Niddatal

Wappen Deutschlandkarte
Niddatal
Deutschlandkarte, Position der Stadt Niddatal hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 50° 18′ N, 8° 49′ OKoordinaten: 50° 18′ N, 8° 49′ O
Bundesland:Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Wetteraukreis
Höhe: 149 m ü. NHN
Fläche: 40,25 km²
Einwohner: 9765 (31. Dez. 2025)
Bevölkerungsdichte: 243 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 61194,
61130 (Winnerhöfe)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 06034 (Stadtteil Kaichen: 06187)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: FB, BÜD
Gemeindeschlüssel: 06 4 40 017
Stadtgliederung: 4 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Im Kloster 6
61194 Niddatal
Website: www.niddatal.de
Bürgermeister: Michael Hahn (CDU)
Lage der Stadt Niddatal im Wetteraukreis
KarteButzbachMünzenbergRockenbergOber-MörlenBad NauheimFriedberg (Hessen)Rosbach vor der HöheWöllstadtKarbenBad VilbelWölfersheimReichelsheim (Wetterau)NiddatalFlorstadtEchzellReichelsheim (Wetterau)NiddaHirzenhainGedernRanstadtGlauburgAltenstadt (Hessen)LimeshainOrtenberg (Hessen)KefenrodBüdingenLahn-Dill-KreisLandkreis GießenVogelsbergkreisHochtaunuskreisFrankfurt am MainMain-Kinzig-Kreis
Karte

Niddatal ist eine hessische Stadt im Wetteraukreis. Sie zählt historisch zu Oberhessen. Durch die Stadt fließt die Nidda.

Stadtteile

Die Stadt Niddatal gliedert sich in die folgenden Stadtteile:

Geografie

Nachbargemeinden

Niddatal grenzt im Norden an die Stadt Friedberg, im Nordosten an die Stadt Florstadt, im Osten an die Gemeinde Altenstadt und die Stadt Nidderau (Main-Kinzig-Kreis), im Süden an die Gemeinde Schöneck (Main-Kinzig-Kreis) und die Stadt Karben, sowie im Westen an die Gemeinde Wöllstadt.

Stadtgliederung

Niddatal besteht aus den Stadtteilen Assenheim (mit der am 1. April 1957 in die Stadt Assenheim eingemeindeten gemeindefreien Gehöftgruppe Wickstadt), Bönstadt, Ilbenstadt und Kaichen.

Geschichte

Gemeindebildung

Am 1. Dezember 1970 fusionierten die Stadt Assenheim und die Gemeinden Bönstadt und Ilbenstadt im Zuge der Gebietsreform in Hessen freiwillig zur neuen Stadt Niddatal. Das Dorf Kaichen kam am 31. Dezember 1971 hinzu. Ortsbezirke nach der Hessischen Gemeindeordnung wurden nicht errichtet.

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Niddatal 9310 Einwohner. Nach dem Lebensalter waren 1698 Einwohner unter 18 Jahren, 3884 zwischen 18 und 49, 2001 zwischen 50 und 64, und 1719 Einwohner waren älter. Unter den Einwohnern waren 496 (5,3 %) Ausländer, von denen 205 aus dem EU-Ausland, 185 aus anderen europäischen Ländern und 104 aus anderen Staaten kamen. (Bis zum Jahr 2020 erhöhte sich die Ausländerquote auf 10,5 %.) Die Einwohner lebten in 3897 Haushalten. Davon waren 1038 Singlehaushalte, 1113 Paare ohne Kinder und 1373 Paare mit Kindern, sowie 306 Alleinerziehende und 69 Wohngemeinschaften. In 684 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 2649 Haushaltungen lebten keine Senioren.

Einwohnerentwicklung

Niddatal: Einwohnerzahlen von 1970 bis 2020
Jahr  Einwohner
1970
  
6.147
1973
  
7.846
1975
  
7.999
1980
  
8.184
1985
  
8.237
1990
  
8.347
1995
  
8.732
2000
  
8.813
2005
  
9.157
2010
  
9.211
2011
  
9.310
2015
  
9.470
2020
  
9.917
Quelle(n): LAGIS; Hessisches Statistisches Informationssystem; Zensus 2011
Ab 1970 einschließlich der im Zuge der Gebietsreform in Hessen eingegliederten Orte.

Religionszugehörigkeit

• 1987:4513 evangelische (= 55,3 %), 1869 katholische (= 22,9 %), 797 sonstige (= 9,8 %) Einwohner
• 2011:3827 evangelische (= 41,1 %), 2427 katholische (= 26,1 %), 3056 sonstige (= 32,8 %) Einwohner

Politik

Stadtverordnetenversammlung

Für die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Niddatal erbrachte die Kommunalwahl am 15. März 2026 folgendes amtliche Endergebnis, in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:

Sitzverteilung in der Stadtverordnetenversammlung 2026
     
Insgesamt 31 Sitze
Wahlvorschläge %
2026
Sitze
2026
%
2021
Sitze
2021
%
2016
Sitze
2016
%
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
CDUChristlich Demokratische Union Deutschlands 49,5 15 49,8 16 30,1 9 39,7 12 42,3 13 39,9 12
SPDSozialdemokratische Partei Deutschlands 25,1 8 20,7 6 44,6 14 35,5 11 37,1 12 35,9 11
GrüneBündnis 90/Die Grünen 12,6 4 17,5 5 8,6 3 15,5 5 7,2 2 8,5 3
FDPFreie Demokratische Partei 6,6 2 7,2 2 11,5 3 1,6 1 4,3 1 – –
Die LinkeDie Linke 6,1 2 4,8 2 5,2 2 – – – – – –
FWGFreie Wählergemeinschaft Niddatal – – – – – – 7,7 2 9,1 3 15,7 5
Gesamt 100,0 31 100,0 31 100,0 31 100,0 31 100,0 31 100,0 31
Wahlbeteiligung in % 62,3 57,6 56,9 49,0 47,2 56,6

Bürgermeister

Nach der hessischen Kommunalverfassung wird der Bürgermeister für eine sechsjährige Amtszeit gewählt, seit dem Jahr 1993 in einer Direktwahl, und ist Vorsitzender des Magistrats, dem in der Stadt Niddatal neben dem Bürgermeister ehrenamtlich ein Erster Stadtrat und fünf weitere Stadträte angehören. Bürgermeister ist seit dem 1. Juli 2020 Michael Hahn (CDU). Er setzte sich am 15. März 2020 im ersten Wahlgang gegen Amtsinhaber Bernhard Hertel, der sich um eine vierte Amtszeit beworben hatte, bei 59,97 Prozent Wahlbeteiligung mit 57,49 Prozent der Stimmen durch. Es folgte eine Wiederwahl ohne Gegenkandidaten im März 2026.

Amtszeiten der Bürgermeister

Religion

Bildungseinrichtungen

Schulen:

Infrastruktur

Die Stadt Niddatal verfügt über eine grundlegende kommunale Infrastruktur mit Einrichtungen der öffentlichen Daseinsvorsorge. Dazu zählen Schulen und Kindertagesstätten, medizinische Versorgungseinrichtungen, Apotheken sowie Angebote für den täglichen Bedarf.

Die Stadt ist über den öffentlichen Personennahverkehr an das regionale Verkehrsnetz angebunden. Die Verkehrsanbindung erfolgt unter anderem über Bus- und Bahnverbindungen im Verbundgebiet des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV).

Aufgrund der Lage im Wetteraukreis besteht eine funktionale Nähe zum Ballungsraum Frankfurt am Main, wodurch Niddatal in das wirtschaftliche und infrastrukturelle Umfeld des Rhein-Main-Gebiets eingebunden ist.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Steinerner Tisch bei Kaichen
Basilika in Ilbenstadt
Der Jüdische Friedhof in Assenheim

Freizeit- und Sportanlagen:

Verkehr

Vereine

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Commons: Niddatal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Niddatal – Reiseführer

Einzelnachweise

  1. ↑ Hessisches Statistisches Landesamt: Bevölkerung in Hessen am 31.12.2025 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2022) (Hilfe dazu).
  2. ↑ Zusammenschluss der Stadt Assenheim und die Gemeinden Bönstadt und Ilbenstadt im Landkreis Frieberg zur Stadt „Niddatal“ vom 11. November 1970. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1970 Nr. 48, S. 2252, Punkt 2242 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 5,6 MB]).
  3. ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 361 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
  4. 1 2 Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 54 und 108, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 11. Juli 2021.
  5. 1 2 Bevölkerung nach Staatsangehörigkeit (Gruppen): Niddatal, Stadt. In: Zensus 2011. Statistisches Bundesamt, abgerufen im Januar 2024.
  6. 1 2 Hessisches Statistisches Informationssystem (Hesis) In: Statistik.Hessen.
  7. ↑ Niddatal, Wetteraukreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 30. Mai 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  8. 1 2 Ausgewählte Strukturdaten über die Bevölkerung am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 194, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 11. Juli 2021.
  9. ↑ Votemanager: Amtliches Endergebnis der Gemeindewahl am 15. März 2026 - 23° Election Manager: Niddatal 2026
  10. ↑ Votemanager: Amtliches Endergebnis der Gemeindewahl am 14. März 2021
  11. ↑ Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016. Hessisches Statistisches Landesamt, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen im April 2016.
  12. ↑ Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen im April 2011.
  13. ↑ Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006. Hessisches Statistisches Landesamt, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen im April 2006.
  14. ↑ Gremien: Magistrat der Stadt
  15. 1 2 CDU Niddatal, 2020: Michael Hahn: Lebenslauf - Landbote, 16. März 2020: Neue Ära für Niddatal: „Hahn, der sein Amt am 1. Juli 2020 antritt“
  16. ↑ hessenschau: Bürgermeisterwahl am 15. März 2026 in Niddatal
  17. ↑ Hessisches Statistisches Landesamt: Direktwahlen in Niddatal (Memento vom 28. Januar 2021 im Internet Archive); Hinweis: für die Ansicht der archivierten Einzelergebnisse ggf. die Endung index.html aus der Webadresse löschen und diese dann neu laden - Votemanager: Wahltermine Stadt Niddatal, seit 2002
  18. ↑ Wetterauer Zeitung, 29. Oktober 2020: Parlament gedenkt Wilfried Martin: „war ab 1984 für 18 Jahre Bürgermeister“
  19. ↑ Bunker Ilbenstadt