Neckeroda

Neckeroda
Koordinaten: 50° 49′ N, 11° 20′ OKoordinaten: 50° 48′ 38″ N, 11° 20′ 12″ O
Höhe: 460 m ü. NN
Einwohner: 170 (31. Dez. 2025)
Eingemeindung: 1. Januar 1997
Postleitzahl: 99444
Vorwahl: 036743
Neckeroda (Thüringen)
Neckeroda (Thüringen)
Lage von Neckeroda in Thüringen
Dorfkirche
Dorfkirche

Neckeroda ist ein Ortsteil der Stadt Blankenhain im Landkreis Weimarer Land, Thüringen.

Geografie

Das Bauerndorf liegt 5,5 km südlich von Blankenhain auf einer mittleren Höhe von 465 m NN auf einer kupierten Hochebene. Die höchste Erhebung ist 477,7 m NN. Die Bundesstraße 85 führt im östlichen Dorfrand vorbei. In östlicher Richtung gen Wittersroda befindet sich ein unwegsames Waldgelände. In Richtung Teichel liegt ein Waldgebiet. In der Gemarkung befinden sich grundwasserferne Standorte, meist Verwitterungsböden aus Muschelkalk.

Geschichte

Das von Slawen angelegte Rundlingsdorf wurde am 28. Oktober 1285 urkundlich erstmals erwähnt. Im 13.–16. Jahrhundert siedelten die Bewohner der Dörfer Spaal, Gabitz und Wüstenbuch nach Neckeroda um. Die alten Dorfstellen fielen wüst. Seit 1993 besteht für Neckeroda Ensembleschutz.

Am 1. Januar 1997 wechselte der Ort aus dem Landkreis Saalfeld-Rudolstadt in den Landkreis Weimarer Land und wurde nach Blankenhain eingemeindet.

Sehenswürdigkeiten

Die Wache-Linde

Vereinsleben

Es gibt mehrere Vereine, die das öffentliche und kulturelle Leben fördern. Besonders hervorzuheben ist der Verein Thüringer Färbedorf Neckeroda e. V., der 1999 gegründet wurde und sich zum Ziel gesetzt hat, die historische Tradition des Textilfärbens mit geeigneten Färbepflanzen zu pflegen und zu fördern. Höhepunkt des Vereinslebens ist das alljährlich am letzten Samstag im August stattfindende Färber- und Handwerkerfest, an dem Färberinnen und Färber aus ganz Deutschland und teilweise aus dem übrigen Europa ihre handwerkliche Kunst zeigen. Zu diesem Fest öffnen auch die liebevoll restaurierten Höfe für die Besucher ihre Pforten. Auch andere Handwerker zeigen ihre Fertigkeiten, z. B. Töpfer, Korbmacher, Seiler und Spinnstuben.

Einzelnachweise

  1. ↑ Amtsblatt der Stadt Blankenhain, 23. Jahrgang, 07.02.2026
  2. ↑ Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. 5., verbesserte und wesentlich erweiterte Auflage. Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 190.
  3. 1 2 Neckeroda auf der Website von Blankenhain. (Memento des Originals vom 14. Juli 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Abgerufen am 21. September 2011.
  4. ↑ Thüringer Landesamt für Statistik.
Commons: Neckeroda – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien