
Nelly Mbangu ist eine Aktivistin für die Rechte von Frauen und Kindern in der Demokratischen Republik Kongo. Sie ist Mitbegründerin der Bewegung „Sauti ya Mama Mukongomani“ (Stimme der kongolesischen Frauen), die 30 Organisationen mit ähnlichen Zielen vereint. Sie ist Menschenrechtsverteidigerin und Koordinatorin von „Help and Action for Peace – Aide et Action pour la Paix“ (AAP). Darüber hinaus engagiert sich AAP in den Bereichen gute Regierungsführung und Beilegung von Landrechtskonflikten.
Nelly Mbangu setzt sich für die Rechte von Frauen und Kindern in Nord-Kivu, Demokratische Republik Kongo, ein. Eines ihrer Hauptziele ist es, Kindern zu vermitteln, dass Frauen auch jenseits der Küche eine wichtige Rolle spielen können. 2000 begrüßte Mbangu die Umsetzung der Resolution 1325 des UN-Sicherheitsrates, welche die Beteiligung von Frauen an UN-Friedens- und Sicherheitsmissionen verstärkte; sie hatte selbst miterlebt, wie sich der eingeschränkte Zugang zu Dienstleistungen auf Frauen in Flüchtlingslagern auswirkte.
Mbangu ist Mitbegründerin und Präsidentin von Dynamique des femmes jurists (DFJ), einer Nichtregierungsorganisation, die sich für die Stärkung des Bewusstseins für Frauenrechte im Osten des Kongo einsetzt. DFJ bietet Frauen Rechtsberatung und verbessert ihren Zugang zur Justiz. Darüber hinaus leistet DFJ finanzielle Unterstützung, psychologische Betreuung und soziale Dienste für Überlebende von sexueller und häuslicher Gewalt.
Mbangu war von 2006 bis 2008 Direktorin des Democracy Research Center, einer gemeinsamen Einrichtung von Development Alternatives Incorporated, USAID und dem Flüchtlingslager Goma. Von Oktober 2009 bis zum 31. März 2011 war sie Projektmanagerin bei HelpAge International. Von August 2012 bis Januar 2017 koordinierte Mbangu Aide et Action pour la Paix (AAP), eine Organisation, die sich für die Verbesserung der Rechte von Frauen und Kindern, die Förderung guter Regierungsführung, die Beilegung von Landkonflikten und den Schutz der Umwelt und natürlicher Ressourcen einsetzt. Mbangu ist Mitglied des Lenkungsausschusses von AAP Afrika.

Mbangu war außerdem an der Gründung von Sauti ya Mama Mukongomani (Stimme der kongolesischen Frauen) beteiligt, einer „Frauenbewegung für Frieden und Sicherheit“ („women’s movement for peace and security“), die 30 der führenden Frauenorganisationen des Kongo vereint. Seit Februar 2017 ist sie Programmbeauftragte des Fonds pour les Femmes Congolaises.
Im Jahr 2021 trat sie gemeinsam mit Bintou Keita als Koordinatorin von Sauti y’a Mama Mukongomani vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen auf. Sie nahmen virtuell teil, als der Rat über die Mission de l’Organisation des Nations Unies en République Démocratique du Congo (MONUSCO) und die Lage in der Demokratischen Republik Kongo beriet.
Mbangu und Bintou Keita nahmen an der Eröffnung einer Ausstellung in Kinshasa durch Micheline Ombae, der damaligen Ministerin für Gleichstellung, im September 2025 teil. Die Ausstellung trug den Titel „Cross-Perspectives: Congolese women in the spotlight“ und war eine internationale Friedensausstellung, da es eine ähnliche Ausstellung in New York City gegeben hatte.
Im Dezember 2025 wurde ihr der deutsch-französische Preis für Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit verliehen.
| Personendaten | |
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| NAME | Mbangu, Nelly |
| KURZBESCHREIBUNG | Aktivistin für die Rechte von Frauen und Kindern in der Demokratischen Republik Kongo |
| GEBURTSDATUM | 20. Jahrhundert |