| Mollia | ||
|---|---|---|
| Staat | Italien | |
| Region | Piemont | |
| Provinz | Vercelli (VC) | |
| Koordinaten | 45° 49′ N, 8° 2′ O | |
| Höhe | 880 m s.l.m. | |
| Fläche | 13,92 km² | |
| Einwohner | 100 (31. Dez. 2025) | |
| Fraktionen | Casa Capietto, Casacce, Curgo, Goreto, Grampa, Otra Sesia, Piana Fontana, Piana Toni, Piana Viana | |
| Postleitzahl | 13023 | |
| Vorwahl | 0163 | |
| ISTAT-Nummer | 002078 | |
| Bezeichnung der Bewohner | Molliesi | |
| Schutzpatron | San Giovanni Battista | |
| Website | Gemeinde Mollia | |
Lage der Gemeinde Mollia in der Provinz Vercelli | ||
Mollia (piemontesisch la Mòja, Walliserdeutsch In d'Molliu) ist eine Gemeinde in der italienischen Provinz Vercelli (VC), Region Piemont.
Mollia liegt rund 65 km nordöstlich von der Provinzhauptstadt Vercelli an der noch jungen Sesia in der alpinen Valsesia. Die am Fuße des 2344 Meter hohen Monte Sajunchè oder Cima Sajunche liegende Gemeinde hat 100 Einwohner (Stand 31. Dezember 2025).
Die Nachbargemeinden sind Alto Sermenza, Boccioleto, Campertogno und Riva Valdobbia.
Seit der Volkszählung 1861 ist die Einwohnerzahl um rund 83 % zurückgegangen. Zur Zeit leben rund 100 Menschen in der Gemeinde.

Die Provinzstraße SP299 verbindet Mollia, nach 58 Kilometer, mit der nächsten Auffahrt der Autostrada A26 bei Ghemme.
Im 27 Kilometer östlich gelegenen Varallo steht der Startpunkt der Bahnstrecke Novara-Varallo. Sie wird aber derzeit nur als Touristenbahn und für den Güterverkehr auf dem Abschnitt Novara–Romagnano Sesia genutzt. Die Wiedereröffnung für den Regionalverkehr ist jedoch bis 2026 geplant. Die Modernisierungsarbeiten zur Vorbereitung auf die Wiederaufnahme des Regionalverkehrs begannen im Januar 2024.
Mollia ist mit der Linie 50 (Vercelli – Gattinara – Borgosesia – Varallo – Alagna) des lokalen Busunternehmen A.T.A.P. (Azienda Trasporti Automobilistici Pubblici delle Province di Biella e Vercelli) mit Vercelli regelmäßig verbunden. Die Fahrt dauert 2:20 Stunden.


Das Dorf Mollia erlangte 1722 seine Unabhängigkeit von Campertogno.
1824 wurde der Bau des ersten mit der Kutsche befahrbaren Straßenabschnitts von Varallo nach Balmuccia genehmigt. Der Bau schritt langsam voran und erreichte Mollia erst 1882. Mollia war damals nur mit der Pferdekutsche erreichbar. Ein regelmäßiger Kutschenverkehr wurde bald eingerichtet, aber erst 1908 mit der Gründung einer Automobilgesellschaft, gab es den ersten Aufschwung um den Tourismus zu fördern. Ein weiterer, weitaus ehrgeizigerer Vorschlag wurde 1912 unterbreitet, eine Schmalspurbahn von Varallo nach Alagna zu bauen, aber dieses Projekt wurde nie realisiert.