen-Nr. 12) kristallisieren. Ab einer Temperatur von 67 °C zersetzt es sich stufenweise unter Abgabe von Kristallwasser. Weitere Hydrate, die sich dabei bilden sind das Tetra-,Di- und Monohydrat. Zudem ist das Nonahydrat MgBr2 · 9 H2O bekannt.
Wasserfreies Magnesiumbromid bildet weiße, hexagonale, zerfließende Kristalle, die gut in Wasser, moderat in Methanol und Ethanol löslich sind. Magnesiumbromid kristallisiert in der Cadmium(II)-iodid-Struktur, einer hexagonalen Kristallstruktur mit der Raumgruppe P3m1 (Raumgruppen-Nr. 164) und den Gitterparametern a = 3,822 Å und c = 6,269 Å.
Magnesiumbromid ist ein vielfach in der organischen Synthese verwendetes Reagenz, das als Lewis-Säure wirkt. Zu den Reaktionen, die es katalysiert, zählen unter anderem Aldol-Reaktionen, nukleophile Additionen, Cycloadditionen, Umlagerungen und Kupplungsreaktionen. Zudem kann es die Ausbeute von Grignard-Reaktionen erhöhen und ist ein effektives Bromierungs-Reagenz.
Magnesiumbromid kann zur Herstellung von Brom aus bromidhaltigen Laugen verwendet werden.
Es wird als Elektrolyt in Magnesiumbatterien erforscht.
Medizinisch wirkt Magnesiumbromid als Sedativum und Antikonvulsivum.