Mil Mi-8

Mil Mi-8
Militärvariante Mil Mi-8MT mit Auslegern und Bug-MG
Militärvariante Mil Mi-8MT mit Auslegern und Bug-MG
TypMehrzweckhubschrauber
Entwurfsland

Sowjetunion 1955 Sowjetunion/
Russland Russland

Hersteller Mil
Erstflug 24. Juni 1961
Indienststellung 1965
Produktionszeit

Seit 1965 in Serienproduktion

Stückzahl mehr als 12.000

Der Mil Mi-8 (russisch Миль Ми-8, NATO-Codename: Hip) ist ein in der Sowjetunion von Mil entwickelter und gefertigter Mehrzweck- und Transporthubschrauber mit zwei Turbinentriebwerken und großen Heckladetoren. Als Varianten des Mi-8 gelten die Modelle mit den Bezeichnungen Mi-17, Mi-18, Mi-19, Mi-171 und Mi-172. Ein naher Verwandter ist die Marineversion Mi-14, die aber als eigenständiges Muster geführt wird.

Geschichte

Die Mi-8 wurde als Ersatz für die ältere, mit einem Kolbenmotor ausgerüstete Mil Mi-4 entwickelt und eingeführt. 1957 begann das OKB-329 die Eigenschaften für den neuen Hubschrauber zu spezifizieren. Da Nikita Chruschtschow in dieser Zeit der Entwicklung von Raketen den Vorrang gab, stand für die Flugzeugindustrie wenig Geld zur Verfügung. So bediente sich Michail Mil einer Notlüge und präsentierte den Entwurf als „massive Modifikation“ der Mi-4 mit Turbinenantrieb und neuer Bug- und Rumpfsektion, die in Ganzmetall-Halbschalenbauweise aus Duraluminium gefertigt wurden. Der Heckausleger, der Antriebsstrang mit den Rotoren, das Flugregelungssystem und weiteres sollte von der Mi-4 übernommen werden. Da sich die zivile sowjetische Luftfahrtbehörde und die Spitze des sowjetischen Militärs neben der Transportversion auch für einen neuen VIP-Hubschrauber interessierten, wurde der Entwurf am 20. Februar 1958 akzeptiert und Mil mit der Entwicklung des W-8 (W für wertoljot [вертолёт], die russische Bezeichnung für „Hubschrauber“) beauftragt. Der Hubschrauber sollte eine Nutzlast von 1,5 bis 2,0 Tonnen haben. Als Antrieb war zum Verdruss von Mil eine einzelne Turbine vom Typ Iwtschenko AI-24W geplant, die normalerweise in der An-24 eingesetzt wird und für den Einsatz im W-8 von 2400 auf 1900 PS gedrosselt wurde, um die Kraftübertragung und die Rotoren der Mi-4 einsetzen zu können. Der erste Prototyp des einmotorigen W-8 wurde im Juni 1961 fertiggestellt und am 24. Juni 1961 von Boris W. Semskow erstmals geflogen. Nur zwei Wochen nach dem Erststart wurde der an seinem einzelnen Lufteinlauf gut zu erkennende Hubschrauber am 9. Juli 1961 bereits bei der jährlichen Flugschau in Moskau-Tuschino vorgestellt. Im Dezember 1961 wurde der Hubschrauber zu Abnahmetests abgegeben, und ab 1963 diente er als Testplattform am Boden. Ein zweiter einmotoriger Prototyp nahm im November 1961 die Flugerprobung auf.

Mil sah die einmotorige Lösung in Bezug auf Sicherheit und Leistungsfähigkeit als unzureichend an und trieb nebenher die Entwicklung einer zweimotorigen Variante W-8A voran. Da kein geeignetes Triebwerk zur Verfügung stand, wurde vom OKB-478 Isotow das TW2-117 entwickelt. Die ersten Triebwerke und das WR-8-Untersetzungsgetriebe wurden im Sommer 1962 geliefert. Erste Flugtests mit diesem Hubschrauber wurden am 2. August 1962 von N. W. Leschin durchgeführt, der erste echte Flug folgte am 17. September 1962, und nur wenige Tage später wurde der Hubschrauber Nikita Chruschtschow und hochrangigen Funktionären der Warschauer Vertragsorganisation vorgeführt. Die Flugtests wurden bis Anfang 1963 fortgesetzt, bevor der Hubschrauber im März 1963 für erste Tests an die Aeroflot übergeben wurde. Im Laufe der Tests wurden verschiedene Modifikationen vorgenommen, so wurde zur Reduzierung von Vibrationen der Vierblattrotor durch einen im Aufbau identischen Fünfblattrotor ersetzt. Auch der Heckrotor, das Enteisungssystem und das Triebwerkskontrollsystem wurden verändert.

Der im Sommer 1963 fertiggestellte dritte Prototyp W-8AT enthielt einige Änderungen, die sich aus den Flugtests ergeben hatten, und stellte das eigentliche Versuchsmuster für die zivile und militärische Transportvariante Mi-8T dar. So wurden unter anderem die bisherigen separaten seitlichen Türen für die Piloten durch Schiebefenster ersetzt, die Hecktore vergrößert und eine mit Kerosin betriebene Kabinenheizung in einer Verlängerung des externen Steuerbord-Kraftstoffbehälters installiert. Der im Mai 1964 fertiggestellte vierte Prototyp W-8AP diente von Beginn an als Testmuster für die spätere VIP-Version und für die spätere Passagierversion Mi-8P.

Nach den vier Prototypen wurde im November 1964 die Freigabe zur Serienproduktion empfohlen, im März 1965 erteilt, und Ende 1965 liefen die ersten Serienhubschrauber Mi-8P und Mi-8T in Kasan vom Band. Der Testpilot des ersten W-8A, Leschin, kam im Januar 1966 bei einem Testflug mit einer Mi-8 ums Leben, als sein Hubschrauber wegen Versagens des Heckrotors unkontrollierbar wurde und abstürzte.

Seit dieser Zeit wurden mehr als 12.000 Hubschrauber des Typs Mi-8 in mehr als 120 Versionen gebaut; der Hubschrauber wird ständig weiterentwickelt und ist immer noch in Serienproduktion. Hergestellt wurden die Mi-8-Versionen im Staatlichen Flugzeugwerk Nr. 387 in Kasan (mehr als 7.300 Stück) und im Staatlichen Flugzeugwerk Nr. 99 in Ulan-Ude (mehr als 3.800 Stück), UdSSR.

Antrieb und Flugwerk fanden Eingang in die Konstruktion des Kampfhubschraubers Mi-24. Die Mi-14 ist eine aus der Mi-8 entwickelte Marineversion, die am bootsähnlichen Schwimmrumpf (der einen separaten Waffenschacht u. a. für Torpedos und Wasserbomben besitzt) zu erkennen ist. Sie stellt jedoch aufgrund der kompletten Umkonstruktion des Rumpfes praktisch eine Neuentwicklung und damit ein unabhängiges Muster dar. Die Mi-38 basiert ebenfalls auf der Mi-8, hätte aber neben moderner Avionik mit westlichen Triebwerken ausgerüstet werden sollen.

Konstruktion

Video einer kroatischen Mil Mi-17 (Exportversion der Mil Mi-8)
Mil Mi-8T der Interflug, Cockpit
Russische AFA 39 Luftbildkamera mit URAN Objektiv – 27; 2,5 / 10 cm; verwendet bei der Mil Mi-8

Der ursprünglich als Transporthubschrauber entwickelte Mil Mi-8 zeigte schnell seine Eignung für die verschiedensten Einsatzarten, etwa zur Bodenunterstützung mit Raketen und Kanonen auch in Kombination als Kampfhubschrauber. Er verfügt über eine Lastaufhängung, so dass er unter günstigen Bedingungen bis zu drei Tonnen heben kann. Zusätzlich gibt es eine Personenrettungswinde für Lasten bis zu 250 Kilogramm. Grundsätzlich unterteilte man die Mi-8 in drei Versionen: die Transportversion Mi-8T, die bewaffnete Transportversion Mi-8TW und die Variante mit Sonderausstattung Mi-8S.

Rumpf

Der konventionell aufgebaute Rumpf besteht aus vier Sektionen (Vorder- und Mittelrumpf, Heckausleger und Heckrotorausleger) und wird in Ganzmetall-Halbschalenbauweise aus Duraluminium gebaut. Der Heckausleger ist für Wartungszwecke und den Transport abnehmbar. Die Cockpitsektion besaß ursprünglich fünf Fenster in der oberen Reihe und vier in der unteren, wobei die Konstruktion der unteren Reihe später infolge des Einbaus eines PKT-Maschinengewehrs, eines Wetterradars oder einer Panzerung variierte. Die drei mittleren Fenster der oberen Reihe bestanden aus optisch flachem Glas und enthielten ein elektrisches Enteisungssystem. Die beiden seitlichen Fenster der oberen Reihe waren als nach außen gewölbte Schiebefenster aus Plexiglas ausgelegt. Das Cockpit war mit drei Instrumentenpaneelen und einer doppelten mechanischen Flugsteuerung für die beiden Piloten ausgerüstet. Die Paneele waren dabei so angeordnet, dass sich durch die Fenster eine möglichst gute Rundumsicht ergab. Der Transport-/Passagierraum wurde durch eine zum Cockpit hin öffnende Tür abgetrennt, wobei der Flugingenieur im Gang zur Tür seinen Platz hatte. An der Außenseite des Rumpfes zwischen dem Cockpit und der Tür bzw. dem ersten Fenster befanden sich auf beiden Seiten je zwei Klappen zum Zugang zu den Akkumulatorenfächern des Hubschraubers.

Im Mittelrumpf befindet sich neben der Kabine auch die Triebwerksanlage. Bei den Transportversionen kann auf mitgeführten Spurbahnen auch ein PKW in den 5,34 m × 2,25 m × 1,8 m großen und für eine Beladung mit bis zu vier Tonnen ausgelegten Rumpf eingefahren werden. Eine Lastenaufnahme für bis zu 2,5 bis 3,0 t Last (je nach Version) befindet sich im Innenraum an vier Punkten an den Deckenspanten. Dies hat den Vorteil, dass die Last etwa am Schwerpunkt des Hubschraubers angreift und so die Pendelneigung um den Punkt der Lasteinleitung verringert wird. Das Lastseil wird durch eine Luke im Kabinenboden nach unten geführt. An der Tür befindet sich noch eine Seilwinde für eine Last zwischen 150 und 250 kg. Die Kabine der Versionen Mi-8P/Mi-8PS/Mi-172 ist 6,36 m lang, 2,05 m breit und 1,7 m hoch, die der Mi-8MTW-5 ist 6,36 m × 2,34 m × 1,80 m. Als Zugang zur Kabine dient eine im Notfall abwerfbare und nach hinten öffnende Schiebetür mit einer Größe von 1,4 m × 0,62 m auf der linken Seite. Neben dem militärischen Einsatz werden auch viele Mi-8 weiterhin für den zivilen Transport oder als VIP-Hubschrauber verwendet. Bei Letzteren kam zum Teil auch eine nach unten klappende Tür, die gleichzeitig als Einstiegstreppe diente, zum Einsatz. Bei einigen späteren Versionen wurde auf der rechten Seite eine Schiebetür eingebaut. Je nach Version befanden sich auf jeder Seite fünf bis sieben Fenster, wobei die Passagierversionen meist über rechteckige und die Transportversionen über runde Fenster verfügten. Am Heck befanden sich aus zwei Hälften bestehende und zur Seite öffnende und abnehmbare Hecktüren. Im geschlossenen Zustand stand im Rumpf eine Länge von 7,28 m zur Verfügung. Eine der beiden Hecktüren war wiederum mit einer kleineren Tür zur Evakuierung im Notfall ausgerüstet. An der Rumpfseite gab es Aufhängungspunkte für die Kraftstofftanks (anfangs 745 l links und 680 l rechts, später 1140 l links und 1030 l rechts), den Kabinenheizer und/oder eine Klimaanlage. Bei den militärischen Varianten kamen noch je nach Version verschiedene Außenlastträger dazu.

Der konische Heckausleger aus Metall mit kreisförmigem Querschnitt endet am im 45°-Winkel nach oben verlaufenden Heckrotorausleger mit dem Getriebe für den dreiblättrigen Heckrotor mit 3,9 m Durchmesser, 260 mm Blatttiefe und NACA-230M-Profil. Der Heckausleger trägt Stabilisierungsflächen aus Metall von 2,7 m Spannweite mit einem symmetrischen NACA-0012-Profil, die am Boden um 9° nach oben oder unten verstellt werden können. Bei militärischem Einsatz kann am Heckausleger ein Täuschkörperwerfer angebracht werden.

Fahrwerk

Das dreibeinige und hydropneumatisch gefederte Fahrwerk ist nicht einziehbar, hat einen Radstand von 4,26 m und eine Spurweite von 4,5 m. Das Hauptfahrwerk ist mit einzelnen 86,5 cm × 28,0 cm großen pneumatischen gebremsten Rädern ausgerüstet. Das Bugradfahrwerk ist mit zwei 53,5 × 18,5-cm-Rädern doppelt bereift und besitzt weder Bremsen noch eine Steuerung (ohne Belastung rastet es in Flugrichtung ein). Der Hubschrauber wird am Boden durch unterschiedliches Bremsen des Hauptfahrwerkes gesteuert. Der Heckausleger (und damit der Heckrotor) wird von einem kleinen federnden Hecksporn vor Bodenberührung geschützt.

Hauptrotor und Antrieb

Der Hauptrotor ist fünfblättrig und befindet sich direkt über den beiden parallel nebeneinander oberhalb der Kabine liegenden Antriebsturbinen. Er ist in der Draufsicht rechtslaufend (im Uhrzeigersinn) und verfügt über Schlag- und Schwenkgelenke mit hydraulischen Dämpfern. Die austauschbaren Blätter aus Aluminium mit Stahlvorderkanten und Enteisungssystem haben eine konstante Blatttiefe von 520 mm und ein NACA-23012-Profil. Die beiden bis auf die Anordnung des Abgasrohres baugleichen Antriebsturbinen sind so ausgelegt, dass ein Flug auch beim Ausfall einer Turbine unter Einschränkungen fortgesetzt werden kann, da die andere die zusätzliche Leistung zur Verfügung stellen kann. Als Antrieb kommen verschiedene Versionen des Isotow/Klimow TW2-117- oder TW3-117-Triebwerkes zum Einsatz, die zwischen 1500 und 2200 PS Startleistung zur Verfügung stellen und als Treibstoff Kerosin vom Typ T-1, TS-1 oder T-7P (JP-1 oder JP-4) verwenden. Hinter den Triebwerken ist das dreistufige Hauptgetriebe angebracht, hinter diesem wiederum der Nebenabtrieb für das Hydrauliksystem und der Hydraulikblock selbst. Das Hauptgetriebe untersetzt die maximale Eingangsdrehzahl der Triebwerke von 12.000/min in maximal 192/min für den Hauptrotor, 2.589/min für die Heckrotorwelle und etwa 6.000/min für das Gebläse der Ölkühler für Triebwerke und Getriebe. Das Heckrotorengetriebe hat ein Untersetzungsverhältnis von 2,3:1; die Heckrotordrehzahl beträgt etwa 1.124/min.

Bordsysteme

Das Hydrauliksystem besteht aus einem Hauptsystem mit 45 kg/cm² Druck und einem Reservesystem mit 65 kg/cm², das im Notfall automatisch die Steuerung der Flugkontrollsysteme übernimmt. Das elektrische System arbeitet mit 12/48 Volt und wird von zwei 48-kW-Startergeneratoren GS-18TP und sechs 12-V/55-Ah-Bleiakkumulatoren versorgt. Die Elektronikausrüstung des Hubschraubers bestand aus einem Vierkanal-Autopiloten sowie diversen Flugsteuerungs- und Kommunikationssystemen wie Radiohöhenmesser, Doppler-Geschwindigkeitssensor, Radiokompass, UHF-Radio, IFF-Transponder, Radarwarnsystem S-3M Sirena und Flugdatenrekorder.

Versionen

Mi-8T
Mi-8TW
Mi-17 der UN-Friedenstruppen
Mi-8T der ehemaligen NVA
Kroatische Mi-8MTW-1
Russische Mi-8MTW-5

Insgesamt wurden mehr als 120 verschiedene Versionen produziert, die jeweils nach den verwendeten Triebwerken (TW2-117 oder TW3-117) in zwei Generationen unterschieden werden können. Zusätzlich zu dieser großen Anzahl an Versionen, die sich aus einer Vielzahl für spezielle Einsatzzwecke und als Versuchsmuster gebauter Maschinen ergibt, wurden einige exportierte Modelle (zum Beispiel die nach Indien und Finnland gelieferten) mit spezieller Ausrüstung wie einem Wetterradar nachgerüstet und danach mit einer eigenen Versionsbezeichnung versehen.

Prototypen

Serienhubschrauber

* Mi-9 (Hip-G): auch als Mi-8IW bezeichnete Variante als fliegender Befehlsstand (Luftbewegliche Führungsstelle) mit runden Fenstern (wie Mi-8T) und kleiner Hecktür der Mi-8P. Die Elektronik wird am Boden von einer Ai-9-Gasturbine mit 24-kW-Generator mit Strom versorgt. Der Prototyp wurde 1977 in Ulan-Ude gebaut und 1978 begann die Serienproduktion.

