Michael Gugel (* 25. Juni 1985 in Freiburg im Breisgau) ist ein deutscher Schauspieler, Synchronsprecher und Sänger.
Bereits in der Schule sammelte Michael Gugel erste Erfahrungen auf der Bühne und in Chören. Nach dem Abitur am Martin-Schongauer-Gymnasium Breisach studierte er zunächst Kommunikationsdesign an der Freien Hochschule Freiburg; nach dem Abschluss 2009 war er in einer Werbeagentur tätig.
Ab 2011 nahm Gugel parallel zu seiner Tätigkeit Gesangs-, Tanz- und Schauspielunterricht. Nach ersten Erfahrungen in studentischen Theater- und Musicalprojekten spielte er 2012 die Schauspielrolle des Graf St. Germain in der Oper Pique Dame am Theater Freiburg. Sein erstes Musical-Engagement hatte er im Stück Lichterloh am Gloria-Theater Bad Säckingen, wo er die Rolle des Fridolin übernahm. Im Gloria-Theater wirkte er abermals 2014 im Disney-Musical Aida mit.
Nach seinem Umzug nach Köln führte Gugel seine private Schauspielausbildung fort, u. a. bei Milad Klein und Kirk Baltz. Dort sammelte er auch erste Erfahrungen vor der Kamera, u. a. in den Kurzfilmen Black Fame (2013) und Der Metzger (2014). Ebenfalls 2014 war er im Kinofilm Die Einsamkeit des Killers vor dem Schuss von Benno Fürmann als Opfer zu sehen.
Im deutschen Fernsehen hatte er Episodenrollen in den Fernsehserien Schicksale – und plötzlich ist alles anders (2016, 2017), SOKO Köln (2016, als Transvestit) und Alles was zählt (2017, als bestechlicher Sportfunktionär Christian Landecker).
Im Musiktheater Die Schönen in Freiburg im Breisgau war er 2016 und 2017 in der Operette Ball Im Savoy in der Doppelrolle René und Tangolita zu sehen. In den Saisons 2016 bis 2018 war er zudem als Sänger und Schauspieler im Europa-Park Rust in Showproduktionen tätig. Im Sommer 2017 und 2018 (Wiederaufnahme) stand er im Rahmen der 42. und 43. Rathaushofspielen des Wallgraben Theater Freiburg im Musiktheaterstück The Black Rider in der Rolle des Robert und des Wilderers auf der Bühne.
Mit dem Theaterstück Das Mädchen am Ende der Straße war er 2019 neben Simone Ritscher, Bernhard Bozian, Rebecca Lara Müller und Sergius Buckmeier in der Rolle des Dorfpolizisten Ron Miglioriti auf Deutschland-Tournee.
Ebenfalls 2019 stand er in den Kurzfilm-Drama We The People und dem Science-Fiction-Kurzfilm Peperit 8 vor der Kamera. Dieser gewann 2020 im Rahmen des Berlin Sci-Fi Filmfest den Award für „Outstanding German Contribution“.
2020 übernahm er im Musical Tommy Tailors Traumfabrik im Gloria-Theater (Bad Säckingen) die Rolle des Zauberers Jamiro. Die Produktion musste aufgrund der COVID-19-Pandemie in Deutschland im November 2020 frühzeitig beendet werden. Eine Wiederaufnahme erfolgte im Herbst 2021.
2021 kehrte Gugel auch an das Wallgraben-Theater zurück, um in der Komödie Extrawurst von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob die Rolle des Erol Oturan zu übernehmen.
2022 war er Teil der siebenstündigen Berliner Wiederaufnahme von Die letzten Tage der Menschheit von Karl Kraus, inszeniert vom Wiener Schauspieler und Regisseur Paulus Manker in der Belgienhalle auf der Insel Gartenfeld (Berlin).
Seit 2022 war er als Resident Director und Swing Teil des Ensembles der 20er-Jahre Musical-Revue „Berlin Berlin“ und gastierte damit u. a. im Admiralspalast, Festspielhaus Baden-Baden, Alte Oper Frankfurt, Philharmonie Köln, Opernhaus (Hannover), Semperoper, MuseumsQuartier (Halle E), Theater 11 Zürich, Oper Leipzig und Deutsches Theater München.
Im Winter 2025 stand er im Musical „Eine Weihnachtsgeschichte“ von Michael Schanze und Christian Berg auf der Bühne des Blue-Max-Theater Berlin. In dieser Bühnenfassung, basierend auf Charles Dickens‘ A Christmas Carol, spielte er die Erstbesetzung von Bob Cratchit und war Zweitbesetzung von Jacob Marley.
Im Frühsommer 2026 war er mit dem Kammer-Musical "Narziß und Goldmund" auf China-Tournee in Shanghai, Peking und Guangzhou zu Gast. In dieser deutschsprachigen Adaption des im Original koreanischen Musicals (basierend auf Hermann Hesses Erzählung Narziß und Goldmund) übernahm er die Rolle des "Narziß". Regie führte Tobias Weis.
Michael Gugel ist auch als Synchronschauspieler und Sprecher tätig.
Er ist Mitglied im Bundesverband Schauspiel, dem Synchronverband ‚Die Gilde’ und der Queer Media Society, ist Unterzeichner des Manifest ActOut und lebt in Berlin.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Gugel, Michael |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Schauspieler, Synchronsprecher und Sänger |
| GEBURTSDATUM | 25. Juni 1985 |
| GEBURTSORT | Freiburg im Breisgau |