Matthias Kroeger (* 11. Juni 1935 in Riga, Lettland; † 9. September 2021) war ein deutscher evangelischer Theologe, Kirchenhistoriker und Autor.
Kroeger studierte klassische Philologie und evangelische Theologie und wurde nach der Promotion Assistent an der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen. 1968 habilitierte er sich an der Universität Göttingen. Von 1971 bis 1998 war er Professor für Kirchen- und Theologiegeschichte an der Theologischen Fakultät der Universität Hamburg. Kroeger unterstützte mehrfach die Arbeit von Aktion Sühnezeichen und KONTAKTE-KOHTAKTbI bei der Hilfe für Überlebende der Schoa durch Spendensammlungen.
Kirchen- und theologiegeschichtliche Forschungsschwerpunkte Kroegers waren u. a. der junge Martin Luther, die Reformation, die Theologie der Aufklärung, die Liberale Theologie, der Nationalsozialismus und Friedrich Gogarten.
Ursprünglich angeregt von der Debatte über den Gebrauch des Gesetzes bei Luther und parallelen Strukturen in der Gestalttherapie entwickelte Kroeger die Themenzentrierte Interaktion und die Klientenzentrierte Psychotherapie zu einer themenzentrierten Seelsorge weiter und engagierte sich in diesem Sinne als Lehrender.
Kroeger beteiligte sich aktiv an einer Kirchen- und Glaubensreform und ermutigte zu einer distanzierten Christlichkeit.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kroeger, Matthias |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher evangelischer Theologe |
| GEBURTSDATUM | 11. Juni 1935 |
| GEBURTSORT | Riga, Lettland |
| STERBEDATUM | 9. September 2021 |