Einsätze

Russischer Überfall auf die Ukraine

Seit dem Beginn des russischen Überfalls auf die Ukraine wurden gemäß OSINT-Analysen des Militär-Blogs Oryx bis September 2025 mindestens 37 Mil Mi-8 zerstört und 12 weitere beschädigt.

Am 23. März 2025 zerstörte die ukrainische Armee zwei Mil Mi-8-Hubschrauber mit M142-HIMARS-Raketen. Die Hubschrauber standen auf einem provisorischen Flugfeld im Osten der Oblast Belgorod. Bei dem Angriff wurden auch zwei Kampfhubschrauber vom Typ Kamow Ka-52 zerstört, die ebenfalls auf dem Landeplatz stationiert waren.

Im September 2025 gab die Ukraine bekannt, dass der ukrainische Geheimdienst fünf Mi-8-Hubschrauber auf der Krim zerstört hat: zwei am 1. September und rund drei Wochen später drei weitere.

In der Nacht vom 3. auf 4. März 2026 wird ein Mi-8AMTSch Militärhubschrauber durch „friedly fire“ der eigenen russischen Truppen abgeschossen. Er war auf dem Militärstützpunkt Millerowo stationiert. Der Hubschrauber war als „Drohnenjäger“ gegen ukrainische Drohnen im Einsatz. Er stürzte nahe dem Dorf Dudki (russisch Дудки), etwa 2,5 km westlich von Millerowo (russisch Миллерово), Oblast Rostow auf ein landwirtschaftliches Gebäude, das ebenfalls abbrannte. Die drei Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. Der Abschuss erfolgte durch die russische Luftverteidigung PVO (russisch ПВО). Es ist unklar, ob eine 96K6 Panzir oder 9K330 Tor zum Einsatz kam.

Am 1. Oktober 2026 wurde ein russischer Mi-8 Militärhubschrauber von den eigenen Streitkräften abgeschossen. Der Vorfall ereignete sich in der Oblast Woronesch im Rajon (Bezirk) Anninski (russisch А́ннинский райо́н), etwa 80 km östlich von Woronesch, wo der Helikopter auf ein Feld stürzte. Alle drei Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben. Der Hubschrauber sollte im Rahmen einer Verlegung wegen ukrainischer Drohnenangriffe in Sicherheit gebracht werden. Der Abschuss erfolgte durch einen russischen Su-35-Jäger, der den Hubschrauber für eine ukrainische Drohne hielt.

