Matthias Grunsky

Matthias Grunsky

Matthias Grunsky (* 15. August 1971 in Wien) ist ein österreichischer Kameramann (Director of Photography). Er erlangte Anerkennung für seine Arbeit an US-Independent-Filmen, insbesondere mit dem Regisseur Andrew Bujalski.

Leben und Werk

Als Kameraassistent arbeitete Grunsky in Österreich und Deutschland unter anderem bei Richard Linklaters Before Sunrise (1995) und Franz Antels Der Bockerer II – Österreich ist frei (1996) mit. Danach absolvierte er ein zweijähriges Kamerastudium am American Film Institute in Los Angeles. Sein erster Spielfilm als Kameramann war Funny Ha Ha (2002) für den amerikanischen Regisseur Andrew Bujalski, mit dem er danach sechs weitere Kinofilme drehte. In Deutschland arbeitet Grunsky unter anderem mit Regisseur Edgar Reitz, für den er beim Kinofilm Leibniz – Chronik eines verschollenen Bildes (2025) hinter der Kamera stand.

Grunsky arbeitet, insbesondere mit Regisseur Bujalski, oft mit unkonventionellen Kameraformaten, wie z. B. mit Schwarzweiß-Video-Röhren-Kameras aus den 1970ern beim Kinofilm Computer Chess (2013), für den er bei den US-amerikanischen Independent Spirit Awards in der Kategorie „Best Cinematography“ nominiert wurde, oder mit iPhones beim Film There There (2022).

Für das Musical Saints Rest (2016) gewann er den „Best of the Midwest Award“ in der Kategorie „Best Cinematography“.

Neben seiner Kameraarbeit realisiert Grunsky gemeinsam mit der Filmemacherin Angela Bedekovic eigene Filme und Installationen. Ihre Drei-Kanal-Videoinstallation TOURIST wurde beim 31. Split Film Festival 2026 mit dem Grand Prix für Medienkunst ausgezeichnet.

Grunsky ist Mitglied im Berufsverband Kinematografie, BVK. Er arbeitet international. Kritiker loben seine intimen, unaufdringlichen Bilder und Chiaroscuro-Lichtstimmungen, die Rembrandt und Georges de La Tour ähnelten.

Filmographie (Auswahl)

Auszeichnungen

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Matthias Grunsky bei IMDb
  2. ↑ , auf bkfm.de
  3. ↑ Tim Dams: ‘Heimat’ director Edgar Reitz starts shooting portrait of Enlightenment thinker ‘Leibniz’ (exclusive). 30. September 2024, abgerufen am 26. Juni 2025.
  4. ↑ 'Computer Chess' DP Tours the Totally Tubular Sony AVC-3260 Vacuum Tube Camera, auf nofilmschool.com
  5. ↑ Matthias Grunsky für "Spirit Award" nominiert. In: derstandard.at. 9. Januar 2014, abgerufen am 2. Februar 2024.
  6. ↑ Ben Kenigsberg: In ‘There There,’ the Actors in the Room Are Far Far From Each Other (Published 2022). In: nytimes.com. 18. November 2022, abgerufen am 3. Februar 2024 (englisch).
  7. ↑ There There tribecafilm.com
  8. 1 2 3 Daniel Patton: Reel things | 2019 Best of the Midwest Awards, auf reelchicago.com
  9. ↑ February 2026|website=searchdilm.de |
  10. ↑ September 2026|website=portal.hr |
  11. ↑ Beeswax. In: variety.com. Abgerufen am 27. September 2025.
  12. ↑ Leibniz – Chronicle of a Lost Painting. In: dmovies.org. Abgerufen am 27. September 2025.
  13. ↑ Matthias Grunsky für "Spirit Award" nominiert. In: derstandard.at. 9. Januar 2014, abgerufen am 2. Februar 2024.
  14. ↑ Tourist: 3-Screen Video Installation. In: imdb.com. Abgerufen am 22. September 2026.
  15. ↑ FOTO Završen 3. History Film Festival – Pobjednik ‘Love is Potatos’ kroz osobnu priču govori o represivnom teroru, auf torpedo.media
  16. ↑ , auf portal.hr
Personendaten
NAME Grunsky, Matthias
KURZBESCHREIBUNG österreichischer Kameramann
GEBURTSDATUM 15. August 1971
GEBURTSORT Wien