
Manfred Herzer-Wigglesworth (* 6. März 1949 in Berlin) ist ein deutscher Autor, Herausgeber und Geschichtsforscher.
Als Student der Soziologie an der Freien Universität Berlin war Herzer Gründungsmitglied der Homosexuellen Aktion Westberlin. Nach dem Studium wurde er Bibliothekar in Berlin und war ab 1976 für die Amerika-Gedenkbibliothek tätig. Er kuratierte gemeinsam mit Margarethe Gerber 1983 die Ausstellung „Berliner Widerstand 1933 –1945: Berlin halt ein, besinne dich, dein Tänzer ist der Tod“ in der Amerika-Gedenkbibliothek.
Unter dem Pseudonym „Mimi Steglitz“ war Herzer einer der Hauptkontrahenten im sog. Tuntenstreit. Er war einer der Initiatoren zur Gründung der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft. Außerdem war er Gründungsmitglied des Schwulen Museums*. Dort gab er von 1987 bis 2019 Capri – Zeitschrift für schwule Geschichte heraus.
Mit einer Festschrift Capricen wurde er 2014 geehrt. Ebenfalls 2014 ging Herzer eine Homo-Ehe mit Frank Wigglesworth ein und änderte seinen Familiennamen in Herzer-Wigglesworth. 2016 wurde bei ihm ein metastasierendes Prostatakarzinom diagnostiziert.
Als Autor:
Als Herausgeber:
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Herzer, Manfred |
| ALTERNATIVNAMEN | Herzer-Wigglesworth, Manfred (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Autor, Herausgeber und Geschichtsforscher |
| GEBURTSDATUM | 6. März 1949 |
| GEBURTSORT | Berlin |