Nutzerstaaten

Aktuelle Nutzer

  •  Afghanistan – Per Ende 2023 befinden sich 5 Mi-8/Mi-17 im Dienst.
  •  Ägypten – Per Ende 2023 befinden sich 62 Mi-8/Mi-17 im Dienst.
  •  Algerien – Per Ende 2023 befinden sich 138 Mi-8/Mi-17 im Dienst. von denen 12 Mi-8 in den späten 1980er-Jahren geliefert wurden.
  •  Angola – Per Ende Januar 2018 befinden sich 27 Mi-8/Mi-17 und 8 Mi-171Sch im Dienst.
  •  Äquatorialguinea – Per Januar 2018 befindet sich 1 Mi-17 im Dienst.
  •  Argentinien – Per Januar 2018 befinden sich 2 Mi-171E im Dienst.
  •  Armenien – Per Januar 2018 befinden sich 10 Mi-8MT im Dienst.
  •  Aserbaidschan – Per Januar 2018 befinden sich 13 Mi-8 und mindestens 20 Mi-17 im Dienst.
  •  Äthiopien – Per Ende 2023 befinden sich 14 Mi-8/Mi-17 im Dienst.
  •  Bangladesch – Per Ende 2023 befinden sich 35 Mi-17/Mi-172 im Dienst.
  •  Belarus – Per Ende 2023 befinden sich 36 Mi-8 im Dienst.
  •  Bosnien und Herzegowina – Per Ende 2023 befinden sich 6 Mi-8/Mi-17 im Dienst.
  •  Bulgarien – Per Ende 2023 befinden sich 2 Mi-17 im Dienst.
  •  Burkina Faso – Per Ende 2023 befinden sich 3 Mi-8/Mi-17 im Dienst.
  •  Bhutan – Per Ende 2023 befinden sich 2 Mi-8 im Dienst.
  •  Volksrepublik China – Per Ende 2023 befinden sich 8 Mi-8 im Dienst.
  •  Demokratische Republik Kongo – Per Ende 2023 befinden sich 4 Mi-8/Mi-17 im Dienst.
  •  Dschibuti – Per Ende 2023 befinden sich 2 Mi-8 im Dienst.
  •  Ecuador – Per Ende 2023 befinden sich 8 Mi-172 im Dienst.
  •  Eritrea – Per Ende 2023 befinden sich 6 Mi-17/Mi-171 im Dienst.
  •  Elfenbeinküste Per Ende 2023 befindet sich eine Mi-8 im Dienst.
  •  Eswatini: Zwei Mi-8P werden seit 1998 von Air Pass betrieben.
  •  Georgien – Per Ende 2023 befinden sich 15 Mi-8/Mi-171 im Dienst.
  •  Ghana – Per Ende 2023 befinden sich 6 Mi-7/Mi-171 im Dienst.
  •  Guinea – Per Ende 2023 befinden sich 2 Mi-17-1W im Dienst.
  •  Indien – Per Ende 2023 befinden sich 222 Mi-17 im Dienst.
  •  Indonesien – Per Ende 2023 befinden sich 9 Mi-17W5 im Dienst.
  •  Irak – Per Januar 2018 befinden sich etwa 19 Mi-17/Mi-171Sch im Dienst.
  •  Iran – Per Januar 2018 befinden sich 25 Mi-171 im Dienst. Ab dem Jahr 1998 befinden sich 2 Mi-8T, 1 Mi-8MTW-1 und 1 Mi-8AMT bei der Navid Air im Einsatz.
  •  Jemen – Per Ende 2023 befinden sich 34 Mi-8/Mi-17/Mi-171 im Dienst.
  •  Japan: Bei der zivilen Firma Aero Asahi befindet sich 1 Mi-8PA als fliegender Kran im Einsatz.
  •  Kambodscha – Per Ende 2023 befinden sich 9 Mi-8/Mi-17 im Dienst.
  •  Kamerun – Per Ende 2023 befinden sich 5 Mi-8/Mi-17 im Dienst.
  •  Kasachstan – Per Ende 2023 befinden sich 49 Mi-8/Mi-17 im Dienst.
  •  Kenia – Per Ende 2023 befinden sich 2 Mi-171 im Dienst. In der Polizei sind seit dem Jahr 1999 2 Mi-8 und 2 Mi-17 im Einsatz.
  •  Kirgisistan – Per Ende 2023 befinden sich 4 Mi-8 im Dienst.
  •  Kolumbien – Per Ende 2023 befinden sich 18 Mi-8/Mi-17 im Dienst.
  •  Kroatien – Per Ende 2023 befinden sich 25 Mi-8/Mi-17/Mi-171 im Dienst. Im Oktober wurden 11 Mi-8MTW und 3 Mi-8T der Ukraine übergeben.
  •  Kuba – Per Ende 2023 befinden sich 10 Mi-8/Mi-17 im Dienst. Mindestens 18 weitere Mi-8 sind in der Luftfahrtgesellschaft Cubana im Einsatz, des Weiteren ist der Staat der Erstkunde der Mi-17.
  •  Laos – Per Ende 2023 befinden sich 17 Mi-17/Mi-172 im Dienst.
  •  Lettland – Per Ende 2023 befinden sich 4 Mi-8/Mi-17 im Dienst.
  •  Libyen – Per Ende 2023 befinden sich 6 Mi-8/Mi-171 im Dienst.
  •  Litauen – Per Ende 2023 befindet sich eine Mi-17/Mi-171 im Dienst. Weitere Mi-8 sind bei der Fluggesellschaft Avia Baltika im Einsatz.
  •  Madagaskar – Ab 1998 betreibt die Feuer- und Rettungsbehörde von Langkawi aus einen Mi-8MTW-1 und einen Mi-17-1W.
  •  Malaysia – In Malaysia werden Mi-17-1W als Wasserbomber zur Brandbekämpfung eingesetzt.
  •  Mali – Per Ende 2023 befindet sich eine Mi-8 im Dienst.
  •  Mexiko – Per Ende 2023 befinden sich 39 Mi-8/Mi-17 im Dienst. In der Polizei sind 6 Mi-8MTW-1 im Einsatz.
  •  Moldau – Per Ende 2023 befindet sich eine Mi-8 im Dienst.
  •  Mongolei – Per Ende 2023 befinden sich 6 Mi-8/Mi-171 im Dienst. Bis zu 11 weitere Mi-8T befinden sich bei MIAT Mongolian Airlines im Einsatz.
  •  Mosambik – Per Ende 2023 befinden sich 4 Mi-8/Mi-17 im Dienst.
  •  Myanmar – Per Januar 2018 befinden sich 11 Mi-17 im Dienst.
  •  Namibia – Per Ende 2023 befinden sich 2 Mi-8 im Dienst.
  •  Nepal – Per Ende 2023 befinden sich 4 Mi-17 im Dienst.
  •  Neuseeland – Heli Harvest betreibt drei moldauische Mi-8MTW.1, die 2000 geleast wurden.
  •  Nicaragua – Per Ende 2023 befinden sich 10 Mi-8/Mi-171 im Dienst.
  •  Niger – Per Ende 2023 befinden sich 3 Mi-17 im Dienst.
  •  Nordkorea – Per Ende 2023 befinden sich 41 Mi-8 im Dienst.
  •  Nordmazedonien – Per Januar 2018 befinden sich in den Luftstreitkräften 2 Mi-17 und 4 Mi-8MTW im Dienst.
  •  Pakistan – Per Ende 2023 befinden sich 54 Mi-8/Mi-17/Mi-171 im Dienst.
  •  Peru – Per Ende 2023 befinden sich 52 Mi-8/Mi-17/Mi-171 im Dienst. In der peruanischen Polizei sind mindestens 2 Mi-8MT und 6 Mi-8MTW-1 im Einsatz. Zivilen Firmen haben des Weiteren folgende Hubschrauber im Einsatz; Helisur besitzt 2 Mi-8MTW-1, Helicusco 2 Mi-8MTW-1 und 1 Mi-171, Aviasur 1 Mi-8AMT und 2 Mi-8MTW, Amazon Helicopters 1 Mi-8AMT und government flight 1 Mi-8.
  •  Philippinen – Per Januar 2018 befinden sich 4 Mi-171Sch im Dienst.
  •  Polen – Per Ende 2023 befinden sich 38 Mi-8/Mi-17 im Dienst. Zivile Betreiber des Mi-8 sind bspw. Aeropol Air Services Agency und Polish Medical Aviation.
  •  Ruanda – Per Ende 2023 befinden sich 11 Mi-17 im Dienst.
  • Russland – Per Ende 2023 befinden sich 792 Mi-8/Mi-17/Mi-171 mit verschiedenen Modifikationen im Dienst. Davon mindestens 346 in bewaffneten Versionen, wie beispielsweise Mi-8MTW5/-1//6 oder Mi-8AMTSch/-W/A. Unter den zivilen Luftfahrtgesellschaften setzen u. a. die Aeroflot oder (z. B. UTair) die Mi-8 ein.
  •  Sambia – Per Ende 2023 befinden sich 5 Mi-171 im Dienst.
  •  Senegal – Per Ende 2023 befinden sich 2 Mi-171Sch im Dienst.
  •  Serbien – Per Ende 2023 befinden sich 10 Mi-8/Mi-17 im Dienst.
  •  Sierra Leone – Per Ende 2023 befindet sich eine Mi-17 im Dienst.
  •  Simbabwe – Per Ende 2023 befindet sich eine Mi-172 im Dienst.
  •  Slowakei – Per Ende 2023 befinden sich 13 Mi-17 im Dienst. In der Polizei sind 3 Mi-8P im Einsatz. Zivile Firmen wie die Air Transport Europe und Tech-Mont Helicopters verfügen über 3 Mi-8.
  •  Sri Lanka – Per Januar 2018 befinden sich bei den Luftstreitkräften 10 Mi-17 und 4 Mi-171Sch im Dienst. Bei der zivilen Firma Ace Air Tours befindet sich seit 1995 1 Mi-8P im Einsatz.
  •  Südafrika: Eine große Anzahl von Mi-8MTW wurden von verschiedenen privaten Firmen (z. B. Court Helicopters) von russischen Airlines geleast.
  •  Südsudan – Per Ende 2023 befinden sich 7 Mi-17 im Dienst.
  •  Sudan – Per Januar 2018 befinden sich 21 Mi-8, etwa 4 Mi-17 und 2 Mi-171 im Dienst.
  •  Südkorea – Bei der südkoreanischen Polizei befinden sich einige Mi-17MD im Einsatz.
  •  Südsudan – Per Januar 2018 befinden sich 9 Mi-17 und 1 Mi-172 im Dienst.
  •  Syrien – Per Ende 2023 befinden sich 49 Mi-8/Mi-17 im Dienst.
  •  Tadschikistan – Per Ende 2023 befinden sich 14 Mi-8 im Dienst.
  •  Thailand – Per Ende 2023 befinden sich 10 Mi-8/Mi-17 im Dienst.
  •  Tschad – Per Ende 2023 befinden sich 5 Mi-8/Mi-17/Mi-171 im Dienst.
  •  Tschechien – Per Ende 2023 befinden sich 20 Mi-17/Mi-171 im Dienst.
  •  Türkei – Per Januar 2018 befinden sich 19 Mi-17 im Dienst.
  •  Turkmenistan – Per Ende 2023 befinden sich 15 Mi-8 im Dienst.
  •  Uganda – Per dem Januar 2018 befinden sich 3 Mi-17, 1 Mi-171 und 1 Mi-172 im Dienst.
  • Ukraine – Per Ende 2023 befinden sich 64 Mi-8 im Dienst. ab 2022 überließen die USA neun Mi-17W5 aus dem Bestand der afghanischen Armee, die sich zu Wartungsarbeiten in der Ukraine befanden, der Ukraine. Im Oktober 2023 bekam das Land 11 Mi-MTW und 3 Mi-8T von Kroatien.
  •  Ungarn – Per Ende 2023 befinden sich 7 Mi-8/Mi-17 im Dienst. Davon wurden 2 Mi-8, die ehemals in Finnland ausgemustert wurden, gekauft.
  •  Usbekistan – Per Ende 2023 befinden sich 40 Mi-8 im Dienst.
  •  Venezuela – Per Ende 2023 befinden sich 28 Mi-17 im Dienst. Bei Helicopters del Caribe sind 3 Mi-8MTW im Einsatz.
  •  Vereinigte Staaten – Per Ende 2024 befindet sich eine Mi-171 im Dienst. Der US-Geheimdienst CIA setzt seit langem Varianten des Hubschraubers ein, oft über geheime Vertragspartner. Die USA nutzen den Hubschrauber gern bei Auslandseinsätzen, um die eigene Herkunft zu verschleiern. Gemietete Mi-17 kamen unter anderem bei der Evakuierung von Kabul 2021 zum Einsatz. Bei Übungen innerhalb der USA wurden immer wieder (2021, 2024, 2025) Mi-17-Einheiten beobachtet, die vom US-Militär betrieben werden.
  •  Vietnam – Per Ende 2023 befinden sich 87 Mi-8/Mi-17 im Dienst. Ab dem Jahr 1990 betrieben auch einige private Firmen die Mi-8T, Mi-17 und Mi-172.

