Markusy

Markusy
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Markusy (Polen)
Markusy (Polen)
Markusy
Basisdaten
Staat: Polen Polen
Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Powiat: Elbląg
Gmina: Markusy
Geographische Lage: 54° 3′ N, 19° 23′ OKoordinaten: 54° 2′ 52″ N, 19° 23′ 9″ O
Einwohner: 502 (2021)
Postleitzahl: 82-325
Telefonvorwahl: (+48) 55
Kfz-Kennzeichen: NEB
Wirtschaft und Verkehr
Straße: Gronowo Elbląskie–Jasionno–Jezioro ↔ Nowe Dolno–Marwica/DW 527
Żółwiniec–Krzewsk ↔ Zwierzno–Stalewo
Eisenbahn: Bahnstrecke Malbork–Braniewo
Bahnstation: Gronowo Elbląskie
Nächster int. Flughafen: Danzig

Markusy (deutsch Markushof) ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Es ist Amtssitz und zugehörig zur Gmina Markusy im Powiat Elbląski.

Vorlaubenhaus in Markusy

Geographische Lage

Markusy liegt im Nordwesten der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 23 Kilometer östlich der Stadt Malbork bzw. elf Kilometer südlich der Kreismetropole Elbląg.

Geschichte

Gegründet wurde das damalige Merkelshof im Jahre 1360 und vor 1785 Marcushoff bzw. später Markushof genannt. Es war ein weit gestreutes Dorf und hatte vor 1945 eine Bahnstation.

Die Landgemeinde Markushof zählte im Jahre 1773 18 Einwohner. Im Jahre 1820 waren es bereits 76.

Als am 28. Mai 1874 der Amtsbezirk Thiensdorf im Kreis Marienburg (Westpreußen) errichtet wurde, gehörte Markushof zu seinen "Gründungs"-Dörfern. Er gehörte von 1939 bis 1945 zum Reichsgau Danzig-Westpreußen.

Die Zahl der Einwohner von Markushof stieg bis 1885 auf 646 und betrug im Jahre 1910 635. 1933 lebten 650 Menschen in dem Dorf, 1939 waren es 633.

Im Jahre 1945 kam das gesamte frühere Westpreußen zu Polen. Markushof erhielt die polnische Namensform „Markusy“ und ist heute eine Ortschaft in der Gmina Markusy, deren Amtssitz es auch ist, innerhalb des Powiat Elbląski und bis 1998 der Woiwodschaft Malbork, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. Im Jahre 2021 zählte Markusy 502 Einwohner.

Religion

Markushof war bis 1945 in die evangelische Kirche in Thiensdorf im Kirchenkreis Marienburg eingegliedert, und gehört heute zur Kirche in Elbląg in der Diözese Pommern-Großpolen der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.

Die römisch-katholischen Einwohner von Markushof gehörten vor 1945 wie auch die Einwohner Markusys nach 1945 zur Pfarrei in Thiergart resp. Zwierzno im Dekanat Marienburg (Malbork) im jetzigen Bistum Elbląg, einst Bistum Ermland.

In Markushof gab es eine Gemeinde der evangelischen Freikirche der Mennoniten, die historisch eng mit der Nachbargemeinde in Thiensdorf verbunden war. Sie entstand 1791 durch eine Spaltung der friesischen Gemeinde im Kleinen Werder: ein Teil blieb in Thiensdorf, ein anderer errichtete noch in demselben Jahr ein Bethaus in Markushof.

Nach dem schweren Hochwasser der Weichselflut von 1888, das große Verwüstungen anrichtete, näherten sich beide Gemeinden wieder an. Im Jahre 1890 fanden sie erneut zusammen, und im selben Jahr noch wurde das Haus in Markushof abgerissen. Im nahegelegenen Preußisch Rosengart wurde eine neue und gemeinsame Kirche gebaut.

Verkehr

Markusy liegt an einer Nebenstraße, die Gronowo Elbląskie und Marwica verbindet. Das Dorf hat Bahnanschluss über die Bahnstation an der Bahnstrecke Malbork–Braniewo. Bis 1945 war Markushof selber Bahnstation am Abschnitt Elbing–Miswalde der Bahnstrecke von Elbing nach Hohenstein, die heute nicht mehr existiert.

Commons: Markusy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Polska w Liczbach: Wieś Markusy w liczbach (polnisch)
  2. 1 2 3 Westpreußisches Ortsverzeichnis: Markushof
  3. ↑ Dietrich Lange: Markushof
  4. ↑ Rolf Jehke: Amtsbezirk Thiensdorf
  5. ↑ Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 504
  6. ↑ Willi Janßen: Einige Informationen aus den Kirchenbüchern „Thiensdorf-Markushof-Preußisch Rosengart“ und „Orlofferfelde“, in: Chortitza. Mennonitische Geschichte und Ahnenforschung