Ehemalige Nutzer

  •  Albanien – Spätestens bis zum Januar 2018 ausgemustert.
  •  Belgien – Spätestens bis zum Januar 2018 ausgemustert.
  •  Burundi – Spätestens bis zum Januar 2018 ausgemustert.
  •  Deutsche Demokratische Republik: In den Luftstreitkräften der Nationalen Volksarmee, den Armeefliegerkräften und der Volksmarine der DDR flogen 115 Hubschrauber der Baureihen Mi-8T/-8TB/-8S(PS)/-9 und sechs Mi-14 in der Ausführung BT als MAW-(Minenabwehr)-Hubschrauber sowie neun Stück der Mi-14PL-Ausführung zur U-Boot-Jagd. Die Interflug Spezialflug der DDR setzte von 1968 bis 1989 allein sieben Maschinen als „Fliegende Kräne“ unter anderem für die Montage von elektrischen Oberleitungen für die Deutsche Reichsbahn bei laufendem Betrieb ein. Weitere dienten in der Interflug Bildflug und der Polizei.
  •  Deutschland – Spätestens bis zum Januar 2018 ausgemustert. Exemplare dieses Hubschraubers gibt es in verschiedenen deutschen Museen – darunter im Luftwaffenmuseum in Berlin-Gatow oder im Flugplatzmuseum Cottbus (Mi-8S, Mi-8TB und Mi-9). Ein weiterer steht in Wunstorf in einem Museum. Vom Marinehubschrauber Mi-14 befinden sich noch Exemplare in Peenemünde, im Militärmuseum auf dem alten Luftwaffenstützpunkt oder in Berlin-Gatow sowie im Marinemuseum Dänholm in Stralsund.
  •  Estland – Spätestens bis zum Januar 2018 ausgemustert.
  •  Finnland – Spätestens bis zum Januar 2018 ausgemustert.
  •  Guinea-Bissau – Spätestens bis zum Januar 2018 ausgemustert.
  •  Guyana – Spätestens bis zum Januar 2018 ausgemustert.
  •  Israel – Spätestens bis zum Januar 2018 ausgemustert.
  •  Jugoslawien: Etwa 220 Maschinen waren bei den Luftstreitkräften im Dienst.
  •  Malta: Die Gesellschaft Malta Air Charter setzte mehrere in Bulgarien gemietete Mi-8T oder Mi-8P zwischen der Insel Malta und der Nachbarinsel Gozo ein.
  •  Papua-Neuguinea: Die Firma Hevi Lift betrieb eine Mi-171.
  •  Republik Kongo – Spätestens bis zum Januar 2018 ausgemustert.
  •  Rumänien – Spätestens bis zum Januar 2018 ausgemustert.
  •  Sierra Leone – Spätestens bis zum Januar 2018 ausgemustert.
  •  Somalia – Spätestens bis zum Januar 2018 ausgemustert.
  •  Sowjetunion Die sowjetische Armee war mit insgesamt 6889 Exemplaren der größte Mi-8-Betreiber, die dort ab 1967 die Mil Mi-4 ersetzten. Sie dienen als Transporthubschrauber für Fracht, Personen und VIPs, als bewaffneter Kampfzonenhubschrauber, für den Funkelektronischen Kampf sowie diverse andere Zwecke. 1986 befanden sich 4400 Mi-8 im Dienst der Streitkräfte.
  •  Tschechoslowakei 1967 einer der ersten Exportkunden der Mi-8. Bis 1991 waren etwa 90 Mi-8 im Einsatz.

Zwischenfälle

Rekorde

Während der Erprobung des Prototyps W-8AT konnten von der Besatzung W. Koloschenko am 19. April 1964 zwei Weltrekorde aufgestellt werden. Der Hubschrauber erzielte auf einer geschlossenen Strecke eine Reichweite von 2464,736 km und auf einer geschlossenen 2000-km-Bahn eine Höchstgeschwindigkeit von 202,900 km/h.

1967 wurden einige Frauen-Weltrekorde aufgestellt: Inna Kopetz erreichte am 23. August eine Höchstgeschwindigkeit von 273,507 km/h auf einer 500-km-Strecke und am 14. September eine Reichweite von 2082,224 km auf geschlossener Strecke. Auf einer 1000-km-Bahn erzielte die Pilotin Issajewa am 28. August auf einer geschlossenen 1000-km-Strecke 258,666 km/h Höchstgeschwindigkeit. Wiederum Inna Kopetz erreichte auf geschlossener 2000-km-Bahn am 28. August 235,119 km/h. Zwei Jahre später konnte sie am 15. August 1969 mit 2232,218 km auf gerader Strecke ihren letzten Rekord erfliegen.

Technische Daten

Risszeichnung
Kenngröße Mi-8PL Mi-8PS Mi-8S Mi-8T Mi-8TW Mi-8MT (Mi-17) Mi-18 Mi-8MTW-5 Mi-171A2
Besatzung43+1032–331–2
Rumpflänge18,37 m18,31 m18,42 m19,44 m18,99 m
Gesamtlänge25,32 m25,28 m25,31 m26,30 m25,35 m
Höhe6,88 m5,65 m5,60 m5,65 m5,54 m
Rotorkreisdurchmesser21,91 m21,30 m21,29 m
Heckrotordurchmesser3,91 m3,80 m3,91 m3,91 m
Leermasse8.275 kg6.927 kg7.420 kg7.100 kg4.722 kg7.200 kg7.550 kg7.055–7.380 kg
max. Startmasse14.000 kg10.400 kg12.000 kg13.500 kg13.000 kg
Höchstgeschwindigkeit230 km/h250 km/h230–250 km/h260 km/h230–250 km/h250 km/h230–250 km/h260–280 km/h
Dienstgipfelhöhe4.000 m4.500 m4.500 m4.000 m5.000 m6.000 m
Reichweite800 km480 km340 km450–650 km495 km580 km580–680 km800 km
TriebwerksherstellerKlimow/Isotow
TriebwerkstypTW2-117TW3-117TW3-117WMWK-2500PS-03
Leistung2 × 1.192 kW (1.621 PS)2 × 1.250 kW (1.700 PS)2 × 1.104 kW (1.501 PS)2 × 1.267 kW (1.723 PS)2 × 1.104 kW (1.501 PS)2 × 1.435 kW (1.951 PS)2 × 1.397 kW (1.899 PS)2 × 1.471 kW (2.000 PS)2 × 1.765 kW (2.400 PS)

Bewaffnung

Die Ausrüstung der militärischen Versionen variierte je nach Einsatzzweck und Produktionsjahr stark, wobei viele Versionen ohne Bugmaschinengewehr ausgeliefert wurden. Die Bewaffnung wurde zum Teil nach Erkenntnissen bei Einsätzen im Afghanistan- und Tschetschenienkrieg auch während des Einsatzes modifiziert.

Bewaffnung einer Mi-8TB der NVA: oben Startschienen für „Maljutka-Raketen“, unten Aufhängungen mit UB-32-Raketenbehältern
Bewaffnung im Bug
Bewaffnung in Tür, Fenstern und Toren
Kampfmittel bis zu 1500 kg an sechs Waffenträgern seitlich am Rumpf
Luft-Luft-Lenkwaffen
Panzerabwehr-Lenkflugkörper
Bewaffnung einer Mi-17 der nicaraguanischen Luftwaffe: Aufhängungen mit UB-32-57-Raketenrohrstartbehältern und dazwischen ein UPK-23-250-Kanonenbehälter
Mi-8AMTsch mit B-8W20-Raketenstartbehältern
Ungelenkte Luft-Boden-Raketen
Freifallende Bomben
Externe Behälter

Selbstverteidigungssysteme

Aktive Maßnahmen

Passive Maßnahmen

Siehe auch

Literatur

Commons: Mil Mi-8 – Sammlung von Bildern und Videos
Commons: Mi-17 – Sammlung von Bildern und Videos

Einzelnachweise

  1. ↑ Thomas Girke, Georg Bader, Thomas Bußmann: Die Flugzeuge der Nationalen Volksarmee – Mi-8T/TB. DHS-Reihe, Bucholz Medien, Rinteln 2001, ISSN 1430-0117, S. 5.
  2. 1 2 3 4 5 6 Jefim Gordon, Dimitri Komissarow: Mil Mi-8/Mi-17. ISBN 1-85780-161-X.
  3. ↑ Kampfhubschrauber Mil Mi-8 TB. In: parow-info.de. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 30. Juni 2023; abgerufen am 15. Juli 2024 (deutsch).
  4. ↑ Datenblatt bei Sinodefence. (Memento vom 5. Juni 2008 im Internet Archive) In: sinodefence.com (englisch).
  5. ↑ Datenblatt bei MAKS. (Memento vom 22. April 2006 im Internet Archive) In: airshow.ru (englisch).
  6. ↑ Die Mi-8/17 Familie. In: Flug Revue. Nr. 7/2016, Juli 2016, ISSN 0015-4547, S. 56–60.
  7. ↑ Russian Helicopters: Mil Mi-171A2 in der Flugerprobung. In: flugrevue.de. Flug Revue, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 13. August 2016; abgerufen am 21. Juni 2016 (deutsch).
  8. ↑ Die Serienfertigung des Mi-171A2 beginnt 2017. In: rostec.ru. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 21. Juni 2016; abgerufen am 27. Juni 2023 (deutsch).
  9. ↑ Mark Huber: Russian Helicopters Mi-171A2 Gains Type Certificate. In: ainonline.com. Aviation International News, 22. August 2017, abgerufen am 27. Juni 2023 (englisch).
  10. ↑ Mi-171A2 Helicopter is Certified in South Korea. In: rostec.ru. 4. September 2020, abgerufen am 27. Juni 2023 (englisch).
  11. ↑ Lars Reinhold: Russian Helicopters: Mi-171 A3 startet zum Erstflug. In: aerokurier.de. Aerokurier, 3. Januar 2022, abgerufen am 27. Juni 2023 (deutsch).
  12. ↑ Mi17: Heading West. Mi-17 Upgrades. In: ate-southafrica.com. Advanced Technologies & Engineering Co. (South Africa) – ATE, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 17. Januar 2013; abgerufen am 27. Juni 2023 (englisch).
  13. ↑ Keith Campbell: South African and Russian companies in helicopter collaboration. In: engineeringnews.co.za. Engineering News, 6. Oktober 2006, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 4. Mai 2009; abgerufen am 27. Juni 2023 (englisch).
  14. ↑ Jane’s Information Group: Russia receives new Mi-8MTPR-1 electronic warfare helicopters. (Memento vom 2. April 2015 im Internet Archive) (englisch), abgerufen am 6. März 2015
  15. ↑ Patrick Zwerger: Mil Mi-8AMT Arctic: Ein Hubschrauber für den russischen Winter. In: flugrevue.de. Flug Revue, 20. Juli 2020, abgerufen am 27. Juni 2023 (deutsch).
  16. ↑ Oryx: List Of Aircraft Losses During The Russian Invasion Of Ukraine. In: Oryx. Abgerufen am 16. Oktober 2025.
  17. ↑ Ukrainische Armee zerstört mit Raketen vier Hubschrauber im russischen Belgorod. 24. März 2025, abgerufen am 16. Oktober 2025.
  18. ↑ For first time, Ukraine hits 2 Russian amphibious aircraft in occupied Crimea, intelligence claims, shows footage. 22. September 2025, abgerufen am 16. Oktober 2025 (englisch).
  19. ↑ https://astra.press/russian/2026/03/04/12111/?utm_source=chatgpt.com vom 4. März 2026
  20. ↑ https://www.pravda.com.ua/eng/news/2026/03/04/8023842/?utm_source=chatgpt.com
  21. ↑ https://defence-blog.com/russian-troops-shoot-down-own-mi-8-killing-three-crew/?utm_source=chatgpt.com vom 2. Oktober 2026
  22. ↑ https://www.leparisien.fr/international/ukraine/guerre-en-ukraine-confondu-avec-un-drone-ukrainien-lhelicoptere-russe-mi-8-aurait-ete-abattu-par-erreur-par-les-hommes-de-poutine-05-10-2026-XKUW4KAB4ZC2XAVEXINBB27H5I.php?utm_source=chatgpt.com vom 5. Oktober 2025
  23. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 WORLD AIR FORCES 2025. In: flightglobal.com. 1. Dezember 2024, abgerufen am 27. Juli 2025 (englisch).
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  57. ↑ МАК назвал причиной крушения Ми-8 близ Охотска пробелы в подготовке экипажа. 11. September 2025, abgerufen am 24. Oktober 2025 (russisch).
  58. ↑ Hrozná tragédia pri Ochotskom mori! Našli ruský vrtuľník, pátrali po ňom tri dni: Posádka zrejme zahynula. 16. Juli 2025, abgerufen am 24. Oktober 2025 (slowakisch).
  59. ↑ Karl-Heinz Eyermann: Durch die Helikopter-Schallmauer – Die Rekorde der Mil-Hubschrauber. In: Fliegerrevue. Nr. 1/83, 1983, ISSN 0941-889X, S. 30.
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  61. ↑ Wilfried Kopenhagen: Flugzeuge und Hubschrauber der NVA von 1971 bis zur Gegenwart. Militärverlag, Berlin 1989, ISBN 3-327-00768-3, S. 134–136.
  62. ↑ Thomas Girke, Georg Bader, Thomas Bußmann: Die Flugzeuge der Nationalen Volksarmee – Mi-8T/TB. DHS-Reihe, Bucholz Medien, Rinteln 2001, ISSN 1430-0117, S. 80, 81.